Zum Inhalt

Das kulturelle Netzwerk Thàmus verbindet das historische Zentrum von Sassari mit Kulturschätzen im außerstädtischen Raum und fasst sie als Museums- und Kulturerbe-Rundgang zusammen. Von historischen Bauwerken und Sammlungen führt der Blick zu archäologischen Orten, Festtraditionen und lokalen Gerichten. Das kompakte historische Zentrum lässt sich vollständig zu Fuß erkunden; so können Sie Sassaris Geschichte Schritt für Schritt entdecken und Ihre Interessen in den Mittelpunkt stellen.

Baugeschichte und Sammlungen

Der Palazzo Ducale war die bedeutendste zivile Residenz von Sassari und ist heute Sitz der Stadtverwaltung. Über einen Laufsteg können im Palazzo fünf Kellerräume besichtigt werden. Sie gehörten zu Häusern aus dem 16. Jahrhundert und wurden bei Ausgrabungen freigelegt. An der Cattedrale di San Nicola lassen sich zwei weit auseinanderliegende Zeitmarken ablesen: Die Kirche wird erstmals im Condaghe di San Pietro di Silki aus den frühen Jahren des 12. Jahrhunderts erwähnt, ihre Fassade wurde im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts fertiggestellt.

Direkt neben der Kathedrale liegt das Museo Diocesano. Zu seinen Beständen gehören das Sakralsilber der Cattedrale, liturgische Gewänder und Ausstattungsstücke, kostbare Messbücher sowie Gemälde. Einen anderen Blick auf die Geschichte des Ortes eröffnet der heutige Besichtigungsweg am Barbakan des aragonesischen Schlosses: Er führt durch zwei übereinanderliegende Korridore, die jeweils etwa 80 Meter lang sind. Im unteren Korridor befinden sich noch 26 Schießöffnungen für Arkebusen.

Besuche und praktische Orientierung

Das Museo Archeologico Nazionale G. A. Sanna ist vollständig zugänglich und frei von architektonischen Barrieren. Da sich Angaben zur Zugänglichkeit ändern können, prüfen Sie diese Information vor Ihrem Besuch erneut. Für den Ausstellungsrundgang der Domus de Janas di Montalè gilt eine andere Bedingung: Er ist nur für Gruppen und Schulklassen nach vorheriger Reservierung zugänglich.

Das Touristeninformationsbüro InfoSassari bietet einzelnen Touristen, Gruppen und Tourismusfachleuten kostenlos Informationen auf Italienisch und in Fremdsprachen. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Servicedetails. Wenn Sie Linienverbindungen planen, bieten die Apps ATP SASSARI und AROUND SARDINIA Fahrkarten, Fahrpläne einschließlich Echtzeitinformationen sowie die Planung von Linienverbindungen. Ein Blick auf die Fahrpläne hilft, Ihre Wege entsprechend zu planen.

Festtraditionen und Sassareser Küche

Die Cavalcata Sarda findet jährlich statt; ihr Schwerpunkt liegt auf dem vorletzten Sonntag im Mai. Der zentrale Umzug führt am Sonntagvormittag etwa zwei Kilometer durch das Stadtzentrum, wobei mehr als 2.000 kostümierte Teilnehmer vorbeiziehen. Jährliche Programmdetails können variieren, daher lohnt es sich, für einen geplanten Besuch die Veranstaltungstermine zu prüfen. Auch die Faradda dei Candelieri di Sassari gehört zu den benannten Festtraditionen: Im Jahr 2013 war sie im Eintrag „Feste delle Grandi Macchine a Spalla“ des italienischen immateriellen Kulturerbes aufgeführt.

Zur lokalen Esskultur gehört Fainè, ein Gericht aus Kichererbsenmehl, das als identitätsstiftende Speise von Sassari gilt und sich in der Stadt weiterhin probieren lässt. Cordula, auch „cordhura intrecciadda“ genannt, ist ein traditionelles Gericht aus ineinander verflochtenen Lamm- und Schafsdärmen. In Sassari wird es vor allem mit Erbsen oder vom Grill zubereitet. Die beiden Gerichte geben einen konkreten Eindruck davon, wie unterschiedlich lokale Traditionen auch auf dem Teller Ausdruck finden.

Archäologie und Küstenlandschaften

Das prähistorische Heiligtum Monte d’Accoddi liegt wenige Kilometer von Sassari entfernt an der Straße nach Porto Torres und gilt als einzigartiger archäologischer Komplex im Mittelmeerraum. Seine 42 Meter lange, ansteigende Zugangsrampe führt bis zur Spitze des Heiligtums. Damit bietet der Ort einen weiteren archäologischen Blickwinkel neben den Bauwerken und Sammlungen im Stadtzentrum.

Porto Ferro ist ein von der Europäischen Union anerkanntes Besonderes Schutzgebiet (ZSC) und gehört zum Natura-2000-Netz. Zugleich eignet sich der Ort zum Surfen und Windsurfen; die Wellen werden durch Mistral-, West- und Südwestwinde geprägt. Porto Palmas zeigt einen anderen Küstenaspekt: Nahe dem Ufer ist der Meeresboden flach und sandig und eignet sich für Familien. Weiter draußen gibt es felsige Bereiche, die von Tauchbegeisterten genutzt werden. Der Küstenstreifen von Platamona wiederum erstreckt sich über die Gemeindegebiete von Porto Torres im Westen, Sassari im Zentrum und Sorso im Osten. Diese unterschiedlichen Merkmale helfen Ihnen, die Küstenthemen nach Ihren Interessen einzuordnen.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Alghero, Castelsardo, Marina Di Sorso, Platamona, Stintino, Uri, Valledoria, Sassari, Olmedo, Fertilia, Palmadula, Tottubella, Codrongianos, Santa Maria Coghinas, La Ciaccia, Sorso, Tula, Porto Torres, Perfugas, Lu Bagnu, Maristella, Sennori, Tergu, Villanova Monteleone, Ploaghe, Mores, La Muddizza, Santa Maria La Palma, Viddalba, Osilo, Ozieri, Ossi, Tissi, Usini, Benetutti, Chiaramonti, Nughedu San Nicolò, Villa Gorizia, Pattada, Santa Vittoria, Ittiri, Nulvi, San Nicola, Campanedda, Fiume Santo, Banari, Ardara, Martis, Sedini, Marritza, Padria, Bonorva, Cheremule, Torralba, Bono, Florinas, Muros, Bottidda, Bessude, Putifigari

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sardinien.