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Am Eingang zum Poitschachgraben des Tiebelbaches treffen in Poitschach sakrale Baugeschichte, Erinnerungen an das Eisengewerbe und Routen zusammen. Für Ihre Reiseplanung ergeben sich daraus zwei Blickrichtungen: Sie können Kirche und Schloss als kulturgeschichtliche Themen betrachten oder die Wege durch den Graben in den Mittelpunkt stellen. So bleibt die Auswahl an konkreten örtlichen Merkmalen orientiert, ohne einen einzigen Ablauf vorauszusetzen.

Kirche, Schloss und Eisengeschichte

Die private Filialkirche „Vierzehn Nothelfer“ ist den Vierzehn Nothelfern geweiht und eine barocke Kirche. Auch der Hochaltar ist den Vierzehn Nothelfern gewidmet; ihre halbfigurigen Büsten sind farbig gefasst und vergoldet. Widmung und Ausstattung geben der Kirche ein klares sakrales Profil. Eine Einordnung des diözesanen Presseamts aus dem Jahr 2024 zählt sie zu den wenigen Gotteshäusern im Alpen-Adria-Raum, die als Gruppe den Vierzehn Nothelfern geweiht sind.

Die Geschichte des Eisengewerbes ist mit konkreten Jahreszahlen verbunden: 1591 wurde in Poitschach ein Eisenhammer eröffnet. Als die Kirche 1713 gegründet wurde, war der Ort ein aufstrebendes Zentrum des Eisengewerbes. Für die Ortsgeschichte stehen damit ein klar datiertes Ereignis und die wirtschaftliche Bedeutung des Eisens zur Zeit der Kirchengründung nebeneinander.

Schloss Poitschach ist ein zweigeschossiger Bau mit rechteckigem Grundriss und einem an der Südseite angebauten Turm. Ein Denkmalregistereintrag vom 19. Juni 2026 führt das Schloss aufgrund eines Bescheids gemäß § 3 unter Denkmalschutz.

Poitschacher Graben und Routen

Poitschach liegt am Eingang zum Poitschachgraben des Tiebelbaches. Die Tiebel hat den Graben im Laufe der Jahrhunderte geformt und hieß ursprünglich Feistritz. So ergänzen Gewässergeschichte und historische Ortsnamen die Bau- und Industriegeschichte um eine landschaftliche Perspektive.

Zwei nach Namen bezeichnete Radwege führen über Poitschach. Der R 2 C Turracher Radweg führt von Feldkirchen über Poitschach und Himmelberg zur B 95 Turracher Straße. Der R 5 B Gurk Radweg führt über Wachsenberg nach Poitschach und mündet dort in den R 2 C Turracher Radweg.

Die Tour durch den Poitschacher Graben ab Feldkirchen ist 20 Kilometer lang und eignet sich für Radfahrer, Läufer und Spaziergänger. Fürs Wandern ist eine Route mit konkreter Ortsfolge benannt: Sie führt von Waiern über Metzing und Kraß durch den Poitschacher Graben nach Poitschach und über Powirtschach zurück. Eine alternative Rückkehrvariante im näheren Umfeld des Reiseziels verläuft über Schleichenfeld und Tobitsch und weist einige Höhenmeter auf.

Die Routen unterscheiden sich nach den Angaben, die bei der Planung Orientierung geben: Für die Tour ab Feldkirchen sind Länge und Nutzungsformen genannt; bei der Wanderung helfen die Ortsfolge und die beschriebene Rückkehr, den Verlauf nachzuvollziehen. Die Variante über Schleichenfeld und Tobitsch ergänzt diese Auswahl um den Hinweis auf einige Höhenmeter. So können Sie die Wege danach vergleichen, ob Ihnen eine bezifferte Tour mit mehreren genannten Bewegungsformen oder eine Wanderung mit klar benanntem Verlauf entgegenkommt.

Weitere Reiseziele entdecken: Stiegl, Gnesau, Bodensdorf, Vorwald, Hochrindl-Kegel, Albeck, Rennweg, Hochrindl

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Feldkirchen.

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