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In Chissey-Lès-Mâcon treffen romanische Kirchenkunst, Kunsthandwerk und die Geschichte des Schwimmens aufeinander. Wandmalereien aus zwei Jahrhunderten, ein Museum mit einer ungewöhnlichen thematischen Spezialisierung und Kurse für Hochweberei geben der Reise verschiedene kulturelle Schwerpunkte. Eine Route durch Dörfer und Weiler sowie die Zugehörigkeit zu einem Natura-2000-Gebiet ergänzen das Bild des Ortes.

Romanische Kirchen und ihre Details

Die Église Notre-Dame im Weiler Lys ist eine vollständig romanische ehemalige Pfarrkirche. Zu ihren Besonderheiten zählen Wandmalereien aus dem späten 13. Jahrhundert und aus dem 17. Jahrhundert. Auch ihr hoher Satteldach-Glockenturm prägt die Beschreibung der Kirche. Die verschiedenen Epochen der Malereien bieten einen konkreten Blick auf ihre Ausstattung, ohne dass sich ihre Entstehung auf nur eine Zeit festlegen lässt.

Die Église Saint-Pierre ist ebenfalls romanisch. Ihr Langhaus und ihr Glockenturm stammen aus dem frühen 12. Jahrhundert. Der hohe Turm hat drei Geschosse mit gekuppelten Bogenfenstern und lombardischen Bändern; darüber sitzt ein hohes steinernes Pyramidendach. Die einzelnen Elemente machen die Architektur gut nachvollziehbar: Fenster, Bänder und Dach gliedern den Turm auf unterschiedliche Weise. In der Kirche befinden sich außerdem zwei Taufbecken aus dem 10. Jahrhundert. Sie stammen aus der ehemaligen romanischen Kirche im Weiler Prayes, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts zerstört wurde.

Auch die Kapitelle von Saint-Pierre zeigen verschiedene Motive: die Geburt Christi mit der Verkündigung und der Verkündigung an die Hirten, Szenen aus dem Leben König Davids einschließlich des Kampfes gegen Goliath, dämonische Masken, geflügelte Drachen und Laubwerk. Die Motive reichen damit von biblischen Szenen bis zu Figuren und ornamentalen Formen.

Die Église de Lys steht seit dem 19. Januar 1938 unter dem Schutz als historisches Denkmal. Zusammen mit den Kirchen in Lys und Saint-Pierre eröffnet das einen weiteren Zugang zur lokalen Bau- und Kulturgeschichte.

Schwimmgeschichte und Weberei

Das Musée de la Natation befindet sich im Priorat des Château de Lys in Chissey-Lès-Mâcon. Es zeichnet die Geschichte des Badens im Meer, in Flüssen und in Schwimmbädern sowie die Entwicklung des Schwimmsports nach. Zu den gezeigten Objekten zählen Fotografien von Meistern, Plakate zu Sportveranstaltungen, Medaillen, Gemälde und Postkarten. Ein Damenbadeanzug aus dem Jahr 1860 setzt einen konkreten zeitlichen Akzent in der Sammlung. Modelle historischer Badeeinrichtungen aus dem 19. Jahrhundert und des 1884 entstandenen ersten Pariser Schwimmbads in Frankreich ergänzen die Ausstellung. Wenn das Museum zu Ihren Reiseplänen gehört, klären Sie die Besuchsmöglichkeiten vor Ihrer Anreise.

Im Weiler Lys bietet das Atelier de la Lisse sechstägige Kurse für Hochweberei und gewebte Tapisserie an. Das Atelier ist ganzjährig für die Öffentlichkeit geöffnet; wegen möglicher Kundenbesuche oder Ausstellungen wird empfohlen, vorher anzurufen. Die Kursdauer ist ein eigener Planungsaspekt: Ein solcher Kurs beansprucht mehrere Tage und unterscheidet sich damit von einem kurzen Besuch einer Sehenswürdigkeit.

In der Nähe des Waschhauses und rund um den zentralen Platz in Lys gibt es Kunsthandwerker, darunter eine Gobelinweberin, einen Bronzearbeiter, einen Schuhmacher und einen Lederwarenhandwerker. Besucher können die Werkstätten betreten und sich das handwerkliche Können zeigen lassen. Der Zugang kann je nach Kunsthandwerker variieren; stimmen Sie den Besuch daher vorher mit dem jeweiligen Betrieb ab. So lässt sich ein Besuch der Werkstätten gezielt in die Reiseplanung aufnehmen, ohne für alle Ateliers dieselben Bedingungen vorauszusetzen.

Route und Landschaft

Die Boucle 10 „Boucle des églises romanes“ ist ein ländlicher Rundweg durch Dörfer und Weiler mit romanischen Kirchen. Im Weiler Lys lädt die romanische Kirche zu einem Halt ein. Der Routengedanke knüpft damit an die Kirchenarchitektur an, die auch im Ort selbst ein wichtiges Thema ist. Chissey-Lès-Mâcon gehört außerdem zu den Gemeinden des Natura-2000-Gebiets „Bocage, forêts et milieux humides du bassin de la Grosne et du Clunisois“. Diese Schutzgebietszugehörigkeit ergänzt die kulturellen Anknüpfungspunkte um einen landschaftlichen Aspekt, ohne den Aufenthalt auf ein einzelnes Thema festzulegen.

Weitere Reiseziele entdecken: Saint-Maurice-De-Satonnay, Saint-Rémy, Tancon, Volesvres, Huilly-Sur-Seille, Sornay, Saint-Martin-Du-Tartre, Saint-Julien-De-Civry.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saône-Et-Loire.

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