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Ein Panoramablick über das Serchio-Tal, enge Gassen bergauf zum Castello und historische Kirchen geben Gioviano ein klares Profil. Wenn Sie für einen Aufenthalt Landschaft und Ortsgeschichte verbinden möchten, finden Sie unterschiedliche Anknüpfungspunkte: den Aussichtspunkt Prata, einen kurzen Spaziergang zum Oratorio di San Bartolomeo und weitere Spuren der lokalen Vergangenheit. Diese Ziele setzen verschiedene Schwerpunkte – vom Talpanorama über die Wege im Ort bis zu Bau- und Lebensgeschichten.

Aussicht und besondere Landschaftsformen

Der Aussichtspunkt Prata bietet einen Panoramablick über das Serchio-Tal. Hier steht die Sicht über das Tal im Mittelpunkt; der Antro della Paura setzt einen anderen Akzent. Die Höhle bei Gioviano ist im Kalkstein ausgebildet und hat die Form eines etwa 30 Meter langen Gangs, der sich zum Ende hin verengt. Im Vergleich der Ziele steht bei Prata das Panorama im Vordergrund, beim Antro die geologische Form mit Kalkstein und schmaler werdendem Gang.

Zu Fuß durch Gioviano

Von Gioviano aus erreicht man das Oratorio di San Bartolomeo über einen kurzen Spaziergang. Das Oratorium wurde in der Ortschaft Sartana vor dem Jahr 1000 gegründet. Damit kommen bei diesem Ziel eine konkrete Wegbeziehung und eine frühe historische Einordnung zusammen. Die engen, kurvenreichen Gassen Giovianos heißen Rughe und führen bergauf zum Castello. Für die Orientierung lassen sich die Ziele klar unterscheiden: Das Oratorio ist über einen kurzen Spaziergang erreichbar; die Rughe beschreiben den Verlauf bergauf zum Castello.

Kirchen, Oratorien und Burgspuren

Vom Castello di Gioviano sind heute nur einige Mauerfragmente erhalten. Die Rughe führen bergauf dorthin; auf dem Gelände des früheren Castello steht heute die Pfarrkirche. So treffen an diesem Ort die erhaltenen Reste der Burg und eine spätere Nutzung des Geländes aufeinander. Das Oratorio di San Rocco befindet sich in Gioviano und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Das Oratorio di San Bartolomeo in Sartana wurde vor dem Jahr 1000 gegründet. Die beiden Oratorien unterscheiden sich deutlich durch ihre historische Einordnung: San Bartolomeo reicht mit seiner Gründung weiter zurück als San Rocco.

Die Chiesa di Santa Maria Assunta wurde in mehreren Epochen erweitert und umgebaut, zuletzt 1920 nach dem Erdbeben. Zu ihrer Ausstattung gehören Fresken von Pellegrino Lamberti. Die Orgel stammt aus dem 17. Jahrhundert, wurde von Crudeli geschaffen und kürzlich restauriert. An der Kirche kommen somit Baugeschichte, Freskenmalerei und ein historisches Musikinstrument als unterschiedliche Aspekte zusammen.

Pietro Barsanti und die Ortsgeschichte

Pietro Barsanti wurde am 30. Juli 1849 in Gioviano geboren. Er war Mazzinianer und Freimaurer und wurde 1870 am Castello Sforzesco in Mailand erschossen, nachdem er in einen Aufstandsversuch verwickelt gewesen war. Am 2. Juni 2003 wurden seine sterblichen Überreste in einer feierlichen Zeremonie nach Gioviano überführt. Damit reichen die örtlichen Bezüge von Barsantis Geburt bis zur späteren Überführung seiner Überreste. Seine Geschichte eröffnet neben Kirchen, Oratorien und Burgfragmenten einen biografischen Zugang zur Vergangenheit Giovianos.

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