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Ein präziser Bezug zur Ortsgeschichte in Schalchen ist die Pfarrkirche St. Jakob: Ihr Hochaltar stammt aus dem Jahr 1677. Weitere Themen reichen vom Steinbildhauerweg über die Geschichte der Sensenschmiede bis zu einem Friedensgedenkplatz und Überlieferungen zum Kindsbründl. So können Sie vor der Reise überlegen, ob Kunst, Handwerk, Gedenken oder Pilgertradition Ihr Interesse besonders trifft.

Kirchenkunst und historische Bezüge

In der südlichen Seitenkapelle der Pfarrkirche St. Jakob befindet sich eine Barbara-Gruppe des Bildhauers Thomas Schwanthaler. Sie stammt aus der ehemaligen Barbarakirche, die um 1850 abgebrochen wurde. Neben dem Hochaltar, der aus dem Jahr 1677 stammt, setzt die Gruppe einen anderen zeitlichen Akzent: Ihre Geschichte führt zu einem früheren Kirchengebäude. Wer sich für sakrale Kunst interessiert, findet hier zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte zur Ortsgeschichte.

Steinbildhauerweg am Brunnbach

Der Steinbildhauerweg beginnt im Ortszentrum bei der Volksschule. Neben der Hauptstraße steht dort die erste Skulptur, „Leben“. Im weiteren Verlauf überquert der Weg den geteilten Brunnbach auf zwei kleinen Stegen und führt entlang des Bachs an den Tennisplätzen vorbei. Die Abfolge verbindet einen konkreten Startpunkt mit Skulptur und Bachlauf. Anders als bei der Kunst in der Pfarrkirche ist hier auch der Wegverlauf selbst Teil des Themas; die beschriebenen Punkte geben Ihnen eine anschauliche Orientierung für diesen Zugang zu Schalchen.

Sensenschmiede und Heimathaus

Das Heimathaus Schalchen vermittelt die Geschichte der Sensenschmiede und befindet sich in der ehemaligen Lukas-Lederer-Sölde. In dem Gebäude war einst ein Sensenarbeiter ansässig. Damit lässt sich die Ortsgeschichte auch über Handwerk und Wohnort betrachten: Das Thema der Sensenschmiede steht neben dem früheren Bewohner des Hauses. Wenn Sie sich eher für Arbeitsgeschichte als für Kirchenkunst interessieren, ist das Heimathaus ein eigener inhaltlicher Schwerpunkt.

Gedenken am Friedensplatz

Der Friedensplatz ist ein Friedensgedenkplatz im Bereich des Schalchner Brunnbachs an der Kaltenbrunnerstraße. Er dient dem Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege sowie dem Ausruhen, Verweilen und Nachdenken. Sein Schwerpunkt unterscheidet sich damit von der Kunst in der Pfarrkirche und der Arbeitsgeschichte im Heimathaus: Hier stehen Erinnerung und Innehalten im Mittelpunkt.

Kindsbründl und Pilgerüberlieferungen

Mitten im Kobernaußerwald sprudelt die Quelle Kindsbründl weiterhin. Der Überlieferung nach pilgerten kinderlose Frauen dorthin, um Kindersegen zu erlangen. Eine weitere Erzählung berichtet, dass eine alte Frau den zum Kindsbründl pilgernden Frauen Wasser aus der Quelle und Heilkräuter gab; deren Zusammensetzung ist nicht bekannt. Die Überlieferung verbindet die Quelle mit einer konkreten Bitte und einem überlieferten Brauch, nicht mit einer allgemeinen Aussage über heutige Besucher.

Auch der Innviertler Jakobsweg ist mit einer Pilgertradition verbunden: Er führt als Weiterführung des Pilgerwegs von Krumau (Tschechien) nach Passau weiter und verbindet Passau mit Salzburg. Die Route beschreibt eine Verbindung zwischen Städten, während die Kindsbründl-Erzählung bei einer einzelnen Quelle und ihrem überlieferten Brauch ansetzt. So stehen zwei unterschiedliche Perspektiven auf Pilgerwege und religiöse Überlieferungen nebeneinander.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Braunau Am Inn.

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