Gutenstein verbindet markante Landschaftsbilder, Wanderwege, Pilgerziele und Orte mit Bezug zu Ferdinand Raimund. Für Ihren Aufenthalt können Sie diese unterschiedlichen Interessen verbinden oder einzelne Schwerpunkte setzen. Bei der Wahl einer Unterkunft hilft es, die geplanten Besuche und die Anreise gemeinsam zu bedenken.
Landschaft und Aussicht
Von der Langen Brücke aus bietet sich der schönste Blick auf den Gutensteiner Burgberg mit seinen malerischen Felsabstürzen. Auch der Wald prägt die Marktgemeinde: Ihre Fläche ist zu etwa 91 Prozent bewaldet. So stehen ein konkreter Aussichtspunkt und der Waldanteil der Gemeinde als unterschiedliche Perspektiven auf Gutensteins Landschaft nebeneinander.
Wanderwege, Pilgerziele und Museum
Der Kaisersteig-Rundwanderweg beginnt beim Waldbauernmuseum Gutenstein und führt zu einem Grat mit Sitzbank und Aussicht auf den Schneeberg. Der Grat bildet einen konkreten Orientierungspunkt für die Tour und verbindet den Weg mit einem benannten Ausblick.
Auf dem Mariahilfberg können Wallfahrer über gut ausgebaute Spazierwege Aussichtspunkte wie die Sieben-Väter-Kapelle und Grotten wie die Magdalenengrotte besuchen. Das Kloster und die Kirche auf dem Berg gehören gemeinsam zu den bekanntesten Wallfahrtsorten in Niederösterreich. Wenn Sie sich für religiöse Orte und Spaziergänge interessieren, bietet der Mariahilfberg dafür einen eigenen Schwerpunkt neben dem Kaisersteig.
Beim Waldbauernmuseum schließt ein aus Oberpiesting hierher übertragenes Sägewerk an die Alte Hofmühle an. Das dazugehörige Wasserrad ist während der Sommersaison in Betrieb. Dieser saisonale Betrieb ist ein konkreter Unterschied, den Sie bei der Planung eines Besuchs im Sommer berücksichtigen können.
Kirche, Burg und Raimund-Orte
Die Burg Gutenstein wurde zwischen 1195 und 1220 als Steinburg unter dem Babenberger Herzog Leopold VI. erbaut. Das Betreten der Anlage der Burgruine Gutenstein ist derzeit nicht gestattet; prüfen Sie vor der Reise, ob diese Einschränkung noch gilt. In der Pfarrkirche sind im Bereich des Turms und der Orgelempore Bruchsteinmauern aus der ursprünglichen Bauzeit von 1220 erhalten.
Am Bergfriedhof Gutenstein steht das 1837 errichtete und eingesegnete Grabdenkmal für Ferdinand Raimund. Die Aratym-Kapelle am Bergfriedhof wurde 1980 von Hubert Aratym mit Wandmalereien geschmückt. Der aus Gutenstein stammende Künstler war Maler, Bildhauer und Bühnenbildner. Diese beiden Orte setzen unterschiedliche Akzente: das Grabdenkmal erinnert an Raimund, die Kapelle zeigt Aratyms Wandmalereien.
Das Raimund Museum Gutenstein befindet sich in einem ehemaligen Gasthaus, in dem der Dichter Ferdinand Raimund (1790–1836) mehrmals übernachtete. Das Museum würdigt sein Leben und Werk. Zusammen mit dem Grabdenkmal ergibt sich so ein eigener thematischer Bezug zu Raimund, der sich von den Bau- und Landschaftsthemen des Ortes unterscheidet.
Anreise und Unterkunft wählen
Die Haltestelle Gutenstein ist die Endstation der Piestingtalbahn; von hier fahren Züge zum Hauptbahnhof Wiener Neustadt ab. Direkt vom Bahnhof verkehren Busse nach Pernitz, Puchberg am Schneeberg sowie ins Ortsinnere von Gutenstein. Wenn Sie diese Verbindungen nutzen möchten, prüfen Sie vor der Abfahrt den passenden Fahrplan.
Prüfen Sie außerdem die Verfügbarkeit der Unterkunft für Ihre Reisedaten.
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