Oberhalb des Lac de Montsalvens, auf einer Sonnenterrasse im Greyerzerland, liegt Crésuz. Die Alte Pfarrei, historische Wegbezüge und eine Wanderlandschaft mit Blick auf den Greyerzersee geben dem Ort unterschiedliche kulturelle und landschaftliche Facetten.
Höhenlage und ländlicher Charakter
Der Dorfkern liegt auf etwa 1.072 Metern über dem Meeresspiegel; das Gemeindegebiet erstreckt sich von 852 bis 1.427 Metern. Wiesen, Alpenweiden und Wälder prägen die Umgebung, dazu kommen Panoramablicke auf den Greyerzersee. Crésuz hat einen ausgeprägt ländlichen Charakter und eine überschaubare Siedlungsstruktur. Das Dorf liegt auf einer natürlichen Plattform am ehemaligen Weg von Châtel-sur-Montsalvens. Dieser führte durch die Schlucht des Javro nach Charmey oder über Les Planches nach Cerniat.
Spuren von Dorfgeschichte und Sakralbau
Erstmals erwähnt wurde Crésuz 1238 unter dem Namen Crisue. Ein Brand zerstörte 1667 weite Teile des Ortes; 1670 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Die Alte Pfarrei, 1547 errichtet, gehört zu den ältesten datierten Häusern des Kantons Freiburg. Sie war das einzige Gebäude in Crésuz, das den Brand überstand. Von 1798 bis 1917 wurde sie als Schule genutzt.
Auch die Kirche bietet mehrere Einblicke in die Bau- und Ausstattungsgeschichte des Dorfes. Sie verfügt über eine hochwertige barocke Ausstattung; ihre Orgeln wurden 1919 vom Zürcher Orgelbauer Theodor Kuhn eingebaut. Zudem diente die Kirche als Vorbild für die Kapelle von Châtel-sur-Montsalvens. Am Ruffieux-Hof prägen eine bogenförmige Hauptfassade mit geschweiftem Giebel und ein geknicktes Satteldach das Erscheinungsbild. Dessen unterer Dachbereich ist weniger steil als der obere.
Das Oratoire Saint-Blaise steht am ehemaligen Weg von Châtel-sur-Montsalvens nach Crésuz. Heute ist es ein einfaches Gebetsoratorium; Messen werden dort nicht mehr gefeiert. Im Inneren befindet sich ein Eichen-Triptychon mit der Jungfrau mit dem Kind, flankiert von Saint Blaise und Sainte Geneviève. Geschaffen wurde es von Carlo Grisoni und 1945 von Claude Glasson gestiftet.
Kulturwege und Wandern
Der Sentier des patrimoines de la Jogne ist 22 Kilometer lang und verläuft auf bereits markierten Wanderwegen. Entlang der Route erläutern 45 Tafeln bedeutende Elemente des baulichen Erbes; an charakteristischen Orten werden außerdem zwölf lebendige Traditionen vorgestellt. Die Route eignet sich für erfahrene Wanderer ebenso wie für Familien. Sie lässt sich ab Jaun, Charmey oder Broc-Fabrique in Etappen von jeweils drei Stunden effektiver Gehzeit aufteilen. Für die Tagesplanung ist dabei die angegebene Gehzeit pro Etappe hilfreich.
Eine weitere Wegverbindung ist die Etappe Crésuz–Gruyères der Vias du Fromage. Sie beginnt im Dorfzentrum. Bis Châtel-sur-Montsalvens folgt die Route einer Strecke, die im Inventar der historischen Verkehrswege der Schweiz verzeichnet ist. So unterscheiden sich die Wegbezüge: Hier liegt der Startpunkt im Dorfzentrum, während die Etappen des Sentier des patrimoines mit ihren jeweils drei Stunden effektiver Gehzeit ab Jaun, Charmey oder Broc-Fabrique angesetzt sind.
Orientierung und praktische Anhaltspunkte
Postauto-Linien verbinden Crésuz mit den umliegenden Gemeinden. Der nächste Bahnhof befindet sich in Broc-Fabrique; von dort fahren Züge nach Bulle und Freiburg. Der Abschnitt Broc–Charmey des Sentier des patrimoines de la Jogne ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Als nächstgelegene Haltestellen für diesen Abschnitt werden Broc, Chocolaterie, und Charmey, télécabine, genannt. Prüfen Sie für Ihre Planung den Fahrplan, da sich das Angebot ändern kann.
Im Dorfzentrum liegt der Spielplatz neben der Kirche und zehn Gehminuten von der Bushaltestelle Crésuz, Village, entfernt. Zum Spielplatz gehört ein Bouleplatz; in der Nähe befindet sich außerdem ein Wildpark mit Hirschen. Da sich Angaben zu Ausstattung und Zugang ändern können, empfiehlt es sich, die aktuelle Situation vor dem Besuch zu prüfen.
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