Sittersdorf lässt sich über mehrere klar unterscheidbare Interessen erschließen: eine Wanderung mit markantem Kamm, ein kleiner See mit Erlebnisbad, Zeugnisse sakraler Baugeschichte und eine überlieferte Weintradition. So können Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise wählen, statt den Ort auf nur einen Ausflug zu reduzieren.
Wandern, Radfahren und der Sonnegger See
Die Wanderung Sittersdorfer Berg und Jegartkogel beginnt beim Gehöft Schwarz, vulgo „Volina“. Von dort führt sie durch einen Kiefernwald zum aussichtsreichen, felsdurchsetzten Kamm des Sittersdorfer Berges. Unterwegs verläuft die Route an der Höhle „Reitluckn“ vorbei und führt durch felsige Formationen sowie lichte Waldpassagen. Sie erreicht den Jegartkogel; von dort reicht der Blick zu den Steiner Alpen, zum Hochobir und Klein Obir, ins Jauntal und zu den Hohen Tauern. Wald, Fels und Fernblicke geben dieser Tour ihren eigenen Charakter.
Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, kann die regionale 6-Seen-Tour als Ganztagesausflug einordnen. Die familienfreundliche Tour ist rund 54 km lang und führt um den Klopeiner See, den Kleinsee, den Turnersee, den Gösselsdorfer See, den Sonnegger See und den Pirkdorfer See sowie zurück. Sie umfasst damit eine größere Seenrunde und ist nicht auf Sittersdorf beschränkt. Da saisonale Bedingungen variieren können, empfiehlt sich vor dem Start ein Blick auf die aktuellen Verhältnisse.
Der Sonnegger See liegt in der Gemeinde Sittersdorf und ist ungefähr 1,7 ha groß. Zum Erlebnisbad am See gehören eine große Liegewiese, eine Wasserrutsche und ein Restaurant. Auch das Acoustic Lakeside Festival ist am Sonnegger See verankert und seit 2006 eine etablierte Tradition. Wenn Sie Ihre Reise nach einem Festivaltermin ausrichten möchten, prüfen Sie vorab die konkreten Veranstaltungsdaten.
Kirchen, Geschichte und Wein
Die Pfarrkirche Sittersdorf/Žitara vas hat einen im Kern romanisch-gotischen Bau. Sie wird von einer Mauer sowie einem romanischen Karner aus der Mitte des 12. Jahrhunderts umgeben. Eine andere Baugeschichte zeigt die Pfarrkirche St. Philippen ob Sonnegg/Št. Lipš: Ihr Bau ist im Kern romanisch und wurde im Barock erweitert. Die Kapelle der Heiligen Helena in Sittersdorf wurde erstmals 1154 erwähnt. Diese Bauwerke bieten unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte, ohne dass Sie dafür eine einzige Epoche in den Mittelpunkt stellen müssen.
Auch die frühere Verkehrs- und Handelsgeschichte ist im Ortsbild der Region verankert: Die historische Straße durch Sittersdorf war Teil der Salz- und Eisenstraße. Sie führte von Völkermarkt über Eberndorf und Sittersdorf nach Eisenkappel und über den Seebergsattel. Sittersdorf ist außerdem Mitgliedsgemeinde des Karawanken UNESCO Global Geoparks. Zusammen mit den Kirchen lässt sich so neben Naturerlebnissen auch ein Blick auf die Kultur- und Regionalgeschichte in die Reiseplanung aufnehmen.
Wein gehört ebenfalls zur Ortsgeschichte. In Sittersdorf wird seit Jahrhunderten Wein angebaut; die Tradition wurde in jüngerer Zeit wiederbelebt. Historisch war Sittersdorf der einzige Ort Kärntens, an dem der Wein „Sittersdorfer Rötel“ angebaut wurde. Beim jährlich im September stattfindenden Weinfest können Sie Weine der ansässigen Winzer verkosten, darunter Zweigelt, Chardonnay und Cabernet. Wenn das Fest ein Anlass für Ihre Reise ist, prüfen Sie vorab den konkreten Veranstaltungstermin.
Für Ihre Wahl des Reiseziels geben die Themen unterschiedliche Orientierung: Die Wanderung führt an den Sittersdorfer Berg und zum Jegartkogel, der See verbindet eine landschaftliche Station mit den genannten Einrichtungen, und Wein sowie Kirchen erschließen die Ortsgeschichte. Überlegen Sie, welcher Schwerpunkt zu Ihrem Aufenthalt passt, und wählen Sie Sittersdorf entsprechend als Ziel für Natur, Kultur oder Weintradition.
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