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In Rastenfeld treffen Naturerlebnisse am Stausee Ottenstein auf eine lange Baugeschichte und besondere Gartenkunst. Für Ihre Planung gibt es unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können die bewaldeten Ufer zu Fuß erkunden, eine Radrunde mit Start und Ziel im Ort wählen oder sich mit romanischen Bauwerken und Kunstwerken beschäftigen.

Wandern, Radfahren und Wasser

Die bewaldeten Ufer des Stausees Ottenstein eignen sich zum Wandern und Spazierengehen. Eine konkrete Möglichkeit ist die kurze Variante des „Natur, Energie, Kraft“-Wanderwegs Nr. 80: Sie beginnt am Infozentrum beim Parkplatz Stausee Ottenstein und führt etwa 4 Kilometer am See entlang bis zum Marktplatz in Rastenfeld. Unterwegs erschließt der Weg natürliche Badeplätze. Die Badebedingungen können saisonal variieren.

Wenn Sie lieber mit dem Rad unterwegs sind, startet und endet die Kampseen-„Volt“-Radrunde in Rastenfeld. Die Angaben zum Ort von Start und Ziel geben Ihnen einen klaren Bezugspunkt für Ihre Planung; weitere Streckenmerkmale sind hier nicht vorausgesetzt. Wandern am Ufer und eine Radrunde mit Rückkehr nach Rastenfeld bieten damit unterschiedliche Möglichkeiten, die Umgebung zu erkunden.

Auch am Wasser gelten saisonale Zeiträume: Von Anfang Mai bis Ende September können am Stausee Ottenstein Tretboote, Ruderboote und Elektroboote ausgeliehen werden; die Saisontermine können sich ändern. Während der niederösterreichischen Sommerferien gibt es am Pumpspeicherkraftwerk Ottenstein jeden Donnerstag kostenlose Führungen für Einzelpersonen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Prüfen Sie die Termine vor der Anreise, wenn Sie eine Führung einplanen möchten.

Baugeschichte und Kunst

Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt bewahrt Teile eines romanischen Vorgängerbaus. Diese Überreste belegen, dass bereits im 12. Jahrhundert eine Kirche in Rastenfeld bestand. In der Kirche befinden sich außerdem zwei Rokoko-Altarbilder aus dem Jahr 1757: „Maria Himmelfahrt“ und „Die Apostel am leeren Grab“ stammen vom Wiener Maler Maulpertsch.

Die Burg Rastenberg hat trotz mehrfacher Umbauten ihren mittelalterlichen Charakter gut bewahrt und zählt zu den bedeutendsten romanischen Baudenkmälern Niederösterreichs. Sie befindet sich in Privatbesitz; Führungen und Besichtigungen sind nicht möglich. Davon zu unterscheiden ist Schloss Ottenstein: Seine romanische Burgkapelle besitzt Fresken, die heute zu den bedeutendsten Fresken Österreichs zählen. Zum Schloss gehört auch ein Päpstezimmer mit 241 Bildnissen, von Petrus bis Innozenz XI.

Auch die Bezeichnung des Weges „Schafweidestreit, Nr. 81“ verweist auf Geschichte: Sein Name geht auf Bauernaufstände zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Bei diesen Unruhen kam es wiederholt auch wegen des Streits um Schafweiden zu Aufruhr.

Gärten, Skulptur und regionale Produkte

Der 4/4-Landschaftsgarten und das Arboretum des Ökokreis sind kostenlos und jederzeit zugänglich. Die Schaugärten des Ökokreis umfassen jedes Jahr 18 neue naturnah gestaltete Gärten mit jeweils 20 m² Fläche. Damit stehen neben den Wegen am Wasser auch gestaltete Gartenräume als eigener Schwerpunkt zur Wahl.

Ein markantes Kunstwerk ist der 4-Viertel-Baum: Die 5,60 Meter hohe Skulptur aus Eichenholz besteht aus aufragenden, ineinander verschlungenen Holzsträngen. Sie symbolisieren die vier Landesviertel Niederösterreichs. Im Hofladen des Ökokreis werden Gemüse-, Obst- und Kräuterprodukte alter Sorten angeboten; die Auswahl kann variieren.

Anreise

Rastenfeld ist direkt über die Bundesstraße 37 erreichbar. Bei Ihrer Auswahl können Sie daher zunächst abwägen, ob für Sie der Stausee mit seinen Wander- und Wasserangeboten, die Kulturdenkmäler oder die Gärten im Vordergrund stehen.

Weitere Reiseziele entdecken: Senftenberg, Mühldorf, Mautern An Der Donau, Krems An Der Donau, Neuweidling, Weißenkirchen In Der Wachau, Bergern Im Dunkelsteinerwald, Aggsbach Markt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Krems-Land.

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