In Perfugas stehen sakrale Kunst und Naturgeschichte nebeneinander: Das Retablo di San Giorgio ist ein großformatiges Werk, während im MAP Pflanzenfossilien aus dem versteinerten Wald von Anglona ausgestellt sind. Hinzu kommen eine Landkirche auf vulkanischem Felsen und eine Flusslandschaft, in der sich Flussfauna beobachten lässt. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Kultur, Baugeschichte oder Naturbeobachtung ausrichten.
Retablo, Sammlung und Kirchenbau
Das Retablo di San Giorgio ist 8,60 Meter hoch und 6,40 Meter breit. Es besteht aus 52 mit Öl bemalten Holztafeln und ist im gotisch-aragonesischen Stil gestaltet. Format, Material und Stilrichtung geben dem Kunstwerk drei konkrete Merkmale: Es ist nicht nur über seinen Namen, sondern auch über seine Größe und Machart einzuordnen.
Das Museo Diocesano e Retablo di San Giorgio beherbergt außerdem eine Sammlung von Silberarbeiten und Goldschmiedekunst sowie Holzskulpturen aus verschiedenen Epochen. Das Museum befindet sich in der Pfarrkirche Santa Maria degli Angeli. Damit stehen neben dem Retablo auch unterschiedliche handwerkliche Materialien und Skulpturen im Blick. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet hier mehrere Facetten: bemalte Holztafeln, Silber- und Goldschmiedearbeiten sowie Holzskulpturen.
Ein anderes Architekturthema ist die Landkirche Chiesa di San Giorgio. Sie steht auf einem vulkanischen Felsen nahe einem imposanten Nuraghen, der der Kirche ihren Namen gab. Das Bauwerk stammt aus dem 15. Jahrhundert, besteht aus rotem Vulkanit und ist im gotisch-katalanischen Stil gehalten. Der Felsen beschreibt den Standort, der rote Vulkanit das Baumaterial; der nahe Nuraghe ergänzt den Ortsbezug um die Erklärung des Namens. So lassen sich Lage, Material und Stil als eigene Aspekte des Kirchenbaus betrachten.
Versteinerter Wald und Flusslandschaft
Im MAP – Museo Archeologico Paleobotanico sind Pflanzenfossilien aus dem versteinerten Wald von Anglona ausgestellt. Dieser Wald bildete sich vor 30 bis 15 Millionen Jahren. Der am Ufer des Rio Battana entdeckte versteinerte Wald ist für Besucher im MAP und an der Natur- und Landschaftsbeobachtungsstelle in der Località Monte Santu Selvadore zugänglich. Da sich die Zugangsmodalitäten ändern können, empfiehlt es sich, die Besuchsmöglichkeiten vorab zu prüfen.
Ein weiteres Naturthema bietet die Flusslandschaft Coghinas – Lago di Castel Doria. Entlang alter landwirtschaftlicher Wege lassen sich dort Flusslandschaften und die Flussfauna betrachten. Die beiden Naturthemen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Im MAP geht es um Pflanzenfossilien und die lange Entstehungsgeschichte des versteinerten Waldes; in der Flusslandschaft stehen Gewässer und Flussfauna im Mittelpunkt. So können Sie entscheiden, ob Sie sich eher für Erdgeschichte oder für die Beobachtung einer Flusslandschaft interessieren.
Besuch des Pozzo Sacro di Predio Canopoli
Für den Besuch des Pozzo Sacro di Predio Canopoli wenden Sie sich an das MAP – Museo Archeologico Paleobotanico di Perfugas. Nutzen Sie dafür die dort angegebenen Telefonnummern und Zeiten. Die Besuchsinformationen wurden am 30. April 2026 aktualisiert; da sich Zugangsmodalitäten ändern können, prüfen Sie diese Angaben vorab.
Die Themen in Perfugas reichen von einem einzelnen, großformatigen Kunstwerk über Sammlungen und Kirchenarchitektur bis zu Fossilien und Flussbeobachtung. Für die Wahl Ihres Schwerpunkts hilft die Unterscheidung zwischen den konkreten Motiven: sakrale Kunst und Handwerk, Bauweise und Standort oder Naturgeschichte und Flussfauna. So lässt sich die Suche nach einem Aufenthalt in Perfugas an den Entdeckungen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
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