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Saint-Germain steht im Ortszentrum von Marigny-Le-Cahouët; am Canal de Bourgogne erzählen Schleuse 18, Schleuse 24 und das Becken von der Geschichte der Wasserstraße. Daraus ergeben sich zwei unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt: Sakral- und Schlossarchitektur einerseits, Schleusen- und Kanalbau andererseits. Wenn Sie ein Hotel suchen, können Sie zuerst überlegen, welchem dieser Themen Sie Zeit widmen möchten.

Saint-Germain und das Château

Die Kirche Saint-Germain wurde ab den 1450er Jahren im Stil der flamboyanten Gotik erbaut und steht im Ortszentrum. Per Erlass vom 3. Juni 1927 wurde sie als französisches historisches Monument eingetragen. Zur Ausstattung gehören Statuen aus dem 15. und 16. Jahrhundert, ein liturgisches Lavabo aus derselben Zeit, ein Renaissancealtar, Gemälde sowie eine Totenlitre aus dem 17. Jahrhundert. Eine bemerkenswerte Kreuzplastik aus dem 16. Jahrhundert steht auf dem ehemaligen Friedhof neben der Kirche. Bauzeit, Ausstattung und der frühere Friedhof bieten unterschiedliche historische Bezugspunkte rund um Saint-Germain.

Auch das Château de Marigny-Le-Cahouët ist als historisches Monument geschützt. Eine gesonderte Eintragung aus dem Jahr 2008 betrifft sein Portal, die Allee, die Gräben und die Zugbrücke. Das Portal entstand während einer neugotischen Restaurierung in der Mitte des 19. Jahrhunderts; Fialen und schmiedeeiserne Torflügel prägen seine Gestaltung. Während Saint-Germain Bau- und Ausstattungsdetails verschiedener Jahrhunderte vereint, verweist das Portal auf eine konkrete Restaurierungsphase des 19. Jahrhunderts.

Schleusen und Kanalgeschichte

Die Schleusenstätte 18, bekannt als Marigny 1ère, liegt am Yonne-seitigen Teil des Canal de Bourgogne in Marigny-Le-Cahouët. Der Kanalabschnitt, zu dem sie gehört, wurde 1832 für den Verkehr freigegeben. Das Schleusenwärterhaus am rechten Ufer besteht aus verputztem Bruchsteinmauerwerk und hat ein Dach mit mechanischen Flachziegeln. Am linken Ufer befindet sich eine hölzerne Remise.

Die Stätte der Schleuse 24 wurde für den Abschnitt eingerichtet, der 1832 für den Verkehr freigegeben wurde. Ihr Schleusenwärterhaus steht am linken Ufer, besteht aus verputztem Bruchsteinmauerwerk und hat ein Dach aus Flachziegeln. Es dürfte 1834 errichtet worden sein. Die Brunnen unterscheiden die beiden Häuser: Bei Schleuse 18 liegt der Brunnen unterhalb des Hauses; bei Schleuse 24 ist der frühere Brunnen in die Fassade integriert. So lassen sich neben den unterschiedlichen Uferlagen auch zwei Lösungen für ein einzelnes Bauelement vergleichen.

Das Becken und seine frühere Funktion

Das Becken von Marigny-Le-Cahouët hat eine ungefähr trapezförmige Gestalt, ausgebaute Ufer und eine Remise. Auf einem Grenzplan aus den 1860er Jahren ist es verzeichnet. Spuren von Steinbrüchen oder Aufschüttungen im Zusammenhang mit Steinbrüchen weisen auf eine frühere Funktion des Ortes für den Steintransport hin. Der Plan und diese Hinweise ergänzen die beschriebenen Schleusenbauten um die Gestalt des Beckens und seine frühere Bedeutung für den Transport.

Unterwegs am Canal de Bourgogne

Der grüne Weg am Canal de Bourgogne verläuft durch Marigny-Le-Cahouët und gehört zum Tour de Bourgogne. Der befestigte Treidelpfad erstreckt sich über 54,5 km und eignet sich zum Radfahren und Gehen. Damit kommt zu den historischen Bauwerken eine längere Wegstrecke für Bewegung zu Fuß oder mit dem Rad hinzu. Prüfen Sie vor Ihrer Tour die aktuellen Wegbedingungen. Eine Picknickfläche befindet sich am Schnittpunkt des Canal de Bourgogne mit der D10 in Marigny-Le-Cahouët und lässt sich als Pausenpunkt einplanen.

Weitere Reiseziele entdecken: Vertault, La Roche-En-Brenil, Auxonne, Précy-sous-Thil, Messigny-Et-Vantoux, Maligny, Channay, Corcelles-Les-Arts

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