Krems an der Donau bietet mehrere unterschiedliche Zugänge zu einem Kulturaufenthalt: die Gozzoburg als ungewöhnliches Bürgerpalais, das Steiner Tor als Wahrzeichen, die Kunstmeile und den Welterbesteig Wachau 01 Richtung Dürnstein. So lässt sich zwischen Stadtgeschichte, Kunst und einer Route durch die Weinlandschaft unterscheiden.
Gozzoburg und Steiner Tor: Baugeschichte in zwei Formen
Die Gozzoburg ist keine herkömmliche Burganlage, sondern das in Größe und Ausstattung einzigartige Wohn- und Arbeitspalais eines Kremser Bürgers. Im Wappensaal befindet sich eine der ältesten erhaltenen Balkendecken Österreichs: Die Holzdecke besteht aus 24 gehackten Fichtenstämmen und stammt aus der Zeit um 1255. Ihre Lage in einem Wohn- und Arbeitspalais statt in einer klassischen Burganlage gibt der Baugeschichte einen besonderen Akzent. Material, Zahl der Stämme und ungefähre Datierung machen die Decke zu einem konkreten Beispiel für die Architekturgeschichte des Ortes.
Das Steiner Tor setzt einen anderen historischen Akzent. Es ist das einzige erhaltene Stadttor und zugleich ein Wahrzeichen von Krems. Zusammen mit der Gozzoburg stehen damit zwei unterschiedliche Bauformen im Blick: hier das Stadttor, dort das Wohn- und Arbeitspalais. Wer Krems über seine Architektur erschließen möchte, kann diese Unterschiede als Orientierung nutzen, statt die Stadtgeschichte auf einen einzigen Gebäudetyp zu reduzieren.
Kunstmeile und Stadterkundung
Die Kunstmeile Krems vereint mehrere Kunstinstitutionen in fußläufiger Entfernung. Während Gozzoburg und Steiner Tor einzelne Bauwerke ins Zentrum rücken, steht bei der Kunstmeile der Zusammenschluss mehrerer Kunstinstitutionen im Vordergrund. Sie können diesen Schwerpunkt in Ihre Planung aufnehmen und ihn mit dem Interesse an den historischen Bauwerken verbinden. Damit bietet Krems unterschiedliche kulturelle Themen, ohne dass daraus eine feste Besuchsfolge vorgegeben ist.
Auch für die Erkundung der Altstädte gibt es verschiedene Formate. Mit dem e-BUSSI wird eine Stadtrundfahrt durch die Altstädte von Krems und Stein angeboten. Daneben findet von April bis Oktober an jedem zweiten Donnerstag eine Nachtwächterführung statt. Die Angebote setzen unterschiedliche Akzente: Die Rundfahrt umfasst beide Altstädte, die Führung bietet einen thematischen Termin mit saisonalem Rhythmus. Wenn Sie eines der Angebote fest einplanen möchten, prüfen Sie vorher die aktuellen Zeiten und Termine.
Route nach Dürnstein und Anreise
Eine weitere Möglichkeit, den Aufenthalt auszurichten, ist der Welterbesteig Wachau 01. Die Route führt von Krems nach Dürnstein, durch die historischen Stadtviertel von Krems und Stein, durch Kellergassen und in die Kremstaler und Wachauer Steinterrassen-Weinlandschaft. Damit unterscheidet sie sich von einer Rundfahrt, die sich auf die Altstädte konzentriert: Der Weg schließt auch die benannte Weinlandschaft und Dürnstein als Ziel ein. Für Ihre Planung können Sie also abwägen, ob Sie den Schwerpunkt auf die Stadtangebote legen oder eine Route zwischen Krems und Dürnstein vorsehen möchten.
Krems ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Auto bequem erreichbar. Bahnanschlüsse bestehen an die Franz-Josefs-Bahn (REX4), die Westbahnstrecke (St. Pölten) und die Kamptalbahn (R44). Wenn Sie eine konkrete Bahnfahrt planen, prüfen Sie die Verbindungen für Ihren Reisetag. So können Sie die Anreise mit dem gewünschten Schwerpunkt vor Ort abstimmen, ob dieser bei den Bauwerken und Kunstinstitutionen liegt oder auch die Route nach Dürnstein umfasst.
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