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Glarus verbindet markante Stadtarchitektur mit geologischer Spurensuche. Für die Reiseplanung stehen unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: Stadtkirche, Landsgemeinde, Kunsthaus und Ausstellungen zur Bergwelt. Die Geschichte des Ortes erklärt zugleich, weshalb im Stadtbild die Zeit nach dem Brand von 1861 besonders ins Gewicht fällt.

Zwischen Linth und Bergen

Glarus liegt an der Linth zwischen dem Fuß des rund 2300 Meter hohen Vorderglärnisch im Westen und dem Schilt im Osten. Der Vorderglärnisch gehört zu den Schwyzer Alpen, der Schilt zu den Glarner Alpen. Der höchste Punkt des Gemeindegebiets ist der 2914 Meter über Meer hohe Bächistock im Glärnischmassiv. So stehen die Flusslage und die benannten Bergzüge neben einer klaren Höhenangabe für das Gemeindegebiet.

Stadtgeschichte und Stadtkirche

Glarus wurde erstmals im frühen 9. Jahrhundert als «Clarona» erwähnt; die erste Erwähnung in deutscher Sprache stammt aus dem Jahr 1178. Der Ort erlebte eine frühe Industrialisierung. Der verheerende Brand von 1861 zerstörte große Teile, und nur wenige Gebäude aus der Zeit davor sind im Stadtbild erhalten. Die Stadtkirche entstand anschließend von 1863 bis 1866 nach Plänen des Architekten Karl Ferdinand Stadler. Durch ihre Lage und Größe prägt sie das Stadtbild und gilt als Wahrzeichen von Glarus. In ihren Grundelementen folgt sie dem Typus einer romanischen Basilika. Zwei Türme und Rosettenfenster über den Eingängen prägen ihre Architektur.

Geologie im Ort und im Gebirgsraum

Der deutschsprachige GeoStadtspaziergang Glarus ist ein Führer zu sechzehn geologisch bedeutenden Bausteinen im Ort. Er führt zu Versteinerungen aus der Saurierzeit im Rathausbrunnen. An einem aus Muschelkalk gehauenen Fensterrahmen lassen sich Haifischzähne zählen. Die beiden Entdeckungen setzen unterschiedliche Akzente: Hier sind Fossilien im Brunnen zu finden, dort werden Zähne im bearbeiteten Stein sichtbar. Die Ausstellung im Naturzentrum Glarnerland am Standort Glarus erklärt die Einzigartigkeit der Tektonikarena Sardona und die Entstehung der Glarner Hauptüberschiebung. Die Ausstellung im Besucherzentrum Glarnerland vermittelt Wissen über Landschaften, Tiere, Pflanzen und Menschen im Lebensraum Gebirge und ist für Familien geeignet.

Kunst, Tradition und Industriegeschichte

Auf dem Zaunplatz findet alljährlich die Landsgemeinde statt, bei der direkte Demokratie erlebbar wird. Wenn dieses Ereignis Ihren Reisetermin mitbestimmen soll, prüfen Sie vorab den Veranstaltungstermin. Das Kunsthaus Glarus organisiert «Kunstschaffen Glarus» als wiederkehrende Überblicksausstellung mit lokalen Künstlerinnen und Künstlern. Im Vermittlungsprogramm des Kunsthauses standen 2023 zahlreiche Führungen, Workshops für Kinder und Jugendliche sowie Sammlungseinblicke. Der Glarner Industrieweg von Elm bis Ziegelbrücke macht die Bedeutung von Glarus als Industriestandort erlebbar. Mit diesen Endpunkten reicht der thematische Blick über den Ort hinaus.

Die Themen unterscheiden sich auch in ihrem zeitlichen und räumlichen Bezug: Die Landsgemeinde ist ein jährlich wiederkehrender Anlass auf dem Zaunplatz, während der Industrieweg Glarus in eine regionale Route einordnet. Stadtkirche und GeoStadtspaziergang rücken dagegen Baugeschichte und geologische Einzelheiten im Ort in den Vordergrund. Diese Unterschiede helfen dabei, die Reise nach den eigenen Interessen auszurichten und einen passenden Termin für den Aufenthalt zu wählen.

Die Stadtarchitektur, die geologischen Entdeckungen und die kulturellen Themen geben einem Aufenthalt in Glarus ein konkretes Profil. Wenn Sie ein Hotel in Glarus suchen, können Sie zunächst entscheiden, welche dieser Seiten des Ortes Ihren Aufenthalt prägen soll.

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