Für einen Aufenthalt in Furth bei Göttweig stehen unterschiedliche Themen zur Wahl: Kunst und Baugeschichte, lokale Weinbaugeschichte sowie der landschaftsprägende Hohlweg Zellergraben. Eine konkrete Planungsgröße ist der Fußweg zum Stift Göttweig; seine ungefähre Gehzeit und der Höhenunterschied helfen, den Tag realistisch einzuteilen.
Kunst und Baugeschichte
Das Museum im Kaisertrakt ist das älteste Museum in Niederösterreich. Im Benediktinerstift Göttweig besitzt die barocke Kaiserstiege ein Deckenfresko von Paul Troger. So reichen die Kulturthemen vom Museum bis zu einem konkreten Beispiel barocker Architektur und Malerei.
Zwei weitere Zeugnisse führen in die Mitte des 15. Jahrhunderts: Bei der Pfarrkirche mit Meierhof des Stiftes Göttweig ist der spätgotische Chor erhalten; in der Hauptkrypta der Stiftskirche befindet sich die Göttweiger Pietà, eine Holzskulptur aus derselben Zeit. Die Pietà wurde 1880 überarbeitet. Durch den nördlichen Kryptenraum gelangt man in einen erhaltenen gotischen Kreuzgangflügel, der als Lapidarium eingerichtet ist.
Zellergraben: Lösswände und Tierbeobachtungen
Der Hohlweg Zellergraben ist durch landschaftsprägende Lösswände von mehr als zehn Metern Höhe gekennzeichnet. Aufgrund seiner geologischen Bedeutung wurde er zum Naturdenkmal erklärt. Damit ist der Graben sowohl als geologische Besonderheit als auch als charakteristisches Landschaftselement interessant.
Am Hohlweg können Bienenfresser, Ziesel, Smaragdeidechsen und seltene Schmetterlingsarten beobachtet werden. Das Naturthema umfasst damit nicht nur die Lösswände, sondern auch mögliche Tierbeobachtungen an diesem benannten Ort.
Zu Fuß, mit Rad und Bahn planen
Der Fußweg von Furth/Göttweig zum Stift Göttweig ist 2,8 Kilometer lang, umfasst etwa 200 Höhenmeter und dauert ungefähr 45 bis 60 Minuten. Beziehen Sie neben der Distanz auch den Anstieg und die ungefähre Gehzeit in Ihre Tagesplanung ein. Die Wegbedingungen können variieren; eine Prüfung vor dem Aufbruch ist sinnvoll.
Für Radtouren rund um das Gemeindegebiet empfiehlt die Marktgemeinde Furth bei Göttweig die Fladnitztal-Radroute. Der Fremdenverkehrs- und Verschönerungsverein Furth bei Göttweig stellt außerdem eine Wanderkarte für F2 Waxenberg–Mammutbäume bereit. Die Wanderkarten werden aktuell gepflegt und online veröffentlicht. So stehen für die Planung eine Radempfehlung für Touren rund um das Gemeindegebiet und eine benannte Wanderkarte zur Verfügung.
Bahnanschlüsse bestehen bis Paudorf beziehungsweise Furth/Göttweig. Prüfen Sie die Fahrpläne vor der Reise.
Weinbaugeschichte und Unterkunftssuche
Der Wein-Kultur-Keller in Furth bei Göttweig zeichnet die Geschichte des Weinbaus vom Ende der Feudalherrschaft ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er-Jahre nach. Das ergänzt die Kulturthemen um einen eigenen Bezug zur lokalen Weinbaugeschichte.
Kunst und Baugeschichte, Naturbeobachtung oder Bewegung prägen den Tagesablauf unterschiedlich. Der Fußweg zum Stift liefert dafür eine konkrete Orientierung zu Zeitbedarf und Höhenmetern; planen Sie den Aufenthalt nach den Themen, die Sie tatsächlich einbeziehen möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Gedersdorf, Senftenberg, Weißenkirchen In Der Wachau, Droß, Krems An Der Donau, Lengenfeld, Spitz, Neuweidling.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Krems-Land.