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In Mollis treffen Dorfgeschichte, Ausstellungen und zwei sehr unterschiedliche Themenwege aufeinander. Das Dorfbild mit seinen Herrensitzen ist von nationaler Bedeutung; die Kirche, das Museum und das Linth Escher-Auditorium ergänzen diesen kulturhistorischen Schwerpunkt um eigene Themen. Wer Aktivitäten für einen Aufenthalt auswählt, kann zwischen Ortsgeschichte, astronomischem Weg und dem Schabziger-Thema unterscheiden.

Dorfgeschichte und Ausstellungen

Das Museum Mollis zeigt in der Dauerausstellung „Altes Handwerk“ die Geschichte früherer Handwerker. Im Erdgeschoss ist ausserdem ein Ausschnitt aus der früheren Ausstellung über Fritz Zwicky zu sehen: Er war Astrophysiker, Raketenforscher, Erfinder und Alpinist. Ausstellungsinhalte können sich ändern; informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuelle Ausgestaltung.

Die heutige Kirche Mollis wurde 1760 von Johann Ulrich Grubenmann erbaut und steht unter Denkmalschutz. In der Kirche befinden sich Gedenktafeln für die Glarner, die bei der Schlacht von Näfels am 9. April 1388 fielen und in Mollis beerdigt wurden. So sind Baugeschichte und ein genau datiertes Ereignis der Glarner Geschichte an diesem Ort präsent.

Das Linth Escher-Auditorium präsentiert eine Sammlung zur Arbeit von Conrad Escher von der Linth (1767–1823). Daneben zeigt es eine Dauerausstellung mit Dokumenten zur Linthunternehmung. Seit der Einweihung im Herbst 1996 fanden dort regelmässig Führungen und Vorträge statt. Für einen Besuch sollten Sie die aktuellen Anmeldemöglichkeiten prüfen.

Themenwege mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Der Glarner Planetenweg stellt das Sonnensystem im Massstab 1:2 Milliarden dar. Er verläuft am rechten Ufer der Linth auf einem markierten, leichten Wanderweg von der Gelben Fabrik in Mollis bis zum Stauwehr in Netstal. Der Weg ist 2,25 km lang; für eine Richtung dauert er etwa 40 Minuten. Die Streckenführung und Beschilderung können sich ändern. Prüfen Sie vor der Wanderung die aktuellen Angaben.

Der Schabziger Höhenweg widmet sich einem anderen Thema: Zehn Stationen behandeln die Geschichte, Herstellung und Vermarktung des Glarner Schabzigers. Die Route führt von Filzbach und Habergschwänd nach Mollis und Oberruestel. Damit stehen zwei verschiedene Interessen im Raum: die Darstellung des Sonnensystems auf dem Planetenweg und die Geschichte eines Glarner Erzeugnisses auf dem Höhenweg.

Lage und Orientierung

Mollis liegt im Glarner Unterland und grenzt im Norden an den Linthkanal und den Walensee. Die Höhenlage reicht von 419 bis 2118 Metern über Meer. Mollis ist ausserdem der westliche Ausgangspunkt der Kerenzerpass-Strasse, die an der Südflanke des Walensees in Richtung Rheintal führt.

Mollis teilt sich mit Näfels einen Bahnhof an der Regionallinie Rapperswil–Glarus–Linthal. Der Dorfkern wird von der Glarner-Buslinie Bilten/Ziegelbrücke–Niederurnen–Näfels–Mollis–Filzbach–Obstalden–Mühlehorn bedient. Für konkrete Reisedaten sollten Sie aktuelle Fahrpläne und Verbindungen prüfen.

Der Flugplatz Mollis wird heute hauptsächlich zivil genutzt und ist kein militärischer Flugplatz mehr. Am Flugplatz werden Rundflüge mit Helikoptern, Motorflugzeugen oder Segelflugzeugen angeboten. Buchungs- und Betriebsbedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese, bevor Sie einen Flug einplanen.

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