Eichenbrunn verbindet mehrere klar unterscheidbare Entdeckungen: die Pfarrkirche St. Koloman mit ihrer Kolomani-Kapelle, die Trift Kellergasse, eine Dorf-Schwemme sowie eine Etappe des Kellertrift-Weitwanderwegs. Hinzu kommen ein Spielplatz und die Alpakas des Eichenbrunner Alpakahofs. Für Ihren Aufenthalt können Sie so zwischen Ortsgeschichte, Landschaft und Bewegung wählen, statt alle Themen in einen einzigen Ausflug zu pressen.
Ortsgeschichte rund um Koloman
Eichenbrunn soll um das Jahr 1000 als Angerdorf entstanden sein. Der Überlieferung nach rastete der Pilger Koloman in Eichenbrunn am Fuß der Leiser Berge an einer Quelle, die neben einer Eiche entspringt. Siedlungsgeschichte und Koloman-Tradition setzen unterschiedliche Akzente: Die eine rückt die frühe Siedlungsform in den Mittelpunkt, die andere eine religiöse Überlieferung mit Pilger, Quelle und Eiche.
Auch die Pfarrkirche St. Koloman bietet zwei unterschiedliche historische Zeitlagen. An ihrer Nordseite liegt die Kolomani-Kapelle, die im 19. Jahrhundert errichtet wurde und eine Statue des Kirchenpatrons beherbergt. Im Kircheninneren befinden sich außerdem zwei barocke Ölbilder aus dem dritten Viertel des 18. Jahrhunderts. Die Bilder stammen damit aus einer früheren Zeit als die Kapelle; gemeinsam verweisen sie auf verschiedene Phasen der örtlichen Kirchengeschichte.
Trift Kellergasse und Dorf-Schwemme
Die Trift Kellergasse ist eine beidseitige Einzelkellergasse in einem Graben und führt vom Ort in südwestlicher Richtung weg. Der Begriff bezeichnet eine Folge einzelner Kellerobjekte; „beidseitig“ heißt, dass sie an beiden Seiten der Gasse stehen. Auf einer Länge von 500 Metern umfasst die Anlage 93 Kellerobjekte. Die beiden Angaben halten die Ausdehnung der Gasse und die Zahl ihrer Kellerobjekte auseinander.
Am Fuß der Pfarrkirche liegt die Dorf-Schwemme. Ihre Temperatur ist im Sommer und Winter annähernd gleich und beträgt rund 12 °C; deshalb friert sie nicht zu. Anders als die baulichen Zeugnisse an der Kirche lässt sich die Schwemme über einen naturkundlichen Aspekt einordnen: Hier zählt die geringe Veränderung zwischen den Jahreszeiten.
Wandern und weitere Erlebnisse
Die fünfte Etappe des Kellertrift-Weitwanderwegs führt von Eichenbrunn nach Patzmannsdorf und ist etwa 25 Kilometer lang; die vierte ist die längste Etappe der Route. Damit stehen zwei unterschiedliche Auswahlhilfen nebeneinander: Die fünfte ist über Start, Ziel und ungefähre Länge greifbar, die vierte über ihren Rang als längste. Wenn Sie lokale Ortsmotive statt einer Wanderetappe in den Mittelpunkt stellen, geben Kirche, Kellergasse und Schwemme andere Schwerpunkte vor.
Der Spielplatz Eichenbrunn bietet Balancier- und Klettermöglichkeiten sowie eine Schaukel. Von dort sind die Alpakas des Eichenbrunner Alpakahofs fünf Gehminuten entfernt. Die kurze Gehzeit verdeutlicht den Abstand zwischen zwei unterschiedlichen Themen: Bewegungsmöglichkeiten am Spielplatz und Alpakas des Hofs.
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