Die Mühle Busslingen und die Kultur- und Wanderwege rund um Remetschwil setzen unterschiedliche Akzente: hier die Geschichte einer Getreidemühle, dort Kunst, Ortsgeschichte und Natur auf Wegen. Wenn Sie eine Unterkunft in Busslingen suchen, können Sie den Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie einzelne Kulturzeugnisse erkunden oder Wanderrouten in den Mittelpunkt stellen möchten.
Mühlengeschichte in Busslingen
Die Mühle Busslingen ist eine 1868 errichtete Getreidemühle. Teile ihrer historischen Ausstattung und der Mühleneinrichtung sind bewahrt; Spuren des früheren oberschlächtigen Mühlrads sind noch im Mauerwerk erkennbar. Baujahr, erhaltene Einrichtung und die sichtbaren Radspuren geben dem Bauwerk mehrere konkrete historische Ebenen: Neben der Nutzung als Getreidemühle ist auch die frühere Mühlentechnik Teil seiner Geschichte.
Kunst, Natur und Ortsgeschichte auf dem Kulturweg
Der Kulturweg Remetschwil verbindet auf zwei unterschiedlichen Routen Kunst und Natur. Zu den beiden Rundwegen gehören zehn Standorte mit Skulpturen; an den Standorten lassen sich Informationen per QR-Code abrufen. Der Weg vermittelt Ortsgeschichte mit Skulpturen und Informationstafeln beziehungsweise Informationspunkten. Einige Punkte bieten zudem Aussicht. So verbindet sich die Beschäftigung mit den Kunstwerken und der Geschichte mit unterschiedlichen Eindrücken entlang der Routen.
Die Künstlerin Beatrix Motsch bietet private Führungen auf dem Kulturweg für Vereine, Gruppen und Kulturinteressierte an. Auch die Natur ist mehr als ein Wegthema: Der im Kulturweg behandelte Wald beherbergt Rehe, Füchse, Dachse, Eichhörnchen und viele verschiedene Vogelarten. Kunst, Ortsgeschichte und Wald gehören damit zu den verschiedenen Schwerpunkten, die Sie bei der Wahl einer Route interessieren könnten.
Heitersberg und Landschaft
Der Heitersberg ist eine alteiszeitliche Mittelmoräne des Reussgletschers. Sie entstand während der Risseiszeit vor 350.000 bis 120.000 Jahren. Von einer Lichtung am Kulturweg führen viele Wege über den Heitersberg, den Sie zu Fuss oder mit dem Velo erkunden können. Im weiteren Umfeld gibt es außerdem Wandermöglichkeiten rund um den Heitersberg sowie den Lägerngrat Ridge Trail.
In der näheren Umgebung liegen der Höhenzug Heitersberg, der Egelsee und die Reusslandschaft rund um den Dominiloch-Steg. Eine Wanderung zum Egelsee führt im ersten Wegstück durch Remetschwil und endet an einem Moorsee in einem Naturschutzgebiet. Damit steht eine Wanderung mit diesem See als Ziel neben den Wegen über den Heitersberg.
Wanderungen und historische Spuren
Die Wanderung «Von der Reuss über den Heitersberg» führt durch den Weiler Busslingen und nach einem Wald- und Tobelabschnitt zum Dorf Remetschwil. Bei der Egelsee-Wanderung ist der Moorsee im Naturschutzgebiet der Endpunkt. Die beiden beschriebenen Wege unterscheiden sich damit in ihrem Verlauf und Ziel. Für Ihre Tourenwahl können Sie abwägen, ob Sie eher den Weg durch den Weiler und weiter bis Remetschwil oder den Egelsee als Ziel vorziehen.
Das Wegkreuz Sennhof von 1860 besteht aus Muschelkalk und hat kleeblattförmige Balkenenden. Im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) ist es mit regionaler Bedeutung erwähnt. In Remetschwil reichen archäologische Funde von der Hallstattzeit bis in die römische Zeit; dazu gehört ein im Gebiet Grosshau entdecktes Grab aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Das Grab wurde 1948 mit Waffen und Keramikbeigaben gefunden und archäologisch untersucht. Offenbar handelt es sich um das Grab eines helvetischen Kriegers. In der Nähe des Gebiets Grosshau wurden außerdem Bruchstücke einer tönernen Amphore gefunden, die zur Aufbewahrung von Wein diente. Zur früheren Landwirtschaft in Remetschwil gehörten Ackerbau, Viehwirtschaft und Weinbau.
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