Zum Inhalt

Die Geschichte des Klosters Schwarzenthann, die Kirche Sainte-Odile und die Natur am Zinnkoepflé geben Wintzfelden mehrere konkrete Entdeckungsansätze. In Schwarzenthann stehen heute sichtbare Klosterfundamente und ein Rundgang mit Informationstafeln im Mittelpunkt. Sainte-Odile verbindet Baugeschichte mit dem direkt benachbarten Lapidarium; am Zinnkoepflé rücken Trockenrasen, seltene Arten und ein warmes, trockenes Mikroklima in den Blick. Wer einen Aufenthalt in Wintzfelden plant, kann so Kulturgeschichte und Naturbeobachtung als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.

Kirche Sainte-Odile und Lapidarium

Die Kirche Sainte-Odile ist seit 1995 als Monument historique eingetragen. Sie bewahrt einen Turm aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, bei dem es sich möglicherweise um eine Vorhalle handelt. Auch ihr früherer Chor ist erhalten und dient heute als Seitenkapelle. An der Kirche lassen sich damit zwei architektonische Hinweise unterscheiden: ein Bauteil aus dem Mittelalter und ein Chor, dessen Funktion sich verändert hat. 1859 war das Gebäude in sehr schlechtem Zustand; daraufhin beschloss die Gemeinde, ein neues Kirchenschiff und einen neuen Chor zu errichten. Dieser Beschluss markiert eine weitere Station in der Baugeschichte der Kirche.

Direkt neben der Kirche liegt das Lapidarium de Wintzfelden. Es enthält einen Sarkophag, in dem die sterblichen Überreste von drei Nonnen beigesetzt wurden. Fünf mit mittelalterlichen Symbolen verzierte Grabplatten stellen die vier Elemente dar. So treffen konkrete Bestattungsbezüge auf eine symbolische Darstellung. Die Kirche und das Lapidarium setzen unterschiedliche Akzente: Dort stehen Bauteile und die spätere Nutzung des Chors im Mittelpunkt, hier einzelne Grab- und Erinnerungsobjekte.

Klostergeschichte in Schwarzenthann

Das Kloster Schwarzenthann wurde 1124 gegründet, um eine aus dem Kloster Marbach stammende Schwesternkongregation aufzunehmen. Gründungsjahr und Herkunft der Gemeinschaft verorten die Anlage in einer konkreten Geschichte. Heute sichtbar sind die Fundamente der Kirche, des Hospizes und eines Bauernhofs. Damit gehören sowohl religiöse als auch weitere Gebäude zu den überlieferten Teilen der Anlage.

Der Sentier Découverte von Schwarzenthann erschließt die Geschichte des Klosters mit acht Informationstafeln auf einem Rundgang von etwa einer halben Stunde. 2024 wurde der Weg um vier großformatige Tafeln ergänzt, die 3D-Ansichten der virtuellen Rekonstruktion des Klosters zeigen. Für die Zeitplanung sind Dauer und Zugang getrennt zu lesen: Der Rundgang selbst dauert ungefähr 30 Minuten; von der Rue des Vosges in Wintzfelden ist der Sentier zu Fuß in 30 Minuten erreichbar. So lassen sich die Dauer der Runde und der Weg bis zum Sentier als zwei verschiedene Angaben berücksichtigen.

Natur am Zinnkoepflé

Am Zinnkoepflé verschiebt sich der Schwerpunkt von Baugeschichte auf Lebensräume. Die Trockenrasen am Gipfel sind als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen. Aufmerksame Spaziergänger und Botaniker können dort seltene und empfindliche Tier- und Pflanzenarten beobachten. Das Massiv des Zinnkoepflé auf den Höhen von Soultzmatt-Wintzfelden weist ein warmes und trockenes Mikroklima auf, das im Elsass einzigartig ist. Die Angaben betreffen unterschiedliche Maßstäbe: Schutzstatus und mögliche Beobachtungen beziehen sich auf die Trockenrasen am Gipfel, die Klimabeschreibung auf das Massiv. Damit ergänzen Lebensräume und Mikroklima die kulturhistorischen Themen um einen eigenen Natur-Schwerpunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Cernay, Ranspach, Vœgtlinshoffen, Magstatt-le-Bas, Ammerschwihr, Markirch, Riquewihr, Mittelwihr.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.