Schirmförmige Schwarzföhren geben dem Naturpark Föhrenberge ein prägnantes Gesicht: Sie werden auch „Paraplui-Bäume“ genannt. Der Naturpark umfasst 6.600 Hektar wertvoller Natur- und Kulturlandschaft am hügeligen Ostrand des Wienerwaldes. Damit beschreibt sein Profil nicht allein Wald, sondern einen Landschaftsraum, in dem Natur- und Kulturlandschaft zusammengehören. Die große Fläche ist ein hilfreicher Maßstab für die Einordnung: Der Naturpark ist ein weitläufiges Gebiet und nicht bloß ein einzelner Aussichtspunkt. Auch die Gemeinde Wienerwald ist eine Naturpark-Gemeinde. Baumform und Landschaftsrahmen liefern so zwei unterschiedliche Anhaltspunkte für alle, die sich für die Natur des Wienerwaldes interessieren.
Wanderwege und Naturraum
Bei den Wandermöglichkeiten beantworten die konkreten Angaben verschiedene Fragen. Die Gemeinderunde Wienerwald ist 20,88 Kilometer lang und als mittelschwere Wandertour eingestuft. Distanz und Schwierigkeitsgrad ergänzen einander: Die eine Zahl zeigt den Umfang der Tour, die Einstufung hilft, ihren Anspruch einzuordnen. Der Rossgipfel ist ein 633 Meter hoher, mitten im Wald gelegener Berg im westlichen Teil der Gemeinde Wienerwald; der Weg dorthin führt über Forststraßen. Im Vergleich steht bei der Gemeinderunde eine bezifferte Tour im Vordergrund, beim Rossgipfel das konkrete Gipfelziel mit Höhe, Waldlage und Wegart. Die Wanderwege im Wienerwald haben zu jeder Jahreszeit ihren eigenen Charakter, sodass der Reisezeitpunkt ebenfalls in die Auswahl einfließen kann. Markierte Wege sind zur besseren Orientierung orange-weiß und rund gekennzeichnet. Da sich Markierungen ändern können, gleichen Sie diese vor Ort ab.
Die Maße beziehen sich auf unterschiedliche Dinge: 6.600 Hektar beschreiben die Fläche des Naturparks, 20,88 Kilometer die Länge der Gemeinderunde und 633 Meter die Höhe des Rossgipfels. Als Planungsangaben lassen sie sich nicht miteinander gleichsetzen; gemeinsam unterscheiden sie Landschaftsraum, Wegstrecke und Bergziel.
Kapelle und Ortsgeschichte
Auch die lokale Geschichte bietet mehr als einen Zugang. Die Ortskapelle in Grub ist die profanierte Leonardikapelle und steht per Verordnung unter Denkmalschutz. Die Bezeichnung „profanierte“ und die Denkmalschutzverordnung betreffen unterschiedliche Aspekte: den kirchlichen Status und den rechtlichen Schutz des Bauwerks. Grub ist außerdem eine eigenständige Filialkirche mit eigenem Priester als Kirchenrektor. Das sind zwei unterschiedliche Aspekte: Der Schutzstatus bezieht sich auf das benannte Bauwerk, während die kirchliche Selbstständigkeit die Stellung Grubs beschreibt. Das Gruber Josefskreuz ergänzt diese Perspektive um eine historische Erinnerung. Gruber Familien errichteten es in den 1950er-Jahren als Marterl aus Dank für ihr Überleben. Als religiöses Erinnerungszeichen ist es mit einer konkreten Zeit und einer ausdrücklich genannten Widmung verbunden.
Reitangebote
Für Reitinteressierte nennt der Leonardihof in Grub zwei Angebote: Reitunterricht auf Schulpferden und tageweise Pferdemiete. Wenn Sie eines davon einplanen, klären Sie die Verfügbarkeit vor dem Besuch direkt mit dem Leonardihof.
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