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Saint-Judoce verbindet Wanderwege mit einer Landschaft zwischen Bocage, Kanal und landwirtschaftlich genutzten Flächen; zugleich erzählt der Ort von mehreren Epochen bretonischer Baugeschichte. Für die Reiseplanung stehen zwei Schwerpunkte bereit: eine Wanderung mit angegebener Distanz und Gehzeitschätzung oder Wege, die Brücken, den alten Ortskern und historische Gebäude einbeziehen.

Zwischen Linon, Kanal und Bocage

Im Norden wird die Gemeinde durch den Canal d’Ille-et-Rance und den Linon begrenzt. Entlang des nördlichen Kanals liegt die dichteste Bocage-Landschaft von Saint-Judoce; im Zentrum und Süden überwiegen offene, landwirtschaftlich genutzte Flächen. Am Vieux-Bourg gilt der Linon als schattiger Flusslauf. Am Circuit des 3 Villages zeigen sich die ruhigen Mäander des Linon; in ihrer Nähe gibt es eine angenehme Rastmöglichkeit bei einem Picknicktisch.

Wanderwege mit unterschiedlichen Orientierungspunkten

Der Circuit du Linon beginnt an der Kirche Saint-Judoce. Der Wanderweg ist 14 km lang, die geschätzte Gehzeit beträgt 4 Stunden und 30 Minuten. Er erreicht den Treidelpfad und führt an einer Brücke in den Vieux-Bourg.

Der Circuit des 3 Villages überquert die Metallbrücke im Vieux-Bourg; von dort aus können Wandernde die ehemalige Kirche von Saint-Judoce sehen. Der Circuit du Vieux Bourg verläuft über einen langen Abschnitt am Canal d’Ille-et-Rance und bezieht den alten Ortskern ein. Für die Auswahl können Sie die geschätzte Gehzeit des Circuit du Linon gegen die markanten Orts- und Kanalbezüge der beiden anderen Wege abwägen.

Kirchen aus mehreren Jahrhunderten

Die heutige Kirche Saint-Judoce im Champ-Brossard entstand zwischen 1922 und 1923 nach Plänen des Architekten Arthur Regnault. Sie beherbergt polychrome Holzstatuen des heiligen Judoce und der heiligen Marguerite. Außerdem gilt sie als eines der wenigen religiösen Architekturzeugnisse des 20. Jahrhunderts im Département Côtes-d’Armor.

Die ehemalige Pfarrkirche Saint-Judoce im Vieux-Bourg wird bereits in einer Schenkungsurkunde aus der Mitte des 12. Jahrhunderts erwähnt und wurde im 14. Jahrhundert weitgehend neu errichtet. Zu den erhaltenen Bauteilen zählen ein Westportal, ein offener Glockenaufsatz mit einem durchbrochenen Kreuz aus vier Mondsicheln sowie ein dreilobiges Maßwerkfenster im Chor. Die Südtür trägt eine Inschrift aus dem späten 15. Jahrhundert: „DIEX PARDOINT A VILLECMER“. Seit dem 10. November 1925 ist diese Südtür als Monument historique geschützt.

Herrenhäuser und ihre Geschichte

Das Herrenhaus von Champsavoy gilt aufgrund seiner Lage und des erhaltenen Wohngebäudes als repräsentativ für die Herrenhäuser, die der mittlere Adel im 16. und 17. Jahrhundert errichtete. Das Anwesen war von Wassergräben umgeben; noch in den 1950er-Jahren trennte einer davon den Hof des Wohngebäudes vom nördlich gelegenen Wirtschaftshof. Nach seiner Verwüstung während der Ligakriege wurde das Herrenhaus zwischen dem späten 16. und frühen 17. Jahrhundert wiederaufgebaut.

Das Herrenhaus von Fournet wurde im frühen 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Hochzeit von Pierre-Hyacinthe du Fournet und Marie-Melaine de Farcy am 11. Februar 1734 vollständig wiederaufgebaut. Zum Anwesen gehören ein von Wassergräben geschützter, geschlossener Hof, eine Kapelle und Wirtschaftsgebäude; eine Scheune ist erhalten. Das Eingangsportal gilt als elegantes, bemerkenswertes Kunstwerk und wurde wahrscheinlich von den Werkstätten der Schmieden von Paimpont gefertigt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Côtes-D’armor.

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