Ebersbrunn lässt sich über Weinbau und Ortsgeschichte kennenlernen – und auf einem Spaziergang verbinden sich beide Themen mit der Landschaft. Die Hohenwarth-Mühlbach Route 3 führt vom Dorfplatz ostwärts durch einen Hohlweg und Wald, an Weingärten vorbei und weiter zur Hiata-Hütte. Dort geht es um das Leben eines Weingartenhüters; im Ort erinnern außerdem die Augustinuskapelle und historische Daten an die lange Geschichte Ebersbrunns. Für die Planung bieten sich damit unterschiedliche Schwerpunkte: Wein und Kulinarik, eine Runde zu Fuß oder ein Blick auf die örtlichen Erinnerungsorte.
Weinbau und Offene Kellertüren
Ebersbrunn hat eine lange Weinbautradition. Das Klima am Südabfall des Weinviertels zum Wagram beziehungsweise zum Donautal, die leicht sandigen Löss-, Lehm- und Schotterböden sowie die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht während der Reifezeit begünstigen fruchtige und pikante Weißweine. Bei der Weinproduktion haben zugleich die Rotweinsorten Blauer Zweigelt und Blauburger an Bedeutung gewonnen. So stehen die durch Klima, Böden und Reifezeit begünstigten Weißweine neben zwei Rotweinsorten, die für Ebersbrunn wichtiger geworden sind.
Bei den alljährlichen Offenen Kellertüren bieten die einzelnen Weingüter ihre Weine zusammen mit kulinarischen Genüssen an. Das ist ein Anlass, Wein und Essen gemeinsam in die Reiseplanung einzubeziehen. Die konkreten Termine und teilnehmenden Weingüter können variieren; klären Sie deshalb vorab, wann die Offenen Kellertüren stattfinden.
Zu Fuß zur Hiata-Hütte
Die Hohenwarth-Mühlbach Route 3 ist ein einfacher Spazierweg über 5,1 Kilometer. Die Gehzeit beträgt etwa 1 Stunde und 15 Minuten; hinzu kommen 108 Höhenmeter. Vom Dorfplatz Ebersbrunn verläuft die Route ostwärts, zunächst durch einen Hohlweg und Wald, dann an Weingärten vorbei. Sie führt über die Straße und entlang von Schotter- und Weinterrassen zur idyllischen Hiata-Hütte, bevor der Weg zurück nach Ebersbrunn geht. Die ungefähre Gehzeit bietet einen zeitlichen Anhaltspunkt für die Runde.
Die Hiata-Hütte wurde von Anton Kisser, dem letzten Weingartenhüter in Ebersbrunn, vorbildlich renoviert und gibt Einblicke in das Leben eines Weingartenhüters. Damit verbindet die Route Landschaftsabschnitte mit einem Thema der örtlichen Weinbaugeschichte. Wegbedingungen und Beschilderung können sich ändern; prüfen Sie diese deshalb vor dem Aufbruch.
Ortsgeschichte und Kapelle
Ebersbrunn wurde erstmals 1110 in einer Urkunde des Stiftes Melk erwähnt. Die erste urkundlich belegte Form des Ortsnamens lautet Eberichesbrunnen. Auch die Pfarrzugehörigkeit hat einen konkreten historischen Bezug: Seit 1759 gehört Ebersbrunn zur Pfarre Hohenwarth, nachdem es aus dem Pfarrsprengel Ravelsbach ausgeschieden war.
Im Ort steht außerdem die dem heiligen Augustinus geweihte Ortskapelle; sie steht unter Denkmalschutz. Zusammen mit der Hiata-Hütte bietet sie einen weiteren Anknüpfungspunkt für einen Blick auf das lokale Erbe: Die Kapelle verweist auf die religiöse Geschichte, während die Hütte Einblicke in das Leben eines Weingartenhüters gibt.
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