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Die Ortsgeschichte von Corcelles-Les-Arts führt vom mittelalterlichen Château de Corcelles bis zum klassizistischen Château de Masse. Zur Geschichte gehört außerdem eine geschützte Grabplatte in der Église Saint-Pierre. Wenn Sie bei einer Reise Architektur und lokale Geschichte in den Mittelpunkt stellen möchten, finden Sie hier mehrere klar unterscheidbare Themen: die Entwicklung befestigter Anlagen, ein geschütztes Einzelobjekt und ein späteres Schlossensemble.

Château de Corcelles: Baugeschichte und Denkmalschutz

Das Château de Corcelles entstand ursprünglich im 11. Jahrhundert aus einer Motte; das Priorat Saint-Étienne de Beaune fügte eine klösterliche „Celle“ hinzu. Das befestigte Haus aus dem 12. Jahrhundert besitzt einen quadratischen Turm, Rundtürme und Türmchen. Ringmauern umgeben einen quadratischen Hof. Die Baugeschichte umfasst damit sowohl den frühen Ursprung als auch die befestigte Anlage des folgenden Jahrhunderts und lässt sich an mehreren benannten Bauteilen nachvollziehen.

Das Château ist teilweise als Monument historique geschützt. Geschützt sind gemäß Erlass vom 4. Februar 1976 die Fassaden und Dächer des Schlosses, der Wirtschaftsgebäude und des Taubenturms. Die Schutzstellung bezieht sich damit auf konkret benannte Teile des Ensembles, darunter auch die Wirtschaftsgebäude und den Taubenturm.

Ein geschütztes Objekt in der Église Saint-Pierre

In der Église Saint-Pierre befindet sich die Grabplatte von Claude-Bernarde Berbis de Longecourt und Claude Berbis de Corcelles. Sie steht seit dem 8. Juni 1984 als Objekt unter Denkmalschutz. Der Denkmalbezug unterscheidet sich damit von dem des Château de Corcelles: Hier steht ein einzelnes Werk im Mittelpunkt, dort sind Fassaden, Dächer und weitere Bauteile benannt. Für die Einordnung des kulturellen Erbes lohnt es sich, diese unterschiedlichen Maßstäbe auseinanderzuhalten.

Château de Masse und Pigeonnier

Das Château de Masse steht für einen anderen architektonischen Abschnitt. Die Familie Loppin ließ es unter Ludwig XIV. errichten, um ein älteres Schloss zu ersetzen. Das klassizistische Ensemble besteht aus zwei symmetrischen Pavillons: Einer war als Wohngebäude, der andere als Weinkeller vorgesehen. Diese ursprüngliche Funktionsaufteilung gibt den beiden Gebäuden unterschiedliche Rollen innerhalb der Anlage.

Zum früheren befestigten Haus von Masse gehört das Pigeonnier de Masse als Relikt. Es ist innen und außen gut erhalten und bietet Platz für 1.800 Nester. So stehen in Masse das erhaltene Relikt des früheren befestigten Hauses und das später errichtete klassizistische Ensemble für unterschiedliche Phasen der Baugeschichte.

Orientierung im Dorf und in der Landschaft

Ein Spaziergang durch das Dorf bietet Gelegenheit, das Château de Corcelles als lokales Kulturerbe zu bewundern. Das restaurierte Château de Masse ist weiterhin bewohnt; bewundern lässt es sich am Ortseingang von Masse aus Richtung Corcelles. Die beiden Schlösser haben somit unterschiedliche Orientierungspunkte für den Besuch.

Die Umgebung von Corcelles-Les-Arts ist landwirtschaftlich geprägt. Südlich des Dorfes liegt der Bois de Masse, östlich ein Teich. Diese Landschaftsmerkmale ergänzen die Baugeschichte um eine zweite Perspektive auf den Ort. Wenn Sie ein Reiseziel suchen, an dem historische Architektur und eine ländlich geprägte Umgebung zu den Interessen passen, können diese konkreten Themen bei Ihrer Entscheidung helfen.

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