Höhenlage und Landschaft
Das bebaute Zentrum von Montereale liegt auf einem Höhenrücken mit Blick über die breite Alta Valle dell’Aterno. Zugleich entspringt der Aterno im Gemeindegebiet. Der erhöhte Talblick und der Ursprung des Flusses sind zwei unterschiedliche Landschaftsbezüge des Ortes.
Montereale liegt im Parco Nazionale del Gran Sasso e Monti della Laga. Auch die Quelle Fra Clemente gehört zu den Naturbezügen des Ortes: Sie liegt im Grünen und verfügt über einen Rast- und Erfrischungsbereich. So lässt sich die Reiseplanung neben der Baugeschichte auch an der Landschaft des Tals und der Quelle ausrichten.
Kirchen, Türme und historische Gebäude
Die Torre Municipale besitzt eine Glocke, die im Mittelalter dazu diente, die Bewohner der umliegenden Siedlungen in Notfällen zusammenzurufen. Das Rathaus ist teilweise in einem ehemaligen Augustinerkloster untergebracht; dort befinden sich zwei römische stilophore Löwen. Beide Details geben Einblick in unterschiedliche historische Zusammenhänge: die Glocke als Signal für mehrere Siedlungen und die Löwen als römische Elemente im Rathaus.
Die Chiesa di Santa Maria in Assunta ist die größte Kirche Montereales und wurde zwischen 1745 und 1750 wiederaufgebaut. Die Chiesa del Beato Andrea entstand 1726 auf den Ruinen einer Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert, die dem heiligen Augustinus gewidmet war. In der Kirche befindet sich eine Kapelle mit einem silbernen Reliquiar, in dem der erhaltene Leichnam des seligen Andrea aufbewahrt wird.
Die Abbazia della Madonna in Pantanis wurde zwischen dem 11. Jahrhundert und der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut und im 17. und 18. Jahrhundert renoviert. Sie enthält ein Mausoleum, das dem seligen Domenico da Cesariano gewidmet ist. Eine weitere zeitliche Spur ist die Santa Maria intra moenia: Sie ist eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert mit einem romanischen Seitenportal.
Auch die Palazzi ergänzen das Bild. Der Palazzo Farnese war im 16. Jahrhundert der persönliche Wohnsitz von Margherita d’Austria. Im Palazzo Mari war ein Raum im ersten Stock über ein langes, in der Mauer verborgenes Rohr mit dem Eingang verbunden. So konnte man beobachten, wer am Portal klopfte, ohne selbst gesehen zu werden. Kirchen, Türme und Palazzi eröffnen damit verschiedene Zugänge zur Bau- und Ortsgeschichte.
Kulinarische Tradition und regionale Route
Zur kulinarischen Tradition von Montereale gehören Li strancogliuni, Stringozzi a cascio e pepe, Lu farricellu, Patate refritte und Lu pulentone. Die konkreten Namen geben der Ortsgeschichte eine weitere Facette: Neben Bauwerken und Landschaft prägen auch die überlieferten Gerichte das Bild Montereales.
Wer Montereale in einen größeren regionalen Zusammenhang einordnen möchte, kann die touristische Route durch das Gebiet der Alta Valle dell’Aterno berücksichtigen. Sie umfasst Montereale neben Barete, Cagnano Amiterno und Capitignano als beteiligte Gemeinden. Damit stehen zwei unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: die Bauwerke und kulinarischen Traditionen des Ortes oder die touristische Route durch das Gebiet der Alta Valle dell’Aterno.
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