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Zwischen den Tälern von Sinello und Trigno liegt Cupello in einer sanft hügeligen, überwiegend landwirtschaftlich geprägten Landschaft. Vom Zentrum reicht der Blick über den weitläufigen Golf von Abruzzen und Molise bis zu den Tremiti-Inseln, dem Vorgebirge der Majella und dem Gargano. Die Mischung aus weiter Aussicht, Ackerflächen und Olivenhainen gibt dem Ort einen eigenen Rahmen: Cupello lässt sich sowohl über seine historischen Zeugnisse als auch über seine ländliche Umgebung kennenlernen.

Hügelland und weiter Blick

Die Flächen rund um Cupello werden überwiegend landwirtschaftlich genutzt; Olivenhaine gehören ebenso zum Landschaftsbild wie Ackerland. Die sanften Hügel bilden einen ruhigen Kontrast zu der weiten Aussicht, die sich im Zentrum eröffnet. Dort richtet sich der Blick über den Golf von Abruzzen und Molise auf mehrere deutlich benannte Landschaftspunkte: die Tremiti-Inseln, das Vorgebirge der Majella und den Gargano. Diese Perspektive spannt den geografischen Horizont weit auf, während die Hügel und Felder den unmittelbaren Charakter des Gebiets prägen.

Wer sich für Cupello interessiert, findet also nicht nur einzelne historische Bauwerke als Orientierung. Auch die Verbindung des Ortes mit der Landschaft zwischen den beiden Flusstälern gehört zu seinem Charakter. Aussicht und landwirtschaftlich geprägtes Hügelland sind dabei unterschiedliche, sich ergänzende Blickwinkel auf denselben Ort.

Historische Spuren und Bauwerke

Die heutige Siedlung Cupellos ist seit dem 16. Jahrhundert belegt und trug früher den Namen Villa degli Schiavoni. Archäologische Funde und die Überreste einer römischen Villa verweisen zugleich auf menschliche Siedlungen bereits in vorrömischer Zeit, die mit der Transhumanz verbunden waren. So reichen die historischen Bezüge des Ortes über die belegte Geschichte der heutigen Siedlung hinaus.

Ein prägnantes Beispiel für die jüngere Ortsgeschichte ist die Kirche Madonna del Ponte, auch „Chiesa vecchia“ genannt. Sie wurde bei den Bombardierungen von 1943 beschädigt, anschließend abgerissen und 1956 wiederaufgebaut. In der Kirche befindet sich in einer Marmornische eine Holzstatue der Madonna aus dem 15. Jahrhundert. Die Baugeschichte und die ältere Statue geben dabei zwei unterschiedliche zeitliche Anknüpfungspunkte: die Kriegserfahrung des Ortes und ein Kunstwerk aus mehreren Jahrhunderten zuvor.

Auch die Kirche der Geburt der heiligsten Maria in Cupello hat ein konkretes architektonisches Merkmal: ihr Bronzeportal. Im historischen Zentrum steht außerdem der Palazzo Erminio Boschetti „don Ciccio“. Das Gebäude zählt zu den befestigten Gebäuden und besitzt ein Türmchen; seine erste Bauphase geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Kirche und Palazzo bieten damit verschiedene Zugänge zur Baugeschichte Cupellos, von einem einzelnen Portal bis zur historischen Gestalt eines befestigten Gebäudes.

Zum lokalen historischen Gedächtnis gehört auch eine jährliche Erinnerung: Am Jahrestag der Bombardierung wird in Cupello an die Kriegserfahrung des Ortes erinnert. Dieser wiederkehrende Anlass steht neben den baulichen Spuren der Ereignisse, ohne mit ihnen gleichzusetzen zu sein.

Artischocke, Pasta und saisonale Feste

Die Mazzaferrata-Artischocke ist eine autochthone Sorte aus Cupello. Sie stammt von Campagnano ab, einer spät reifenden Varietät der Römischen Artischocke. Dem lokalen Produkt ist ein Fest gewidmet, das zwischen Ende April und Anfang Mai stattfindet. Die Artischocke verbindet damit eine landwirtschaftliche Besonderheit mit einem saisonalen Anlass im Frühjahr.

Ein anderer kulinarischer Bezugspunkt liegt im August: Bei der Sagra delle ’Ndrocchie wird frische Pasta serviert, die von Hand mit einem Ferretto hergestellt wird. Die beiden Feste setzen unterschiedliche Akzente – hier eine besondere Artischockensorte im Frühjahr, dort handgemachte Pasta im August.

Die Route 682

Die Route 682 trägt den Titel „Tra fiori di pesco e cuori di carciofo nella Valle del Trigno“ und kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd zurückgelegt werden. Damit sind drei Fortbewegungsarten für dieselbe Route benannt. Welche davon zu den eigenen Plänen passt, hängt davon ab, ob Sie Cupello und das Thema der Route lieber zu Fuß, auf dem Rad oder zu Pferd angehen möchten. Zusammen mit dem Blick auf die Hügel und die landwirtschaftliche Prägung eröffnet die Route einen weiteren Zugang zur Landschaft, während die Kirchen, der Palazzo und die lokalen Feste den kulturellen Schwerpunkt bilden.

Weitere Reiseziele entdecken: Altino, Piane d'Archi-Quadroni, Villa Santa Maria, Dogliola, Torino Di Sangro, Vacri, Montazzoli, San Salvo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Chieti.

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