Niklasdorf liegt direkt am Murradweg und am Fuß des Wandergebiets Mugel. So treffen in der Ortswahl Radroute und Bergziele aufeinander: Zur Auswahl stehen eine Mountainbikestrecke zum Schutzhaus, eine Wanderung mit Ausblicken in drei Täler und Skitouren im Winter. Auch im Ortszentrum gibt es ein eigenes Ziel für einen Aufenthaltstag: das Freibad an der Mur. Die Ortsgeschichte zeigt sich in der Alten Pfarrkirche und einem Wasserturm mit einem besonderen Etikett.
Mugel: Radfahren, Wandern und Winteraktivitäten
Die Mugel liegt auf 1.630 m Seehöhe im Herzen des Gleinalmgebirges. Von Niklasdorf führt eine offizielle Mountainbikestrecke zum Mugel-Schutzhaus. Sie ist 10 km lang und weist einen Höhenunterschied von 1.100 m auf. Für die Einordnung der Strecke sind beide Werte wichtig: Die Kilometerzahl benennt die Distanz, der Höhenunterschied ergänzt sie um eine zweite Dimension der Tour.
Zu Fuß führt eine Wanderung von Niklasdorf auf die Mugel und bietet Ausblicke in das Mur-, Mürz- und Vordernbergertal. Eine weitere Routenoption ist die 10. Etappe des Styrian Iron Trail: Sie verläuft von Niklasdorf über die Mugel nach Leoben und weiter direkt ins Stadtzentrum. Die Mugel ist außerdem ein Ziel für unterschiedliche Jahreszeiten; im Winter eignet sie sich für Skitouren.
Auch der jährlich stattfindende Mugel-Berglauf hat einen eigenen Zielpunkt: Er führt von Niklasdorf bis zum J.-Hans-Prosl-Schutzhaus. Die Mountainbikestrecke endet dagegen beim Mugel-Schutzhaus. Diese Unterscheidung ist hilfreich, wenn Sie Touren oder Veranstaltungen anhand ihrer jeweiligen Ziele planen.
Das Mugel-Schutzhaus verfügt über mehr als 50 Betten für Übernachtungen. Wenn Sie dort eine Nacht einplanen, prüfen Sie die Verfügbarkeit für Ihren Reisetermin vorab. Im Mugel-Schutzhaus findet außerdem jedes Jahr am 30. Dezember ab 14 Uhr der Bauernsilvester statt. Prüfen Sie Datum und Beginn vor der Anreise nochmals.
Freibad und Ortsmitte
Das Freibad Niklasdorf liegt im Ortszentrum direkt an der Mur. Von dort gibt es Ausblicke auf den Fluss, die Pfarrkirche und das Rathaus. Zur Ausstattung gehören eine 50 m lange Rutsche und ein Babybecken. Damit ergänzt das Bad die Rad- und Bergangebote um ein Ziel im Ortszentrum; die genannten Ansichten verbinden dabei Fluss und Ortsbild im Blickfeld des Bades.
Kirchengeschichte und Wasserturm
Eine Bulle von Papst Eugen III. aus dem Jahr 1148 erwähnt eine Kirche in Michilindorf. Die Alte Pfarrkirche in Niklasdorf steht gemäß Verordnung unter Denkmalschutz. Bei einem Brand im Jahr 1480 wurden ihr hölzerner Dachstuhl und die Sakristei zerstört. Eine bei einer Restaurierung 1837 gefundene Inschrift führte zu dem Schluss, dass die Kirche 1499 wiedererrichtet wurde.
Ein Wasserturm mit dem wohl größten Etikett der Welt befindet sich ebenfalls in Niklasdorf. Das Etikett wurde 1998 anlässlich der Feier zur Markterhebung und des 850-jährigen Ortsjubiläums gestaltet: von Georg Brandner gemeinsam mit Brigl & Bergmeister und dem Marktgemeindeamt Niklasdorf. Zusammen mit der Geschichte der Alten Pfarrkirche bietet dieses Werk einen weiteren, deutlich anderen Blick auf den Ort als die Routen in Richtung Mugel.
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