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Das Castello di Pavone entstand im 9. Jahrhundert als befestigte Umfriedung um einen dioritischen Felsvorsprung zum Schutz der örtlichen Bevölkerung. Diese frühe Anlage gibt einen konkreten Einstieg in die Baugeschichte von Pavone Canavese; daneben stehen mittelalterliche und barocke Kirchen sowie Naturwege, die unterschiedliche Landschaftsmerkmale zeigen.

Schlossgeschichte und Kirchen

Der Wehrturm des Castello wurde vermutlich im 11. Jahrhundert von den Bischöfen von Ivrea errichtet. Zwei spätere Daten markieren eine weitere Phase der Schlossgeschichte: 1870 wurde das Castello vom italienischen Staat enteignet; 1885 kaufte Alfredo d’Andrade es für 7.000 Lire und begann anschließend mit Restaurierungsarbeiten. Das Ricetto wurde auf demselben Hügel westlich des Schlosses errichtet.

Die Chiesa della Madonna delle Grazie stammt aus dem Mittelalter und wurde im Laufe der Zeit zu einem Wallfahrtsziel. Hinter dem Altar befindet sich ein Altarbild aus dem 18. Jahrhundert, das die Jungfrau Maria darstellt. Die Chiesa di San Rocco setzt einen anderen architektonischen Akzent: Wegen ihrer eleganten barocken Linien im Inneren und ihrer geschwungenen äußeren Formen ist sie ein Nationaldenkmal. So unterscheiden sich die Kirchen nach ihren beschriebenen Schwerpunkten: Wallfahrtsgeschichte und Altarbild auf der einen, barocke Innen- und Außenformen auf der anderen Seite.

Naturwege mit unterschiedlichen Landschaften

Der historische Naturlehrpfad Pavone Medievale beginnt an der Torre Porta. Er führt durch jahrhundertealte Wälder und kleine Feuchtgebiete sowie vorbei an großen, durch Gletscher geglätteten Felsen. Entlang der Route liegen außerdem halbkugelförmige Felsmulden und mittelalterliche Wachtürme, die zu den Mauern des Schlosses gehören. Damit treten geformte Felsen und mittelalterliche Wehrarchitektur neben die Wald- und Feuchtlandschaft.

Die Wege der Paraj Auta zeigen einen anderen Verlauf: Zunächst führen sie durch gepflegte Weinberge, danach durch Laubwälder am Südhang des Truc Bunfurnera. Sie reichen bis zur Abzweigung zur Sète d’la Madona, einer Gletschermühle. Von dort gelangt man zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den gesamten westlichen voralpinen Bogen des Piemont. Im Vergleich dazu stehen beim Pavone Medievale Feuchtgebiete, Felsformen und Wachtürme im Vordergrund, während die Paraj Auta Weinberge, Laubwald und den Aussichtspunkt verbinden.

Als Verbindung ist die Via Campestre vorgeschlagen. Sie soll die Wege der Paraj Auta in Pavone Canavese mit bereits bekannten Wegen auf der rechten Seitenmoräne des Ivrea-Moränenamphitheaters in den Gebieten von San Martino Canavese und Scarmagno verbinden. Die Linienführung kann aktualisiert werden. Wenn Sie diese Verbindung in Ihre Planung aufnehmen möchten, prüfen Sie daher den aktuellen Verlauf.

Produkte und Carnevale

Im De.Co.-Register der Gemeinde Pavone Canavese für 2025 sind Salame della rosa, Salampatata, Toma di capra und Tomino di capra aufgeführt. Die vier Namen geben konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie sich bei der Reiseplanung auch für das lokale Produktregister interessieren.

Der Carnevale di Pavone findet normalerweise am Sonntag nach dem Karneval von Ivrea statt. Dazu gehören die Castellani, Pfeifer und Musikkapellen ebenso wie allegorische Wagen, Reiter, maskierte Fußgruppen und Kutschen. Wenn Sie Ihren Aufenthalt nach der Veranstaltung ausrichten möchten, prüfen Sie den Termin der jeweiligen Ausgabe.

Weitere Reiseziele entdecken: Didiero, Settimo Torinese, Buriasco, Front, Pavarolo, Palazzo Canavese, Beaulard, Caselette.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Turin.

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