Vor mehr als 2.000 Jahren war der zwischen Roseldorf und Platt gelegene Sandberg ein bedeutendes Zentrum keltischer Kultur. Dort entstand die größte derzeit bekannte keltische Zentralsiedlung Österreichs. Der Sandberg ist rund 340 Meter hoch. Der Keltenturm auf dem Sandberg ist ein Aussichtsturm mit Blick über das Schmidatal, das Retzer Land und das Pulkautal. So verbindet dieser Ort einen kulturhistorischen Schwerpunkt mit einem konkreten Aussichtspunkt.
Keltische Geschichte und Ausgrabungen
Münzfunde aus Roseldorf weisen auf Handelsbeziehungen ins Rheinland, nach Bayern, ins Prager Umland und in den pannonisch-ungarischen Raum hin. Sie ergänzen die Geschichte der Siedlung um Hinweise auf Verbindungen in verschiedene Richtungen. Einen Überblick über die Ausgrabungen der Keltensiedlung am Sandberg zwischen Roseldorf und Platt sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse vermittelt der Schauraum im Weingut Zöchmann Reinhard, Roseldorf 29. Die Münzfunde und die Ausgrabungsergebnisse eröffnen unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Sandbergs.
Kirche und Mühlendenkmal
Die fertiggestellte Kirche in Roseldorf wurde bereits 1280 geweiht. Die Liste des Bundesdenkmalamts vom 23. Juni 2026 führt die katholische Pfarrkirche Mariae Geburt in Roseldorf als denkmalgeschützt; die Unterschutzstellung erfolgte per Bescheid gemäß § 3.
Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte greift das Mühlendenkmal auf. Stroj zog ein Mühlrad, ein Kammrad und eine Laterne (Stockgetriebe) als Grundlage für die drei Skulpturen heran. Aufgestellt wurden sie entlang des nicht mehr vorhandenen Mühlbachs von Roseldorf. Beim Abschreiten der einzelnen Stationen entsteht beim Betrachter eine imaginäre Rekonstruktion des Gesamtmechanismus. Die Motive und ihre Abfolge geben dem Denkmal damit eine technische wie räumliche Lesart.
Radfahren rund um Roseldorf
Ein rund 370 Meter langer Geh- und Radweg beginnt am westlichen Ortsbeginn bei der Abzweigung Richtung Sitzendorf an der Schmida. Er verläuft südlich der Landesstraße B 2 bis zur Kreuzung mit der L 1146. Direkt an diesen Geh- und Radweg angebunden ist die regionale Radroute „Riesling“. Für die Planung sind damit sowohl der kurze lokale Abschnitt als auch seine Verbindung zur regionalen Route benannt.
Kellergasse und Einkehr
Die Roseldorfer Kellergasse liegt nördlich des Ortes und verläuft entlang eines Hügels. Zur Kellergasse gehören der Buschenschank des Weinguts Zöchmeister und eine Spritzerrast zur Selbstbedienung. Da sich die Betriebsarrangements ändern können, prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob beide Angebote während Ihres Aufenthalts verfügbar sind.
Roseldorf als Übernachtungsziel
Bei der Wahl des Aufenthalts können unterschiedliche Interessen den Ausschlag geben: Wer vor allem Kulturgeschichte sucht, kann Sandberg, Ausgrabungen und Mühlendenkmal in den Mittelpunkt stellen. Wer Radfahren einbeziehen möchte, findet mit dem rund 370 Meter langen Geh- und Radweg und seiner direkten Anbindung an die Route „Riesling“ einen konkreten Planungsansatz. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Roseldorf suchen, können Sie so zuerst entscheiden, ob Kultur oder Radfahren den Aufenthalt stärker prägen soll.
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