Der Schmugglersteig gibt Schattwald ein markantes historisches Thema: Er verläuft zwischen Wannenjoch und Iseler auf einer früheren grenznahen Schmuggelroute. Hinzu kommen Wanderungen am Wannenjoch, winterliche Loipen- und Abfahrtsangebote sowie konkrete Details rund um die Pfarrkirche. Diese Mischung macht die Wahl des eigenen Schwerpunkts zum sinnvollen Ausgangspunkt für den Aufenthalt: Sie können Schattwald über Wege, Wintersport oder Ortsgeschichte kennenlernen.
Wandern am Wannenjoch
Der Schmugglersteig beginnt an der Talstation der Wannenjoch-Seilbahn in Schattwald (Tirol). Seine frühere Funktion als grenznahe Schmuggelroute prägt den historischen Bezug, während die Strecke zwischen Wannenjoch und Iseler verläuft. Die Dreiersessel-Wannenjochbahn bringt Besucher auf etwa 1.600 m und dient als Ausgangspunkt für abwechslungsreiche Wanderungen. Eine Wanderung Wannenjoch–Iseler verläuft teilweise über einen Grat. Unabhängig davon verläuft die Grenze zwischen Österreich und Deutschland zwischen dem Wannenjoch und dem Bscheißer. Für die Tourenwahl sind zwei Angaben zu unterscheiden: Die Bahn bringt Besucher auf etwa 1.600 m, während der Grat einen Teil des Verlaufs der Wanderung Wannenjoch–Iseler kennzeichnet; Höhe und Wegprofil beantworten damit unterschiedliche Planungsfragen.
Loipenrunde oder Abfahrten im Winter
Die Rundloipe Schattwald beginnt am Parkplatz beim Gemeindeamt und führt am Moorweiher „Floschen“ vorbei. Das Skigebiet Schattwald/Zöblen verfügt über fünf Lifte und 15 km Abfahrten. Damit stehen zwei klar unterscheidbare Winteraktivitäten zur Wahl: eine Loipenrunde mit dem Floschen im Verlauf oder das Abfahrtsangebot des Skigebiets. Wenn Sie Ihre Wintertage planen, können Sie zuerst zwischen Langlauf und Abfahrten unterscheiden.
Pfarrkirche und Ortsgeschichte
In der Pfarrkirche von Schattwald befindet sich unter der Empore ein Totentanz von Anton Falger: zwölf Tafeln aus dem Jahr 1831. Die Pfarrkirche, ihre Friedhofsmauer und die ehemalige Kriegskapelle – heute Leichenkapelle – stehen unter Denkmalschutz. Um 1500 wurde in Schattwald eine Kapelle erwähnt; im 17. Jahrhundert wurde sie vergrößert und 1699 zur Benefiziatskirche zum heiligen Wolfgang erhoben. Eine 1972 in der Nähe der Pfarrkirche gefundene römische Münze wird als Beleg dafür angeführt, dass Schattwald bereits in der Römerzeit zumindest als Durchzugsgebiet diente. So reichen die überlieferten Ortsgeschichten von einem römischen Fund bis zu Kunst und kirchlicher Entwicklung.
Der Erlebnisspielplatz Plitsch Platsch
Der Erlebnisspielplatz „Plitsch Platsch“ wurde am 4. September 2026 eröffnet. Er verfügt über einen großen Sandspielplatz und einen Teich mit Wasserrad und Springbrunnen. Damit ergänzt er die Wander- und Geschichtsthemen um einen eigenen Ausflugsanlass.
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