Kaindorf lässt sich über konkrete Bau- und Kunstmerkmale ebenso kennenlernen wie über Abschnitte zweier Wanderwege. Ein dreigeschossiger Getreidespeicher und ein lebensgroßes Fassadenbild setzen kulturelle Akzente; die Wege lenken den Blick auf unterschiedliche Merkmale von Landschaft und Verlauf. So bietet der Ort mehrere konkrete Themen, anhand derer Sie Ihren Aufenthalt ausrichten können.
Bauwerk und Fassadenbild
Der Neritscher Kasten ist ein dreigeschossiger Getreidespeicher in Blockbauweise auf gemauertem Fundament. Nutzung und Konstruktion sind damit gleichermaßen greifbar. Die drei Geschosse beschreiben die Gliederung, die Blockbauweise die Konstruktionsart und das gemauerte Fundament die bauliche Grundlage. Für an Baukultur Interessierte liegt der Reiz in dieser Verbindung von Nutzung und Aufbau. Blockbauweise bezeichnet eine Wandkonstruktion aus übereinanderliegenden Holzstämmen.
Eine andere kulturelle Besonderheit ist die Fassadenmalerei Stromberger. Sie zeigt den heiligen Christophorus lebensgroß an der Fassade des Cafè Stromberger bei der Tankstelle in Kaindorf. Motiv, Maßstab und Fassadenbezug bilden die Besonderheiten des Werks. Anders als beim Neritscher Kasten, dessen Interesse in Nutzung und Konstruktion liegt, steht hier ein religiöses Bildmotiv im Zentrum. Wer sich für sakrale Bildkunst interessiert, kann dieses Werk als eigenen Zugang zur Ortskultur einordnen.
Wanderwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Der Hemmapilgerweg führt von Hochrindl nach Weitensfeld und erreicht nach einem kurzen Waldabschnitt die Siedlung Kaindorf. Für den Kaindorf-Abschnitt sind Untergrund und Landschaft konkret: Der ebene Schotterweg verläuft nach Osten durch Wiesen und Felder bis zur Bundesstraße. In Kaindorf wird auf dem Hemmapilgerweg außerdem eine kleine Brücke überquert. Die Kombination aus Richtung, Wegoberfläche und Landschaft gibt Ihnen mehrere Anhaltspunkte, um diesen Abschnitt einzuordnen.
Beim Kirchenwanderweg stehen andere Wegmerkmale im Vordergrund. Nach der Kirche Hl. Aemilian führt der Weg bergab in Richtung Kaindorf weiter; nach dieser Fortsetzung überquert er die Gurkbrücke. Außerdem bietet der Kirchenwanderweg Ausblicke auf die Gurktaler Landschaft. Kirchenbezug, Abwärtsrichtung, Brücke und Aussicht geben diesem Weg einen eigenen thematischen Schwerpunkt.
Für die Wahl zwischen den Wegen können Sie sich an diesen Unterschieden orientieren: Beim Hemmapilgerweg prägen im Kaindorfer Abschnitt der ebene Schotterweg, die Richtung nach Osten und die Wiesen- und Feldlandschaft das Bild. Beim Kirchenwanderweg rücken die Kirche Hl. Aemilian, der bergab führende Verlauf Richtung Kaindorf, die Gurkbrücke und die Ausblicke auf die Gurktaler Landschaft in den Vordergrund. So können Sie abwägen, ob Sie sich eher für Wegoberfläche und Landschaftsfolge oder für Kirchenbezug und Aussicht interessieren.
Da sich Routenbeschreibungen ändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Verlauf des jeweiligen Weges.
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