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Fallo vereint ein kleines Borgo, Kirchenkunst und regionale Küche mit einer Ortsgeschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Alte Steinwege, ein Wandbild und Zeugnisse aus unterschiedlichen Epochen geben dem Ort mehrere konkrete Themen für einen Aufenthalt.

Borgo und Landschaft

Das historische Fallo liegt auf einem Felssporn über dem Sangro-Tal; Eichenwälder umgeben den Ort. Im kleinen Borgo können Sie entlang alter Steinwege spazieren. Die Ruinen des Mulino della Selva liegen am Fluss Sangro. Fallo Vecchio bildet einen anderen geografischen Bezugspunkt: Auf einem Hügel außerhalb des historischen Zentrums befinden sich die Ruinen eines archäologischen Areals. Der Kontrast zwischen Flussufer und Hügel hilft, die beiden historischen Schauplätze auseinanderzuhalten, während der Felssporn den Bezug der Siedlung zum Sangro-Tal beschreibt.

Kirchenkunst und Wandbild

In der Chiesa di Maria Santissima del Soccorso ist der unregelmäßige achteckige Grundriss ein markantes architektonisches Merkmal. „Achteckig“ beschreibt die Grundform, „unregelmäßig“ ihre nicht gleichmäßige Anlage; beide Begriffe charakterisieren das Kirchengebäude. Außerdem besitzt sie ein Altarbild, das die Krönung der Madonna mit San Giovanni Battista und San Nicola di Bari darstellt. Architektur und Bildmotiv bieten so zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte, wenn Sie sich mit den sakralen Kunstwerken von Fallo beschäftigen.

In der Chiesa di San Giovanni Battista misst das Altarbild 180 × 262 cm. Es zeigt die von Engeln gekrönte Jungfrau Maria neben San Nicola di Bari und San Giovanni Battista. Die Kirche bewahrt zudem eine polychrome Holzskulptur der Madonna mit Kind aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Im Vergleich stehen damit ein großformatiges Gemälde und eine dreidimensionale Holzskulptur nebeneinander; beide unterscheiden sich sowohl im Medium als auch in ihrer dargestellten Szene.

„Il filo della memoria“ ergänzt die Kirchenkunst um ein Wandbild. Das Werk ist ein NAREVE-Projekt, das gemeinsam mit der Associazione di Promozione Sociale WOO und dem südafrikanischen Kompetenzzentrum Artist Proof Studio durchgeführt wurde. Das Wandbild ist ohne architektonische Zugangshindernisse zugänglich.

Geschichte in verschiedenen Epochen

Fallo hat mittelalterliche Ursprünge, die durch erste schriftliche Dokumente aus dem 12. Jahrhundert belegt sind; damals war der Ort als Faldum bekannt. Borgo Valle vecchia ist ein Gebäudekomplex aus dem 19. Jahrhundert, errichtet aus bearbeitetem Stein und Kieseln. Der Vergleich macht zwei zeitliche Ebenen sichtbar: die mittelalterlichen Dokumente zu Fallos Ursprüngen und einen wesentlich späteren Gebäudekomplex mit klar benannten Baumaterialien.

Regionale Küche

Zu den regional empfohlenen Speisen gehört „fojie e patane“ mit Kartoffeln aus dem Medio Sangro. Das Gericht verbindet einen konkreten Namen mit einer ebenfalls konkret benannten Zutat; für die kulinarische Seite des Aufenthalts lässt es sich so klar von den architektonischen und historischen Themen unterscheiden.

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