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Zimmersheim bietet für die Wahl des Aufenthalts zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Bau- und Siedlungsspuren sowie markierte Fußwege durch eine ländliche Landschaft. Die Geschichte reicht von vorgeschichtlichen Fundstellen bis zu Bauwerken mit konkreten Jahreszahlen. Dazu kommen Ackerflächen, Obstgärten, Gehölze und Hecken sowie eine artenreiche Vogelwelt. So können Sie den Schwerpunkt Ihrer Zeit im Ort an Kulturgeschichte oder an Wegen und Landschaft ausrichten.

Baugeschichte im Ort

Die Église paroissiale de l’Assomption bewahrt die beiden unteren Geschosse ihres ehemaligen Chorturms, der die Jahreszahl 1487 trägt. Der Wiederaufbau des Kirchenschiffs begann 1786. Damit stehen zwei unterschiedliche Zeitpunkte der Baugeschichte im Blick: 1487 gehört zum ehemaligen Chorturm, 1786 zum Beginn der Arbeiten am Kirchenschiff. Wer sich für Kirchen und ihre Baugeschichte interessiert, findet hier sowohl einen datierten Turmteil als auch eine konkrete Angabe zum Wiederaufbau.

Einen anderen architektonischen Akzent setzt das Maison de Vigneron am 1 place du Général de Gaulle. Sein Erdgeschoss ist aus Stein, das Obergeschoss in Fachwerk ausgeführt. Der Vergleich der beiden Geschosse macht die unterschiedlichen Bauweisen am selben Haus greifbar. Zur baulichen Geschichte zählt außerdem der Bauernhof in der 1 rue de l’École mit einer ehemaligen Gipsmühle. So stehen verschiedene Aspekte des gebauten Erbes nebeneinander: die Bauweise eines Hauses und die frühere Nutzung eines Hofes.

Spuren früherer Besiedlung

Die Fundstelle Hausleplatz wird mit einer Besiedlung durch Bauern im frühen Neolithikum in Verbindung gebracht. In den Hügeln rund um Zimmersheim sind außerdem Spuren einer Besiedlung durch Jäger des Jungpaläolithikums erhalten; dazu zählt eine Feuerstelle am „Lotissement Clauser II“. Diese Hinweise führen zu unterschiedlichen Epochen und Lebensweisen: Auf der einen Seite steht die mit dem Hausleplatz verbundene bäuerliche Besiedlung, auf der anderen die Spuren jungpaläolithischer Jäger.

Bei Bifang befindet sich eine karolingische Nekropole am Eingang zur Wohnsiedlung „Les verts coteaux“. Eine römische Straße zwischen Bruebach und Rixheim verläuft ebenfalls durch Zimmersheim. Die beiden Angaben setzen verschiedene Maßstäbe: Die Nekropole ist an einem konkreten Punkt verortet, während die römische Straße die Verbindung zwischen zwei benannten Orten beschreibt. Zusammen mit den vorgeschichtlichen Fundstellen ergibt sich ein breiter zeitlicher Bogen, ohne die einzelnen Orte und ihre jeweiligen Spuren gleichzusetzen.

Fußwege und ländliche Landschaft

Zimmersheim verfügt über zahlreiche markierte Fußwege in einer Landschaft aus Ackerflächen, Obstgärten, Gehölzen und Hecken. Die Wege bilden damit eine eigene Möglichkeit, den ländlichen Charakter des Ortes in die Aufenthaltsplanung einzubeziehen. Die Landschaft bietet Lebensraum für eine artenreiche Vogelwelt und ergänzt die historischen Themen um einen Naturaspekt. Kulturgeschichte, Landschaft und Bewegung im Freien sind so unterschiedliche Schwerpunkte, die Sie bei Ihrer Entscheidung für den Ort gegeneinander abwägen können.

Eine konkrete Aktivität ist der nächtliche Orientierungslauf „Marche d’orientation de nuit“ in Zimmersheim. Er umfasst mehrere Strecken von 3 bis 8 km. Prüfen Sie vor der Reise das Veranstaltungsdatum und die Reservierungsanforderungen. Nach dem Orientierungslauf können auf Reservierung Linsensuppe mit Wurst oder Gemüsesuppe mit Wurst angeboten werden. Klären Sie dafür vorab die Verfügbarkeit und die Reservierungsdetails; die Speisen sind an den Lauf und die Reservierung gebunden.

Weitere Reiseziele entdecken: Kruth, Orbey, Traubach-le-Bas, Jebsheim, Wildenstein, Leimbach, Ruederbach, Saint-Hippolyte.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Haut-Rhin.

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