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Stintino verbindet sehr unterschiedliche Küstenbilder mit einer ausgeprägten maritimen Geschichte. An der Westseite, dem „mare di fuori“, wechseln sich hohe, zerklüftete Küstenabschnitte mit Sand- und Kiesbuchten ab. Die Ostküste, das „mare di dentro“ im Golf von Asinara, ist dagegen niedrig und geschützt. Wer seinen Aufenthalt plant, kann so zwischen Buchten und Stränden, Wegen durch die Natur und Einblicken in Fischerei und Seefahrt wählen.

Küsten, Buchten und Natur

La Pelosa zeichnet sich durch feinen weißen Sand und klares Wasser aus, das über viele Dutzend Meter sehr flach bleibt. An der nahe gelegenen La Pelosetta ist der Meeresboden ebenfalls flach und sandig; er eignet sich zum Schwimmen und Entspannen. Die kleine Insel vor La Pelosetta ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar. Prüfen Sie die Bedingungen vor Ort, bevor Sie hinübergehen.

Andere Uferabschnitte zeigen ein anderes Bild: Cala Lupo ist eine Bucht an der Westküste mit goldfarbenem Sand mittlerer Körnung, Felsen und mediterraner Macchia. Ihre klaren, tiefblauen Gewässer und der artenreiche Meeresboden eignen sich zum Schnorcheln und Tauchen. Auch Punta Negra bietet klares Wasser und einen artenreichen Meeresboden; dort stehen Schwimmen und Schnorcheln im Vordergrund. Die Teiche Cesaraccio und Pilo bilden eine natürliche Oase. Hier leben Purpurreiher, Seidenreiher und Eisvögel.

Wege und Ausflüge

Eine etwa 3,5 Kilometer lange Straße verbindet den Ort Stintino mit La Pelosa; auf dieser Verbindung verkehren Shuttlebusse. Für die Fahrtplanung lohnt sich ein Blick auf den Fahrplan. Stintino gehört außerdem zum Verbund Sentieri della Sardegna, der markierte und sichere Wege für Ausflüge umfasst.

Am Stagno di Casaraccio führt ein 1,7 Kilometer langer Weg entlang, der weder beim Gefälle noch beim Untergrund besondere Schwierigkeiten aufweist und zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden kann. Ein weiterer gut markierter, leichter Weg zur Torre del Falcone ist 2,2 Kilometer lang und ebenfalls für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen. Die unterschiedlichen Längen und Ziele geben eine konkrete Orientierung bei der Wahl einer Route, ohne die Wege gleichzusetzen.

Capo Falcone ist von Stintino über die Straße nach La Pelosa nach etwa fünf Kilometern erreichbar. In Felsspalten am Capo Falcone brütet der Wanderfalke; außerdem kommt dort der seltene Eleonorenfalke vor. Für eine andere Perspektive auf den Golf können Besucher beim Pescaturismo an Bord traditioneller Boote den Alltag der örtlichen Fischer erleben und die Gewässer des Golfs von Asinara erkunden.

Fischerei und maritime Tradition

Das Museo della Tonnara erzählt multimedial die Geschichte des Thunfischfangs im Golf von Asinara. Zu den ausgestellten Dingen zählen Fischereigeräte, Tagebücher, Zeitungsartikel, Kleidung der „Mattanza“, Bootsnachbildungen und Werke sardischer Künstler. Die Ausstellung „Gente di Tonnara“ zeichnet die Geschichte Stintinos und seiner Bevölkerung nach; sie ist in den Straßen des Ortes neben den Häusern ehemaliger Thunfischfänger eingerichtet.

Auch die Türme und Boote erzählen von der maritimen Vergangenheit. Der Torre della Pelosa kontrollierte die Meerenge von Asinara und stand in Sichtkontakt mit den Türmen auf Isola Piana und am Capo Falcone. Er wurde wahrscheinlich vor 1578 errichtet. Das Porto Museo delle Vele Latine im Porto Minori wurde im April 2023 eröffnet und beherbergt charakteristische Gozzi aus Stintinos Seefahrtstradition.

Die Regata della vela latina wurde 1983 ins Leben gerufen, um erhaltene Boote mit Lateinersegeln zu bewahren und das Interesse an diesem maritimen Geschichts- und Wissensgut neu zu beleben. Der Palio Remiero wird jedes Jahr am 8. September anlässlich des Patronatsfestes von der Sportvereinigung Canottieri Stintino organisiert. Am Strand Il Gabbiano bietet das Windsurf Center Windsurf- und Segelkurse für alle Niveaus an.

Stintino und Asinara planen

Zwischen Stintino und Asinara besteht eine maritime Passagierverbindung. Der Nationalpark Asinara ist von Stintino aus direkt erreichbar; von April bis Oktober gibt es direkte Abfahrten für Ausflüge. Prüfen Sie vor der Planung den Fahrplan und die Ausflugstermine. So lässt sich ein Besuch des Nationalparks als eigener Baustein neben Küstentagen, Wegen oder den maritimen Themen des Ortes einordnen.

Diese Themen eröffnen unterschiedliche Zugänge zum Ort und können die Entscheidung für die passende Reiseplanung leiten.

Weitere Reiseziele entdecken: Muros, Villa Gorizia, Putifigari, Cheremule, Olmedo, Mores, Valledoria, Palmadula.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sassari.

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