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Cellamare erschließt sich über mehrere Spuren seiner Ortsgeschichte: den weiß geprägten historischen Ortskern, das Castello, den Uhrturm auf den Ruinen einer früheren Kirche und die Festtradition des Sant’Amator. Architektur, religiöse Geschichte und lokale Bräuche eröffnen unterschiedliche Zugänge zum Ort. Wer den Aufenthalt kulturell ausrichten möchte, kann diese Themen getrennt betrachten: Die Baugeschichte führt zum Castello und zur Torre Civica, während das Fest einen eigenen zeitlichen Schwerpunkt setzt.

Ortsbild und Via Castello

Das historische Ortsbild von Cellamare ist das einer weißen Siedlung inmitten von Oliven- und Mandelbäumen. Im historischen Ortskern prägen kleine weiße Häuser und kalkweiß getünchte Wände den Charakter. Die Via Castello zählt zu den ältesten Straßen des Ortes und führt zum Castello di Cellamare. So verbindet sich das helle Ortsbild mit einem konkreten Wegbezug zum Schloss. Für die Einordnung des Ortskerns sind beide Details hilfreich: Die Häuser und Wände prägen seinen architektonischen Charakter, während die alte Straße zum Castello führt.

Castello und Torre Civica

Im Castello di Cellamare erinnert eine Inschrift an Umbauarbeiten, die Felice Della Marra im Jahr 1544 veranlasste. Die Jahreszahl verknüpft das Bauwerk mit einer bestimmten Phase seiner Geschichte. Eine andere Spur bietet die Torre Civica: Sie wird in Cellamare allgemein Torre dell’orologio pubblico, also öffentlicher Uhrturm, genannt und erhebt sich auf den Ruinen der früheren Chiesa della Madonna delle Grazie. Am Castello steht eine datierte Umbauphase im Mittelpunkt; beim Turm zeigt sich eine bauliche Verbindung zu einer früheren Kirche. Diese unterschiedlichen Hinweise geben der Ortsgeschichte mehrere zeitliche und architektonische Bezugspunkte.

Kirchen, Platz und religiöse Überlieferung

Die Chiesa di Santa Maria delle Grazie war wahrscheinlich die erste Kirche des mittelalterlichen Ortskerns von Cellamare. Die vorsichtige Einordnung verweist auf eine frühe Rolle in der Kirchengeschichte des Ortes. Die Chiesa Matrice blickt im alten Ortskern auf denselben Platz, an dem auch der Torre dell’orologio steht. Kirche und Turm teilen damit einen Bezug zum selben Platz und prägen gemeinsam das historische Platzbild. Eine weitere religiöse Überlieferung betrifft die Reliquie des Sant’Amatore: Domenico De Iudice schenkte sie der Kirche von Cellamare; die Schenkung erfolgte zwischen 1670 und 1676. Diese Zeitspanne führt über die mittelalterliche Geschichte des Ortskerns hinaus und ergänzt sie um eine datierte Spur der Verehrung des Sant’Amatore.

Menhir und Fest des Sant’Amator

Der Menhir di Cellamare an der Straße nach Rutigliano gilt als Symbol, das mit örtlichen Legenden verbunden ist. Er wurde von seinem ursprünglichen Standort versetzt und ist im Castello di Cellamare zu sehen. Damit ergänzt er die Bau- und Kirchengeschichte um eine Überlieferung, in der lokale Legenden eine Rolle spielen. Wenn Sie den Menhir in Ihre Planung aufnehmen, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Zugangsmöglichkeiten zum Castello.

Das Fest des Sant’Amator, des Schutzpatrons von Cellamare, findet traditionell am ersten Sonntag im Mai statt. Am Vorabend gehört traditionell eine Pizza rustica zur lokalen Feier. Wenn Sie wegen des Festes reisen, prüfen Sie vorab das aktuelle Jahresprogramm und ob die Pizza rustica darin vorgesehen ist. So lassen sich der feste traditionelle Zeitpunkt und die konkreten Programmpunkte für das jeweilige Jahr auseinanderhalten.

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