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Lama Dei Peligni liegt im Parco Nazionale della Maiella zwischen dem Fluss Aventino und dem Monte Amaro, dem höchsten Gipfel des Parks. Die Umgebung verbindet Natur- und Kulturthemen: botanische Vielfalt, Tierbeobachtung, Höhlen und Spuren früher Besiedlung. Für Ihre Planung ist die Unterscheidung zwischen einem kurzen Weg, Wanderzielen mit Höhenangaben und einem felsigen Abschnitt hilfreich.

Botanische Vielfalt und Höhlen der Maiella

Der Giardino Botanico Michele Tenore wurde 1995 auf 650 Metern Höhe gegründet und erstreckt sich über 9.000 Quadratmeter. Derzeit beherbergt er etwa 500 floristische Einheiten. Zu den Lehrbereichen kommen Bereiche hinzu, die die Vegetationsräume der Maiella nachbilden. Der Garten verbindet damit Pflanzenkunde mit einem Blick auf verschiedene Vegetationsräume des Gebirges.

Eine andere Landschaftsform zeigt die Grotta di Sant’Angelo: Sie öffnet sich auf 985 Metern Höhe über einer Schlucht im Maiella-Massiv. Höhenlage und Schlucht geben diesem Höhlenmotiv einen eigenen Bezug zur Felslandschaft; der botanische Garten setzt dagegen den Schwerpunkt auf Pflanzen und Vegetationsräume.

Gämse und Zeugnisse früher Besiedlung

In der Area Faunistica del Camoscio d’Abruzzo können Besucher die Gämse aus nächster Nähe beobachten. Im Besucherzentrum „Maurizio Locati“ widmet sich ein umfangreicher Bereich der Apennin-Gämse. Lehrtafeln und Dioramen behandeln außerdem die Felsenfauna des Parks. So stehen Tierbeobachtung und naturkundliche Darstellungen als unterschiedliche Zugänge zur Maiella nebeneinander.

Auch die prähistorische Besiedlung ist mit mehreren Zeugnissen verbunden. Felsmalereien in Höhlen im Umfeld von Lama Dei Peligni belegen eine Besiedlung in vorgeschichtlicher Zeit. In der Nähe von Contrada Fonterossi befinden sich Überreste eines neolithischen Dorfes. Zum Besucherzentrum gehört zudem eine Rekonstruktion eines neolithischen Dorfes. Dort ist auch ein Abguss des „Uomo della Majella“ ausgestellt. Der „Uomo della Majella“ wurde in Fonterossi gefunden und ist mehr als 7.000 Jahre alt.

Wege, Höhlenbesuch und Anreise

Vom Besucherzentrum aus führt der Sentiero Natura, ein kurzer Weg, der für alle Altersgruppen geeignet ist. Wanderwege führen auch zur Grotta del Cavallone auf 1.475 Metern über dem Meeresspiegel. Der Höhlenbesuch umfasst eine Auffahrt mit der Cestovia in historischen grünen Kabinen und anschließend einen felsigen Panoramaweg mit 300 Stufen bis zum Höhleneingang. Im Vergleich zum kurzen Sentiero Natura gehören hier also eine Auffahrt und ein Abschnitt mit vielen Stufen zur Wegcharakteristik.

Eine weitere Wanderoption ist der H4 zum Rifugio Fonte Tarì. Er beginnt am Parkplatz der Area Faunistica del Camoscio in Lama Dei Peligni; das Rifugio liegt im Gebiet von Lama Dei Peligni auf 1.540 Metern Höhe. Damit sind für diese Tour sowohl der Startpunkt als auch die Höhenlage des Rifugios benannt.

Busse aus Lanciano oder Chieti halten in der Nähe des historischen Zentrums von Lama Dei Peligni. Der Halt liegt 500 Meter vom Besucherzentrum entfernt. Wenn Sie mit dem Bus anreisen möchten, prüfen Sie vorab den Fahrplan der passenden Verbindung.

Weitere Reiseziele entdecken: Vasto, Olmi, Pizzoferrato, Roccamontepiano, Lentella, Paglieta, Ortona, Casoli.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Chieti.

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