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Diecimo verbindet religiöse Baugeschichte mit der Erinnerung an Giovanni Leonardi und konkreten Landschaftsbezügen. Das Oratorium San Martino in Greppo wurde 979 erstmals urkundlich erwähnt, die Pieve di Santa Maria a Diecimo hat drei Schiffe, und Leonardi wurde 1541 hier geboren. Dazu kommt ein Weg zur Pieve Matildica di Diecimo, der durch Olivenhaine im Talboden führt. Für einen Kulturaufenthalt ergeben sich so drei verschiedene Blickwinkel: historische Bauformen, Leonardis Lebensgeschichte und Landschaft entlang eines Weges.

Oratorium und Reisegeschichte

Das Oratorium San Martino in Greppo hat einen einzigen rechteckigen Saal und eine halbrunde Apsis. Seine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 979. In der Nähe wurde 1205 erstmals ein Hospitale erwähnt, das Reisenden diente, die das Serchio-Tal durchquerten. Die beiden Jahreszahlen liegen mehr als zwei Jahrhunderte auseinander und betreffen Unterschiedliches: hier einen religiösen Bau, dort eine Einrichtung für Reisende. So lässt sich die historische Bedeutung des Ortes sowohl über die Architektur als auch über den Reiseverkehr im Tal einordnen.

Zwei Grundrisse im Vergleich

Die Pieve di Santa Maria a Diecimo besitzt drei Schiffe und eine halbrunde Apsis. Sie bietet damit einen konkreten Vergleich zum Oratorium San Martino in Greppo: Beide Bauwerke haben eine halbrunde Apsis, doch das Oratorium besteht aus einem einzigen rechteckigen Saal, während die Pieve drei Schiffe hat. Ein Kirchenschiff ist ein längs gerichteter Bereich eines Kirchenraums; mehrere Schiffe gliedern den Innenraum in mehrere solcher Bereiche. So wird der Unterschied zwischen beiden Grundrissen verständlich, während ihre gemeinsame Apsisform erkennbar bleibt. Für kulturinteressierte Reisende bietet dieser Vergleich einen konkreten Zugang zu den Sakralbauten.

Giovanni Leonardi in Diecimo

San Giovanni Leonardi wurde 1541 in Diecimo bei Lucca geboren. Die Kapelle San Giovanni Leonardi befindet sich in seinem Geburtshaus. Dort hat auch die Vereinigung ihren Sitz; zu diesem Sitz gehört ein ihm gewidmetes Museum. Wenn Sie das Museum einplanen, klären Sie die Besuchsarrangements vor der Reise. Kapelle und Museum knüpfen an Leonardis Geburtshaus an und halten seine Erinnerung mit unterschiedlichen Schwerpunkten fest. Am 8. August 2006 wurde er zum Schutzpatron der Apotheker erklärt. Die Daten markieren zwei unterschiedliche Ebenen: 1541 steht für seine Geburt in Diecimo, 2006 für das Patronat. Damit erschließt sich neben der Baugeschichte auch die religiöse und biografische Bedeutung Leonardis.

Olivenhaine und Routenbezug

Der Weg zur Pieve Matildica di Diecimo führt durch Olivenhaine im Talboden. Die Via Matildica del Volto Santo erreicht Diecimo; dort wird auch die Pieve di Santa Maria erwähnt. Sie können Landschaftsinteresse und Routenbezug getrennt in Ihre Besuchsplanung aufnehmen.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Borgo A Mozzano.

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