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Castiglione dei Pepoli lässt sich über unterschiedliche Schwerpunkte entdecken: Ortsgeschichte mit Kirchen, Kulturräumen und Erinnerungsorten sowie Wege vom Rundgang bis zum Fernwanderweg. So können Sie Ihren Aufenthalt nach dem ausrichten, was Sie besonders interessiert. Die historischen Stationen erzählen von verschiedenen Epochen; die Wanderwege setzen jeweils eigene Akzente, etwa mit einem Blick auf die Landschaft, einem Pilgerziel oder einem ausgewiesenen Waldtherapiegebiet.

Ortsgeschichte, Kirchen und Kulturräume

Der Palazzo Pepoli im Zentrum wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts erbaut. Ebenfalls im Zentrum steht der Torre dell’Orologio Pubblico, dessen Bau auf das Jahr 1724 datiert. Der Parco della Rimembranza liegt im historischen Zentrum hinter dem Rathaus. Diese Orte geben der Erkundung konkrete historische Bezugspunkte, ohne dass ihre Entstehungszeiten in dieselbe Epoche fallen.

Die Chiesa di San Lorenzo stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist dem Schutzpatron des Ortes, San Lorenzo, geweiht. In der Kirche befindet sich ein Fresko von Giacomo Cavedoni, einem Maler aus Bologna. Es zeigt San Lorenzo in Ekstase vor der auf den Wolken erscheinenden Jungfrau. Eine andere Geschichte erzählt die Chiesa Vecchia, auch Chiesa della Madonna della Cintura genannt: Sie ist der Madonna della Consolazione beziehungsweise der Madonna della Cintura geweiht und gilt als ältester historischer Kultort von Castiglione dei Pepoli. Die Kirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde zwischen 1650 und 1682 wiederaufgebaut.

Das Centro Culturale Guidotti führt durch die lokale Geschichte und Kultur von der Bronzezeit bis zum Zweiten Weltkrieg. Seine Themenräume bieten dabei unterschiedliche Perspektiven: Die Sala della Terra vermittelt die geologischen Ursprünge des Apennins. Der Raum „Mondo rurale e i suoi mestieri“ behandelt traditionelle Arbeiten des Apennins und frühere Berufe des Berglands. So stehen hier Erdgeschichte und Arbeitsleben als zwei verschiedene Zugänge zur Region nebeneinander.

Auch die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg gehört zum Ortsbild. Der Anello di Santa Maria führt auf seinem Rückweg am Cimitero Militare Sudafricano vorbei, in dem im Zweiten Weltkrieg gefallene alliierte Soldaten ruhen. Der Castiglione South African Cemetery bewahrt die sterblichen Überreste von 502 Kriegstoten: 401 Südafrikanern, 99 Briten und 2 Indern. In Baragazza liegt außerdem das Santuario della Madonna delle Grazie di Boccadirio, eine Etappe des Pilgerwegs Via Mater Dei. In seinem Heiligtum befindet sich ein weiß-blaues Majolika-Basrelief von Andrea Della Robbia mit der Madonna und dem stehenden Jesuskind. Die dreischiffige Kirche des Santuario wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts erbaut.

Wandern und unterschiedliche Routen

Die Via della Lana e della Seta ist ein 130 Kilometer langer Fernwanderweg zwischen Emilia und Toskana, der besonders wild geprägt ist. Er führt in Richtung Castiglione dei Pepoli und erreicht anschließend die Toskana. Für die sichere Begehung des Weges unterstützen der offizielle Wanderführer und die offizielle Wanderkarte. Der Anello di Santa Maria ist eine andere Option: Der Rundweg beginnt an der Piazza della Libertà in Castiglione dei Pepoli und kommt auf dem Rückweg am Militärfriedhof vorbei.

Ein weiteres Wanderangebot ist der Rundweg Panorami montani. Er führt durch die Wälder rund um den Monte Baducco und den Monte Gatta. Zum Rundweg gehört ein zertifiziertes Gebiet, das ausdrücklich der Waldtherapie gewidmet ist; dort führt der CAI Castiglione Sitzungen durch. Die Routen setzen damit unterschiedliche thematische Schwerpunkte: Der Anello di Santa Maria verbindet einen Rundweg mit einem Ort des Gedenkens, während Panorami montani Wälder und Waldtherapie in den Mittelpunkt stellt.

Landschaftliche Bezugspunkte

Der Regionalpark der Seen von Suviana und Brasimone grenzt an Castiglione dei Pepoli. Im Ort eröffnet der Aussichtspunkt an der Piazza Guglielmo Marconi den Blick auf das Valle del Brasimone. Der Lago di Santa Maria ist ein künstliches Becken aus dem Jahr 1917 und liegt am Torrente Brasimone. Aussichtspunkt und Becken sind unterschiedliche landschaftliche Bezugspunkte; die Angaben dazu benennen keine gemeinsame Route. Zusammen mit den Museumsräumen und Wanderwegen geben sie Ihnen verschiedene Themen an die Hand, um Castiglione dei Pepoli als Reiseziel einzuordnen.

Weitere Reiseziele entdecken: Imola, Tolè, Varignana-Palesio, Sassoleone, Rastignano-Carteria Di Sesto, Grizzana Morandi, Crespellano, San Marino.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bologna.

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