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Fertilia lässt sich über zwei unterschiedliche Themen entdecken: die Geschichte einer geplanten Gründungsstadt und die Naturthemen der Lagune von Calich. Stadtplanung, Architektur und Erinnerungssymbole geben der Ortsgeschichte konkrete Bezugspunkte; für Natur und Bewegung stehen Wege und Radverbindungen zur Orientierung. Wenn Sie ein Hotel in Fertilia suchen, können Sie den gewünschten Schwerpunkt zuerst nach diesen Themen wählen: historische Ortsentwicklung oder Aktivitäten im Freien.

Gartenstadtplanung und Erinnerung

Fertilia wurde am 8. März 1936 offiziell gegründet und nach dem Modell der Gartenstadt von Ebenezer Howard konzipiert. Zugleich hat der Ort Merkmale rationalistischer Architektur bewahrt, die mit den faschistischen Gründungsstädten der Zwischenkriegszeit verbunden sind. Zusammen zeigen diese Aspekte sowohl den städtebaulichen Ansatz als auch den historischen Zusammenhang, in dem Fertilia entstand.

Ein konkreter Bezugspunkt ist die Piazza Venezia Giulia. Ihr Grundriss ist exedraförmig und folgt dem ursprünglichen Plan des Ingenieurs Arturo Miraglia aus dem Jahr 1935. Das Planjahr liegt vor der offiziellen Gründung 1936: Die beiden Daten bezeichnen unterschiedliche Stationen, den Entwurf und die Gründung. Wer sich für Stadtplanung interessiert, kann an diesem Platz die konkrete Form des öffentlichen Raums mit der zeitlichen Entwicklung des Ortes verbinden.

Die Bronzestatue des geflügelten Löwen des heiligen Markus erinnert an julianische und dalmatinische Exilanten, die 1947 aus ihrer Heimat eintrafen. Das Ecomuseo Egea vermittelt die Erinnerung an eine heterogene Gemeinschaft, deren Angehörige fern ihrer Heimat ein Leben in Freiheit wiederaufbauten. Das Projekt Ecomuseo Egea erstreckt sich vom Museumspavillon „Ex Officine“ auf die Gründungsstadt Fertilia und ihre vielfältige Gemeinschaft. So reicht der Erinnerungsbezug über ein einzelnes Symbol hinaus und nimmt auch die Gemeinschaft in den Blick.

Auch die am Meer gelegene Piazza 9 maggio hat eine eigene Planungsgeschichte: In den Entwurfszeichnungen war sie mit einer Rotunde vorgesehen, die den über das Meer vorspringenden Bug eines Schiffes symbolisiert. Hier geht es um die Vorstellung in den Zeichnungen und um das maritime Bild, das die geplante Rotunde ausdrücken sollte.

Lagune, Wege und Küstenverbindungen

Die Lagune von Calich umfasst etwa 92 Hektar und ist durchschnittlich etwa 1,5 Meter tief. Auf nationaler und gemeinschaftlicher Ebene ist sie als Feuchtgebiet von hohem naturschutzfachlichem Wert anerkannt. Fläche und durchschnittliche Tiefe geben einen konkreten Maßstab; die Anerkennung ergänzt diese Angaben um die naturschutzfachliche Einordnung.

Zum Wegenetz des Naturparks Porto Conte gehören Naturwege rund um die Lagune. Außerdem führt ein Wander- und Radweg an ihr entlang in Richtung der römischen Brücke. Für die Orientierung lassen sich die beiden Hinweise unterscheiden: Naturwege rund um das Gewässer und ein Weg, dessen Richtung zur römischen Brücke angegeben ist.

Eine weitere Radverbindung verläuft entlang der Küstenstraße und verbindet Fertilia mit Alghero. Sie ist etwa 5 km lang. Anders als beim Weg an der Lagune, der in Richtung der römischen Brücke führt, sind hier zwei miteinander verbundene Orte benannt. Das macht den Unterschied zwischen einer Strecke mit genanntem Verbindungsziel und einem Weg mit angegebener Richtung gut nachvollziehbar.

Punta Negra ist ein kleiner Buchtstrand in der gleichnamigen Bucht an der Strecke von Fertilia in Richtung Porto Conte. Damit stehen neben den Wegen an der Lagune auch eine Küstenlandschaft und ein benannter Strand als eigene Themen für die Reiseplanung zur Verfügung. Die historischen Plätze und das Ecomuseo Egea sprechen Reisende an, die sich für Stadtentwicklung und Erinnerung interessieren; Lagune, Wege und Radverbindungen setzen andere Schwerpunkte.

Weitere Reiseziele entdecken: Banari, La Ciaccia, Ardara, Tissi, Martis, Santa Maria La Palma, Nulvi, Palmadula.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sassari.

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