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Villetta Barrea liegt im Herzen des Parco Nazionale d’Abruzzo, Lazio e Molise. Wanderwege mit unterschiedlichen Aufstiegszeiten, Möglichkeiten zur Tierbeobachtung und die Ortsgeschichte geben einem Aufenthalt verschiedene Schwerpunkte. Für die Planung lohnt es sich, die ausgewiesenen Zeiten und Schwierigkeitsgrade der Wanderungen zu vergleichen und daneben zu entscheiden, ob Natur oder Kultur besonders interessiert.

Wanderwege nach Zeit und Schwierigkeit auswählen

Der Itinerario numero 1 von der Piazzetta Tre Pizzi in Richtung Pineta Zappini und Via Monumento ai Caduti ist als leichte Wanderung eingestuft. Für den Aufstieg sind 25 Minuten und 160 Höhenmeter angegeben. Die Route führt zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Serra Chiarano, den Lago di Barrea, Barrea und die Monti della Camosciara. Damit verbindet sie eine kurze angegebene Aufstiegszeit mit einem konkreten Ziel und mehreren benannten Aussichtspunkten.

Ebenfalls ab der Piazzetta Tre Pizzi beginnt der leichte Aufstieg des Itinerario numero 2 über Vaiazzone zum Piazzale Camosciara. Die angegebene Aufstiegszeit beträgt 60 Minuten. Die Route erreicht das Amphitheater der Camosciara, einen natürlichen Lebensraum von Hirschen, Wildschweinen und Abruzzen-Gämsen. Der Itinerario numero 4, Villetta Barrea–Torrente Profluo–Fonte delle Felci, ist ein leichter Naturlehrpfad ab Tre Pizzi; auch für ihn sind 60 Minuten Aufstiegszeit angegeben.

Wer eine mittelschwere Wanderung einplant, findet mit dem Itinerario numero 3 über Km. 9.300 nach La Montagnola eine andere Zeit- und Schwierigkeitsangabe: Für den Aufstieg sind zweieinhalb Stunden angesetzt. Eine Route nach La Montagnola führt durch einen naturkundlich intakt erhaltenen Wald mit Buchen und der für Villetta Barrea charakteristischen Schwarzkiefer. Die Aufstiegszeiten der Wege sind so ein hilfreicher Vergleich für die Planung, aber kein vollständiger Zeitplan für einen Ausflug.

Lago di Barrea und Tierbeobachtung

Von Villetta Barrea aus sind der Lago di Barrea sowie Rad- und Fußwege erreichbar, die an beiden Ufern verlaufen. Der See ist ein Rast- und Nahrungsplatz für Zugvögel. Dazu zählen Haubentaucher, Zwergtaucher, Stockente, Krickente, Pfeifente, Tafelente und Blässhuhn. Als international bedeutendes Feuchtgebiet ist der Lago di Barrea anerkannt und seit 1977 in das Verzeichnis der Ramsar-Konvention aufgenommen.

Zu den Naturerlebnissen gehören außerdem Beobachtungsmöglichkeiten für Bären und Gämsen. Auch Hirsche und Hirschkälber können beim Grasfressen oder beim Abkühlen im Fluss beobachtet werden; solche Sichtungen sind nicht garantiert und variieren je nach Jahreszeit. Auf dem Lago di Barrea sind zudem Ausritte möglich. Damit stehen Vogelbeobachtung, Tierbegegnungen, Wege am See und eine Aktivität auf dem Wasser in unterschiedlichen Formen zur Auswahl, ohne dass daraus ein fester Ablauf für den Aufenthalt entsteht.

Ortsgeschichte, Kirchen und Museen

Das heutige Dorf entwickelte sich um eine kleine Burg aus dem 14. Jahrhundert, die im oberen Teil des Ortes errichtet wurde. Im historischen Zentrum befindet sich das Museo della Torre Medievale, untergebracht in einem runden Turm aus dem 15. Jahrhundert. Das Museum widmet sich der früheren Pfarrkirche Santa Maria Assunta, die durch das Marsica-Erdbeben von 1915 zerstört wurde. Der Turm und das Museum führen so zu einer anderen Facette Villetta Barreas als die Wege und Landschaft rund um den Ort.

Auch die Chiesa di San Michele Arcangelo ist mit der Geschichte des früheren Klosters Sant’Angelo in Barreggio verbunden. Die kleine Kirche wurde um 1500 auf den Ruinen des Klosters errichtet und steht auf dessen ehemaligem Standort. In der Kirche wird das Ciborio del Monastero di Sant’Angelo in Barreggio aufbewahrt.

Das Museo della Transumanza e Bottega del Buon Gusto befindet sich in einem ländlichen Gebäude des 19. Jahrhunderts, das als „Il Baraccone“ bekannt ist. Zum Museum gehören ein Verkostungsbereich sowie eine Präsentation von Lebensmitteln, Wein und Handwerksprodukten mit Bezug zur Transhumanz. Wer sich für lokale Kultur und Esskultur interessiert, findet hier einen weiteren Blick auf die Tradition der Viehwanderung.

Ein jährlicher Termin ist das Fest des San Sebastiano am 20. Januar. Dabei versammeln sich Menschen um ein Feuer und rösten Würste auf dem Platz vor der Kirche. Zusammen mit den Museen, der Kirche und der mittelalterlichen Geschichte bietet das Fest einen kulturellen Schwerpunkt, der sich klar von der Planung einer Wanderung oder eines Naturausflugs unterscheidet.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: L-Aquila.

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