In Yokosuka treffen gestaltete Gärten, Hafenblicke und Zeugnisse der Marinegeschichte aufeinander. Der Verny Park verbindet Rosen und eine Uferpromenade, der Mikasa Park setzt mit Musikfontänen und Denkmälern eigene Akzente. Hinzu kommen die historischen Anlagen auf Sarushima und weitere Ziele im Yokosuka-Gebiet. So reicht das Spektrum von einem Spaziergang am Hafen bis zu Kultur- und Geschichtsthemen.
Gärten und Hafenblick im Verny Park
Der Verny Park hat eine Uferpromenade mit Blick auf den Yokosuka-Haupthafen, die sich für Spaziergänge eignet. In der Anlage liegen französische Blumenbeete, Springbrunnen und Pavillons im westlichen Stil. Der Park wurde im französischen Gartenstil gestaltet und Ende des japanischen Haushaltsjahres 2001 fertiggestellt. Rund 1.300 Rosen aus etwa 130 Sorten wachsen dort, überwiegend französische. Die Pflanzungen können sich saisonal verändern.
Auch die Büsten im Park erzählen von Personen, die mit seiner Geschichte verbunden sind: Sie zeigen den Ingenieur Verny und den damaligen Finanzmagistrat Oguri Kozukenosuke Tadamasa. Damit stehen Gartenanlage, Hafenpromenade und historische Erinnerung an einem Ort nebeneinander. Wer sich für Parkgestaltung interessiert, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei den Denkmälern und der Marinegeschichte des Mikasa Parks.
Fontänen, Denkmäler und Marinegeschichte
Der Mikasa Park steht unter dem Motto „Wasser, Licht und Klang“. Zu seinen Merkmalen gehören Fontänen, die sich zur Musik bewegen, sowie zahlreiche Denkmäler, darunter eines von 18 Metern Höhe. Die Stadt berichtet von einer laufenden Neugestaltung des Parks; Bauarbeiten können einzelne dieser Merkmale betreffen. Vom Park aus sind hinter der Mikasa Schiffe auf der Bucht von Tokio und Sarushima zu sehen.
Im weiteren Yokosuka-Gebiet empfiehlt die Japan National Tourism Organization das Schlachtschiff Mikasa aus dem 19. Jahrhundert als Sehenswürdigkeit. Das Schiff war im Russisch-Japanischen Krieg im Einsatz und gilt als eines der drei großen historischen Memorialschiffe der Welt. Die maritime Geschichte lässt sich so nicht nur über die Parkansicht, sondern auch über die Rolle der Mikasa einordnen.
Sarushima: Kulturerbe zwischen Grün und Festungsbauten
Sarushima ist als nationale historische Stätte ausgewiesen und in das japanische Kulturerbeprogramm Japan Heritage aufgenommen. Zwischen dichtem Grün sind ehemalige militärische Anlagen erhalten, darunter gemauerte Tunnel und Geschützstellungen. Bauwerke aus der Festungszeit gelten als wertvolles historisches Erbe. Wer sich für Geschichte interessiert, trifft hier auf erhaltene bauliche Zeugnisse, während der Verny Park vor allem mit Gartenanlagen und Hafenblick verbunden ist.
Die stadtweite Perspektive
Das Yokosuka Route Museum präsentiert die gesamte Stadt als ein „Museum“ miteinander verbundener Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse. Es stellt mehr als 60 Ziele aus Architektur, historischen Denkmälern, industriellen Wahrzeichen, Marinegeschichte, Parks und Gärten vor. Dieser Überblick macht deutlich, dass die Attraktionen im Yokosuka-Gebiet unterschiedliche Themen abdecken.
Das Yokosuka Museum of Art liegt direkt an der Bucht von Tokio und ist an drei Seiten von der üppigen Natur des Kannonzaki Prefectural Park umgeben. Für die Anfahrt fahren Keikyu-Busse vom Bahnhof Yokosuka oder vom Bahnhof Maborikaigan in Richtung Kannonzaki bis zur Haltestelle „La Vista Yokosuka Kannonzaki Terrace and Yokosuka Museum of Art“; anschließend sind es zwei Minuten zu Fuß. Da sich der Busbetrieb ändern kann, prüfen Sie die Verbindung vor der Fahrt.
Weitere Park- und Hafenerlebnisse
Der Kurihama Flower Park nutzt die natürliche Geländeform für seine grüne Parklandschaft. Zu den genannten Einrichtungen gehören Adventure Land mit einer Godzilla-Rutsche sowie ein Kräutergarten mit dem Fußbad Yuttari. Prüfen Sie vor Ihrer Reise die Verfügbarkeit dieser Einrichtungen.
Die Yokosuka Naval Port Cruise ist als 45-minütige Fahrt durch ruhige Gewässer der japanischen und amerikanischen Marinestützpunkte beschrieben. Dabei können Schiffe aus der Nähe zu sehen sein, darunter U-Boote und Versorgungsschiffe; Flugzeugträger sind nur zu sehen, sofern sie im Hafen liegen. Betrieb und Sichtbarkeit können variieren. Prüfen Sie deshalb vor der Planung das aktuelle Angebot und die Fahrtdetails.
Auch Einkaufen und Essen gehören zum Angebot im weiteren Yokosuka-Gebiet: Die Dobuita Street bietet auffällige Sukajan-Jacken mit aufwendigen Stickereien, darunter Vintage-Modelle und neue Jacken, sowie mehrere Pubs und Restaurants. Einzelne Betriebe können sich ändern. Der Yokosuka Navy Burger ist eine lokale Gourmetmarke auf Grundlage eines Rezepts nach Zubereitungsweise der japanischen Marine und wird in Geschäften rund um den Marinestützpunkt an Besucher verkauft.
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