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Mehr als die Hälfte des Gemeindegebiets von Kreuttal ist bewaldet. Zugleich liegen hier Hohlwege, historische Bauwerke und markierte Routen. Für Ihre Planung lohnt es sich, die Orte und ihre unterschiedlichen Schwerpunkte einzeln anzuschauen: Hautzendorf bietet den direkten Anschluss an die Schnellbahn, während Wege, Mühlen und Kulturstätten weitere Anlässe für Ausflüge in der Gemeinde geben.

Wald, Aussicht und Wege

Der Kreuttal-Rundwanderweg ist der längste der vier markierten Rundwanderwege. Er verbindet alle drei Orte der Gemeinde und beginnt bei der Rosalienkapelle in Hautzendorf. Ein weiterer markanter Punkt ist der Aussichtsturm am Weg: Er ist 25 Meter hoch. Von dort reicht der Blick auf die umliegenden Orte und bei klarer Sicht bis zu den Karpaten und zum Schneeberg. Der Glockenberg ist 365 Meter hoch und trägt ebenfalls einen 25 Meter hohen Aussichtsturm.

Auch für Radtouren gibt es verschiedene Angaben, die bei der Auswahl helfen. Die Kreuttal-Radroute verläuft größtenteils auf asphaltierten Wegen. Einige kurze Abschnitte führen über Schotter- und Naturwege; abgesehen von diesen Passagen ist die Route auch mit einem Rennrad befahrbar. Im Kreuttal gibt es außerdem drei Radrundfahrten. Die erste führt über Unterolberndorf und Hornsburg nach Kreuzstetten und direkt durch den Kreutwald. So können Sie zwischen einer Route mit überwiegend Asphalt und einer Rundfahrt mit dieser konkreten Ortsfolge unterscheiden.

Wer sich für die Natur der Region interessiert, findet in Unterolberndorf einen Waldlehrpfad, der die Vielfalt der Flora im Kreuttal zeigt. Die Landschaft lässt sich damit über unterschiedliche Themen erschließen: Aussicht und Wegverlauf auf der Wanderung, Wegeoberflächen bei der Radtour oder Pflanzenvielfalt auf dem Lehrpfad.

Hohlwege, Wein und Anreise

In Hautzendorf liegt die Hohlwegkellergasse in einem Hohlweg; mehrere der Keller sind noch aus Stein gemauert. Die geführte Kellergassenwanderung verbindet diesen Ort mit einer DAC-Weinverkostung und endet beim Heurigen Winter mit einer Jause und Getränken. Für die Wanderung ist eine Anmeldung erforderlich. Wenn Sie dieses konkrete Angebot einplanen möchten, berücksichtigen Sie die Anmeldung bei Ihrer Reiseplanung.

Auch die Bahnstation Hautzendorf befindet sich in der Hohlwegkellergasse. Sie wurde 1870 errichtet. Hautzendorf ist der einzige Ort der Gemeinde Kreuttal mit direktem Anschluss an die Schnellbahn. Wenn die Bahnverbindung für Ihre Ortswahl wichtig ist, ist dieser Unterschied zwischen den Gemeindeorten besonders relevant.

Ein weiterer Blick auf die Geschichte Hautzendorfs führt zum Zunftbaum in der Parkanlage. Er wurde 1972 aufgestellt und zeigt die Gewerbe, die damals in Hautzendorf noch aktiv waren. Am Rosalienplatz im Ortszentrum erinnert die Rosalienkapelle an die Choleraepidemie von 1850, bei der 52 Menschen starben. Sie ist zugleich der Ausgangspunkt des Kreuttal-Rundwanderwegs.

Geschichte und Kulturstätten

Die Geschichte der Besiedlung reicht weit zurück: Prähistorische Kreisgrabenanlagen bei Hornsburg belegen, dass das Kreuttal bereits vor mehr als 5.000 Jahren bewohnt war. Von der Burg von Hornsburg sind heute nur noch der Schlossberg und die Fundamente eines vermutlich im 13. Jahrhundert errichteten turmartigen Steingebäudes erkennbar. Bei Hornsburg liegt außerdem die Türkenschanze, eine Wallanlage mit etwa 4,7 Kilometern Umfang und einem Innenraum von etwa 78 Hektar. Die Maße geben Ihnen ein Gefühl für die Größe der Anlage, ohne dass sie mit den erhaltenen Burgresten gleichzusetzen wäre.

In Unterolberndorf ist das Kulturhaus eine frühromanische Kapelle, die bis ins 19. Jahrhundert als Kirche diente. Heute finden dort regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt. Am Russbach liegt die Luisenmühle, die größte und auffälligste von mehreren Mühlen am Bach. Sie befindet sich etwa 200 Meter von Unterolberndorf entfernt am Eingang zum eigentlichen Kreuttal.

Nördlich von Hautzendorf steht die Wallfahrtskirche St. Lambert auf einer bewaldeten Anhöhe, dem „Heiligen Berg“. Die Kirche ist 800 Jahre alt und gilt als besonders mystischer Kraftort. In ihrem Turm befindet sich eine Glocke aus dem Jahr 1452. Jährlich führen Wallfahrten zu Christi Himmelfahrt sowie zu Lamberti beziehungsweise am darauffolgenden Sonntag zur Kirche. Diese Termine unterscheiden sich von den frei planbaren Routen: Wenn Sie eine Wallfahrt erleben möchten, richten Sie Ihre Reiseplanung nach dem jeweiligen Anlass.

Weitere Reiseziele entdecken: Poysdorf, Nodendorf, Großkrut, Pellendorf, Patzmannsdorf, Staatz, Hausbrunn, Mistelbach An Der Zaya.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mistelbach.

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