Batschuns lässt sich für einen Aufenthalt über zwei konkrete Themen erschließen: die Pfarrkirche Hl. Johannes der Täufer und ein Netz von Kapellenwegen. So können Sie den Schwerpunkt auf Kirchenarchitektur legen oder sich an den benannten Wegzielen orientieren. Beide Perspektiven führen zu eigenen Bauwerken und Ortsnamen und geben dem Aufenthalt unterschiedliche kulturelle Akzente.
Pfarrkirche und Glasfenster
Die Pfarrkirche Batschuns, Hl. Johannes der Täufer, wurde 1922/23 nach Plänen des Architekten Clemens Holzmeister erbaut. Sie war der erste moderne Kirchenneubau in Vorarlberg. Diese regionale Einordnung macht den Bau zu einem konkreten Beispiel für die Kirchenarchitektur des Landes. Auch die trapezförmigen Glasfenster bieten einen eigenen gestalterischen Zugang: Ausgeführt wurden sie von der Tiroler Glasmalerei Anstalt Innsbruck, gestaltet nach einem Entwurf von Gottlieb Schuller. Damit treten zwei verschiedene Beiträge hervor – die Ausführung der Glasarbeiten und der Entwurf der Fenster.
Kapellenwege am Jakobsweg
Die Pfarrgemeinde Batschuns hat die Kapellen und kleinen Kirchen auf dem Gebiet von Batschuns in Zwischenwasser zu einem Netz von Kapellenwegen verbunden. Die zahlreichen Kapellenwege liegen direkt am Jakobsweg. Für die Orientierung innerhalb dieses Netzes sind die benannten Start- und Zielpunkte besonders hilfreich: Sie zeigen, welche Kapelle oder Kirche jeweils im Mittelpunkt eines Wegverlaufs steht.
Der Magdalenen-Weg beginnt an der Kapelle Mariahilf in Unterbatschuns. Er führt in Richtung Kapelle Bildungshaus in Batschuns und über die Platte hinauf zur Pfarrkirche Batschuns. Die beiden anderen beschriebenen Wege starten an der Pfarrkirche: Der Wendelin-Weg führt zur Kapelle St. Wendelin in Buchebrunnen, der Johannes-Weg zur Kapelle St. Peter und St. Paul in Furx. So unterscheiden sich die Wege nicht nur durch ihren Namen, sondern auch durch ihre jeweiligen Ziele. Wenn Sie einen bestimmten Ort in den Mittelpunkt stellen möchten, können Sie sich an diesen Start- und Zielangaben orientieren.
Historische Bauwerke in Batschuns
Die Kapelle zum heiligen Wendelin in Buchebrunnen ergänzt die Wegziele um eine nachvollziehbare Baugeschichte. Sie wurde 1724 errichtet; Turm und Sakristei kamen 1750 hinzu. 2009/2010 wurde die Kapelle unter großer Beteiligung der Bevölkerung aufwendig restauriert. Die Jahreszahlen trennen damit drei Phasen: den Bau der Kapelle, die späteren Ergänzungen und die Restaurierung. Für einen Kulturaufenthalt verbindet dieser Ort die konkrete Wegstation mit einer Geschichte, die sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt.
Ein weiteres benanntes Bauwerk ist der Ansitz Weißenberg, auch Batschunser Schlößchen genannt. Er steht an der Laternser Straße 34 in 6835 Zwischenwasser (Batschuns) und steht per Bescheid gemäß § 3 unter Denkmalschutz. Zusammen mit der Pfarrkirche und der Kapelle in Buchebrunnen ergibt sich ein Blick auf unterschiedliche Bauzeiten und unterschiedliche Formen des kulturellen Erbes. Ob Sie sich besonders für die moderne Kirchenarchitektur, die Gestaltung der Glasfenster oder die Ziele der Kapellenwege interessieren: Batschuns bietet dafür klar benannte Anknüpfungspunkte.
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