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In Höchst verbinden sich die Landschaften des Rheindeltas mit einer Kanustrecke auf dem Alten Rhein und markanten historischen Bezugspunkten. Für Ihre Planung lohnt es sich, diese unterschiedlichen Schwerpunkte zu beachten: Die Kanustrecke verläuft flussabwärts zu benannten Zielen, während die Route Am Eselschwanz über Oberfläche und Wegmarkierungen charakterisiert ist. Kirche und Schaudepot öffnen wiederum zwei verschiedene Zugänge zur Ortsgeschichte.

Natur und Rheindelta

Im Naturschutzgebiet Rheindelta liegen in Höchst einzigartige Seeufer- und Riedlandschaften. Seit 1995 ist das Naturschutzgebiet in Höchst Teil des EU-weiten Natura-2000-Systems. Beide Aspekte setzen unterschiedliche Akzente: Die Landschaftsformen beschreiben den Naturraum, die Natura-2000-Zugehörigkeit ordnet die Schutzgebietsgeschichte zeitlich ein.

Kanustrecke und Route Am Eselschwanz

Die Kanustrecke auf dem Alten Rhein führt von Höchst flussabwärts bis nach Gaißau und zum Rheinspitz. Damit sind Richtung und Ziele der Tour klar benannt. Eine Einstiegsstelle mit Parkmöglichkeit befindet sich in Höchst bei Luisl’s Farm an der Gartenstraße. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Zugangsregelungen; Flussbedingungen und Navigationssicherheit können variieren.

Die Route Am Eselschwanz ist durchgehend in Fahrwegbreite asphaltiert und als Radweg ausgewiesen; teilweise ist sie zusätzlich als gelb-weiß markierter Wanderweg gekennzeichnet. Für Ihre Auswahl sind das zwei verschiedene Angaben: Der Asphalt beschreibt den Wegebelag, die Markierungen die ausgewiesene Nutzung. Zugleich führt die Route durch ein ehemaliges Rheinflussbett. Bis 1900 floss der Rhein dort zwischen Kies- und Sandbänken; hier wird das Flussbett Eselschwanz genannt.

Ortsgeschichte und Schaudepot

Eine Urkunde von 980 bezeichnet Höchst als „die Dörfer Höchst an beiden Ufern“ des Rheins. Die Formulierung gibt einen frühen historischen Bezugspunkt und hält die Benennung auf beiden Rheinseiten fest. Die neubarocke Pfarrkirche wurde zwischen 1908 und 1910 erbaut. Neubarock bezeichnet dabei die Stilrichtung, die Jahreszahlen verorten den Bau zeitlich. Das Höchst Schaudepot setzt einen anderen Schwerpunkt als die Kirche: Es zeigt Arbeits- und Alltagsgegenstände, die größtenteils aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen und den Alltag in der Rheindeltagemeinde veranschaulichen. Der Kirchenbau und die Sammlung verweisen damit auf einen ähnlichen historischen Zeitraum, aber auf unterschiedliche Gegenstände des Interesses: Architektur auf der einen, Alltagsgegenstände auf der anderen Seite. Das Schaudepot kann an Tagen der offenen Tür besucht werden; Führungen für Schulklassen und Erwachsenengruppen sind nach Anmeldung möglich. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die konkreten Termine.

Den Aufenthalt nach Interessen planen

Die Routen unterscheiden sich in den Merkmalen, die Ihre Planung leiten: Bei der Kanustrecke stehen Einstieg, Fließrichtung und benannte Ziele im Vordergrund; bei Am Eselschwanz sind es durchgehender Asphalt und die teilweise Wanderwegmarkierung. Damit können Sie abwägen, ob die Wasserroute oder der asphaltierte Weg besser zu Ihren Reiseinteressen passt. Wenn Sie ein Hotel in Höchst suchen, lässt sich die Wahl des Reiseziels so an Ihrem persönlichen Schwerpunkt ausrichten.

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