In St. Leonhard In Passeier können Sie Kulturgeschichte und Aktivitäten im Freien nach unterschiedlichen Schwerpunkten erkunden. Das MuseumPasseier und die Jaufenburg geben Einblicke in Geschichte und Kunst; mehrere Wege unterscheiden sich durch Startpunkt, Verlauf und Ziel. Dazu kommen Möglichkeiten zum Radfahren, Klettern und Baden. So lässt sich die Auswahl für Ihren Aufenthalt an konkreten Interessen ausrichten.
Geschichte rund um Andreas Hofer und die Jaufenburg
Das MuseumPasseier in San Leonardo in Passiria widmet sich dem Freiheitskämpfer Andreas Hofer und vermittelt Tiroler Geschichte, besonders den Aufstand von 1809. In der Jaufenburg begegnet Ihnen ein anderer Schwerpunkt: In ihrer vierten Etage befinden sich Renaissancegemälde, die Bartlme Dill Riemenschneider 1538 schuf. Die Jaufenburg ist montags von 10:00 bis 13:00 Uhr geöffnet. Prüfen Sie vor der Reise den saisonalen Zeitplan.
Auch der Französische Soldatenfriedhof in St. Leonhard steht im Zusammenhang mit einer gewaltsamen Auseinandersetzung im November 1809. Dabei wurden 22 Passeirer Aufständische getötet; auf französischer Seite wurden 200 Soldaten und 30 Offiziere als tot gemeldet. Eine örtliche Schützenkompanie brachte 1959 am Friedhof eine Marmortafel an. Bei Ausgrabungen wurden dort 2013 ein Messer, Knochenreste und Kleidungsstücke gefunden, die auf ein entsprechendes Grab hindeuten. Diese Angaben geben dem historischen Thema einen weiteren, örtlich verankerten Bezug.
Wege nach Startpunkt und Verlauf auswählen
Der Norggensteig beginnt am Sandhof und folgt dem Weg Nr. 30 entlang der Passer bis zur Auerbrücke. In einem Waldabschnitt erzählen bebilderte Sagenstationen von den Norggen; dazu kommen Spielstationen und eine Picknickmöglichkeit auf einer kleinen Lichtung. Der Weg verbindet damit einen klar beschriebenen Verlauf mit Erzähl- und Spielstationen.
Der Andreas-Hofer-Rundweg startet am Tourismusbüro in St. Leonhard und führt zum geschichtsträchtigen Sandhof. Von dort geht es über den Gandellenweg Nr. 3A oder den Passerweg Nr. 30 zurück zum Ausgangspunkt. Der Passerschluchtweg setzt wiederum an der Dorfbrücke in St. Leonhard an und führt über Brücken und Kunststege am Fluss entlang in die Passerschlucht. Die Routen lassen sich nach ihren genannten Startpunkten und Zielen unterscheiden: Rundweg mit zwei Rückwegvarianten, Weg vom Sandhof bis zur Auerbrücke oder Verlauf in die Schlucht. Prüfen Sie vor dem Besuch den Status des Passerschluchtwegs.
Radfahren, Klettern und Wasser
Der Radweg Meran–St. Leonhard im Passeiertal ist eine leichte Radwanderung auf naturbelassener Strecke. Er ist etwa 20 km lang und weist einen Höhenunterschied von ungefähr 370 m auf. Für Kletterinteressierte liegt die Anlage Sportarena Passeier in Gänsboden in St. Leonhard Passeier. Sie verfügt über 400 m² Kletterfläche, eine 16 m hohe Wand und 101 Routen der Schwierigkeitsstufen 3a bis 8a; die maximale Routenlänge beträgt 19 m.
Das Erlebnis-Freibad St. Leonhard bietet eine Wasserrutsche, einen Wasserfall, einen Strömungssprudel, zwei Kinderbecken, Wassermassagen, Bodensprudler und Wasserliegen. Da der Betrieb saisonal ist, prüfen Sie die Betriebszeit für Ihren Reisezeitraum. Eine andere Möglichkeit am Wasser bietet die Naherholungszone mit dem Fischteich Sandwirt, die für Einheimische und Gäste frei zugänglich ist. Am Fischteich kann ohne staatliche Fischerlizenz geangelt werden.
Weitere Reiseziele entdecken: Marling, Naturns, Sankt Martin In Passeier, Moos In Passeier, Hafling, Unsere Liebe Frau Im Walde-St. Felix, Schenna und Gargazon.
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