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Am Fuß der elsässischen Weinberge erstreckt sich Herrlisheim-près-Colmar entlang der Lauch. Die Ortslage bietet damit zwei Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung: Landschaft und Fluss einerseits, Radverbindungen und historische Stationen andererseits.

Anreise und Planung

Mit dem Zug erreichen Sie Herrlisheim-près-Colmar über einen SNCF-Bahnhof; mit dem Auto erfolgt die Anfahrt über die Departementsstraße 83. Damit stehen zwei Anreisearten als Ausgangspunkt Ihrer Planung zur Verfügung. Legen Sie zuerst fest, wie Sie anreisen möchten, und richten Sie anschließend Ihre weitere Planung an den Interessen aus, die für Ihren Aufenthalt den Ausschlag geben.

Radwege zwischen Wald und Lauch

Zwei Radverbindungen geben der Umgebung eine klare Richtung. Die Verbindung nach Rouffach führt durch den Wald; der Radweg nach Colmar verläuft entlang der Lauch. Der Vergleich ist damit einfach: Wald auf dem Weg nach Rouffach, Flussbezug auf der Verbindung nach Colmar. Wenn Sie eine Radtour in Ihre Reise einplanen, können Sie die beiden nach ihrem Landschaftsbezug und Ziel unterscheiden.

Bauwerke und historische Zeitmarken

Ortsgeschichte lässt sich an mehreren Zeitmarken verfolgen. Die Herren von Hattstatt begannen 1302 mit dem Bau ihres Schlosses in Herrlisheim-près-Colmar. Beim Tour des Voleurs soll die Geschichte bis ins Jahr 1289 zurückreichen. Dort sind hohe Zinnen und drei Schießscharten zu sehen. Die Zinnen bilden den gezackten oberen Abschluss; Schießscharten sind schmale Öffnungen im Mauerwerk. So können Sie zwei verschiedene Merkmale an der Außenarchitektur unterscheiden. Die beiden Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche historische Bezüge: 1289 wird mit dem Tour des Voleurs verbunden, während 1302 den Baubeginn des Schlosses markiert. Auch die Kirche Saint-Michel hat einen eigenen Zeitanker: Sie besitzt einen gotischen Glockenturm aus dem 14. Jahrhundert. Der Porche de 1613 befindet sich in der 8 rue Principale und ergänzt die Bauzeugnisse um ein genau benanntes Datum und eine genaue Adresse.

Waschhaus und Wasserrad

Ein ehemaliges Waschhaus liegt an einem Seitenarm der Lauch. Das Waschbach ist ein inszeniertes ehemaliges Waschhaus. Gegenüber dem ehemaligen Waschhaus erinnert ein Wasserrad an die frühere Existenz einer Wassermühle. Das Rad und das Waschhaus unterscheiden sich in ihrer historischen Funktion: Das eine erinnert an die frühere Wassermühle, das andere steht für die Nutzung als Waschhaus. Damit kommt neben der Baugeschichte und dem Gedenkweg auch ein alltagsgeschichtlicher Blick hinzu.

Ein Gedenkweg mit eigenem Schwerpunkt

Der Stolperstein-Rundgang setzt einen deutlich anderen historischen Akzent. Er führt auf den Spuren jüdischer Einwohner, die während des Zweiten Weltkriegs aus ihrer Gemeinschaft gerissen wurden, und umfasst acht Stationen. Im Unterschied zu den Bauwerken stehen hier nicht Bauzeit und Gestaltung, sondern die Erinnerung an die betroffenen Einwohner im Mittelpunkt. Die Zahl der Stationen gibt dem Rundgang eine klare Gliederung, während sein Thema die Ortsgeschichte um eine menschliche Perspektive ergänzt.

Weitere Reiseziele entdecken: Fellering, Soultz-Haut-Rhin, Hartmannswiller, Wickerschwihr, Sainte-Croix-aux-Mines, Kembs, Friesen, Mooslargue.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

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