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In Eberstein treffen Wehrkirchenbau, Schloss und Kärntner Volksliedkultur auf ein Naturdenkmal und mehrere Wanderwege. Sie können sich an Bauwerken und Musik orientieren, das Felsentor kennenlernen oder Rundwege mit ihren unterschiedlichen Verläufen vergleichen.

Wehrkirche, Schloss und Volkslied

Die Pfarrkirche Hohenfeistritz ist eine spätgotische Wehrkirchenanlage mit Tor- und Mauerturm. Sie liegt auf etwa 1.000 m an einem Ausläufer der Saualpe und wurde zwischen 1446 und 1491 als einheitlicher Bau errichtet. Wer sich für Kirchenbau interessiert, findet hier sowohl den klar benannten Bautyp als auch Angaben zu Lage und Entstehungszeit.

Schloss Eberstein thront über Eberstein und umfasst 6.000 m². Im Vergleich zur Kirche rücken beim Schloss vor allem seine Lage über dem Ort und seine Fläche in den Vordergrund; beide Bauwerke geben dem Kulturteil unterschiedliche Anhaltspunkte.

Im Kärntner Volksliedhaus wirkten Justinus Mulle, Gerhard Glawischnig und Günther Mittergradnegger. Vor dem Haus steht der Liederbrunnen, an dem auf Knopfdruck die Lieder der dort gewürdigten Kärntnerlied-Schöpfer erklingen. Wenn Sie den Brunnen als festen Programmpunkt einplanen, prüfen Sie vorab seine aktuelle Funktion. Haus und Brunnen verbinden so die Namen der Liedschöpfer mit einem konkreten musikalischen Bezug.

Felsentor und Naturerlebnisse

Das Felsentor von Eberstein ist ein amtlich attestiertes Naturdenkmal. Sein Felsbogen ist 16 m breit und 11 m hoch. Ein beschilderter Wanderweg führt in etwa 20 Minuten dorthin. Wenn Sie den Weg nach schwerem Unwetter nutzen möchten, prüfen Sie die Wegverhältnisse vor Ort.

Der Ebersteiner Wildschweinpfad ist als Rundgang angelegt. Zu seinen Stationen gehören eine Wipfel-Aussichtsplattform, ein Beobachtungspunkt in sicherem Abstand und eine Wildschweinschule. Eine Begegnung mit Wildschweinen ist dabei nicht garantiert; die genannten Einrichtungen bilden die konkreten Themen des Rundgangs.

Auch der Silberschatzweg ist ein Rundweg. Er beginnt in St. Oswald am Begegnungsgarten des Biolandhaus ARCHE. Am Weg liegt eine ehemalige Silbermine aus dem 16. Jahrhundert, die heute als 3 × 2 m große Resthöhle erhalten ist. So lässt sich ein benannter Weg mit einem greifbaren Zeugnis der früheren Silbergewinnung verbinden.

Wanderwege nach Verlauf auswählen

Der Bibelwanderweg in Eberstein hat 15 Stationen und endet an einem Kneippbecken hoch über Eberstein. Ein anderer Rundweg, der Steinmarquelle und Kneippbecken verbindet, führt von St. Oswald über die Steinmar-Gnadenquelle zum Kneippbecken und wieder zurück. Bei der Auswahl unterscheiden sich die Wege damit vor allem durch ihren Verlauf: Beim Bibelwanderweg sind Stationen und Endpunkt prägend, bei der Steinmar-Runde die Rückkehr zum Ausgangspunkt.

Für weitläufige Wanderungen ist Eberstein ein idealer Ausgangspunkt. Auch für abwechslungsreiche Mountainbiketouren eignet sich der Ort als Ausgangspunkt. Wer lieber einem benannten Streckenverlauf folgt, kann den Görtschitztalweg (R7A) einordnen: Er führt auf rund 64 Kilometern von Klagenfurt über Eberstein bis nach Hüttenberg. Anders als die beschriebenen Rundwege verläuft diese Radroute also über mehrere genannte Orte.

Ein regionaler Bezug

Eberstein ist die Heimat des Kärntner Blondviehs, einer Urrinderrasse Kärntens. Dieses Thema ergänzt die baulichen, kulturellen und landschaftlichen Seiten des Ortes um einen regionalen Bezug.

Weitere Reiseziele entdecken: Kaindorf, Knappenberg, Metnitz, Straßburg, Frauenstein, Krobathen, Hüttenberg, Treffling.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sankt Veit An Der Glan.

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