Am Limmatspitz in Gebenstorf liegt eine geschützte Auenlandschaft am Zusammenfluss von Limmat und Aare. Dazu kommen der Aussichtspunkt Gebenstorfer Horn, Badefreuden im Reussbädli und eine vielschichtige Kirchen- und Ortsgeschichte. Die Angebote setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Flusslandschaft, Baden oder historische Details.
Flusslandschaft und Aussicht
Durch das Gebiet Limmatspitz zwischen Aare und Limmat führt ein Fußweg. Für Naturinteressierte stehen hier der geschützte Flussraum und der Weg im Vordergrund. Die Auenlandschaft liegt im Aargauer Wasserschloss; der Fußweg führt durch das Gebiet zwischen den beiden Flüssen. So gehören Landschaft und Weg am Limmatspitz unmittelbar zusammen.
Das Gebenstorfer Horn eröffnet eine andere Perspektive. Es ist ein Aussichtspunkt von nationaler Bedeutung und bietet einen einzigartigen Blick auf die Tal- und Flusslandschaft am Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat, dem Wasserschloss. Die wald- und flussreiche Umgebung bietet Wanderern und Ausflüglern gute Erholungsmöglichkeiten. Die Naturakzente unterscheiden sich: Am Limmatspitz führt der Fußweg durch die Landschaft zwischen Aare und Limmat; am Horn richtet sich der Blick auf die Tal- und Flusslandschaft von Aare, Reuss und Limmat.
Baden im Reussbädli
Im «Reussbädli» gibt es Badevergnügen für die ganze Familie. Für Reisende, die mit der Familie unterwegs sind, ist das Baden damit ein eigener Schwerpunkt bei der Wahl des Ausflugsziels. Es setzt einen anderen Akzent als der Fußweg am Limmatspitz oder der Blick vom Gebenstorfer Horn: Hier steht das gemeinsame Badevergnügen im Mittelpunkt.
Kirchen und Kunst
Auch kulturell lässt sich Gebenstorf anhand konkreter Bau- und Kunstmerkmale betrachten. Die reformierte Kirche von Gebenstorf entwarf der Basler Architekt Paul Reber im neugotischen Stil; 1891 wurde sie eingeweiht. Ihre zwei Chorfenster setzen unterschiedliche Bildakzente: Eines zeigt den gekreuzigten Jesus, das andere den auferstandenen Jesus mit einer Schweizer Fahne.
Die katholische Pfarrkirche St. Blasius wurde 1887–1889 vom Badener Architekten Otto Dorer erbaut. Ihre modernen Glasgemälde behandeln das Wasser im Alten und Neuen Testament. Geschaffen hat sie Josef Welti aus Gebenstorf 1972/73. Wer kirchliche Baukunst vergleicht, findet so zwei klar unterscheidbare Bezüge: die neugotische reformierte Kirche mit ihren Chorfenstern und St. Blasius mit den später entstandenen Wasserbildern.
Ortsgeschichte und historische Spuren
Die gemeinsame Vorgeschichte beider Konfessionen reicht in die ehemalige Kirche St. Margaretha zurück: Beide nutzten sie jahrhundertelang gemeinsam. Im September 1769 heirateten Johann Heinrich Pestalozzi und Anna Schulthess dort. Wegen Baufälligkeit wurde die Margaretenkirche 1889 abgerissen; anschließend errichteten die katholische und die reformierte Konfession jeweils ein eigenes Gotteshaus.
Ein weiterer historischer Bezug ist die römische Straße von Vindonissa (Windisch) nach Aquae Helveticae (Baden), die durch Gebenstorf verlief. Sie ergänzt die Kirchen- und Baugeschichte um einen Verkehrsweg der Römerzeit. Bunker und Panzersperren in Gebenstorf zeugen noch heute von der sogenannten Limmatstellung von 1939/40. Bei einzelnen Bauwerken kann der öffentliche Zugang eingeschränkt sein. Wenn Sie ein bestimmtes Bauwerk aufsuchen möchten, klären Sie dessen Zugänglichkeit vorab.
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