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Obstalden liegt knapp 700 Meter hoch auf einer Terrasse des Kerenzerbergs, hoch über dem Walensee. Landschaft, Kirchenkunst und Geschichte der Wege verbinden sich hier. Für den Aufenthalt können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: die Höhenzüge, die Fresken der Kirche oder den Historischen Heerenweg mit Filzbachschlucht.

Höhenlagen am Kerenzerberg

Der Kerenzerberg ist Teil des Geoparks Sardona. In Obstalden erhebt sich der Ruchen Mürtschen auf 2.441 Meter; er ist der höchste Gipfel von Glarus Nord. Im Gemeindegebiet liegt außerdem der knapp 2.500 Meter hohe Mürtschenstock, geprägt von steilen Felswänden und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Die Namen bezeichnen unterschiedliche Gipfel: Für den Ruchen Mürtschen ist eine genaue Höhe angegeben, während der Mürtschenstock knapp 2.500 Meter hoch ist. Auch die Straße über das Hochplateau des Kerenzerbergs hat eine eigene Höhenlage: Sie liegt auf über 700 Metern und ist ein historischer Passübergang. Terrasse, Passstraße und Gipfel stehen damit für verschiedene Höhenpunkte im Landschaftsraum.

Kirche und mittelalterliche Malereien

Die Kirche Obstalden wurde um 1300 erbaut und ist mit Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Die Wandmalereien im Turmchor sind das älteste erhaltene Beispiel monumentaler Malerei im Kanton Glarus. Bei der Restaurierung von 1979 wurden an der Südwand des Chores Malereien aus dem 15. Jahrhundert freigelegt. Bauzeit und erste urkundliche Erwähnung sind zwei verschiedene historische Bezugspunkte: Der Kirchenbau wird auf den Beginn des 14. Jahrhunderts datiert; Obstalden wurde 1340 erstmals urkundlich im Zusammenhang mit dem Kloster Säckingen erwähnt. Die Malereien wiederum umfassen das 14. und 15. Jahrhundert.

Bergbaugeschichte und Wegverlauf

Auf der Mürtschenalp wurde im 17. Jahrhundert Eisen sowie vor allem Kupfer und Silber abgebaut. Teile der ehemaligen Bergbauanlagen sind noch heute zu finden. So stehen die genannten Rohstoffe für die frühere Nutzung der Alp, während einzelne bauliche Spuren bis heute erhalten sind.

Der Historische Heerenweg mit Filzbachschlucht führt von der Römerbrücke über den Weiler Walenguflen nach Obstalden. Er verläuft auf historischen Römerwegen, die einst von Zürich in Richtung Graubünden führten und den Walensee umgingen. Von Obstalden führt die Route entlang des Walensees zurück zum Bahnhof Mühlehorn. Der Weg verbindet damit mehrere konkrete Stationen mit einer historischen Deutung, die sich auf die frühere Verbindung zwischen Zürich und Graubünden bezieht.

Geowanderungen und Alpangebot

Rafters Outdoor & Events in Obstalden bietet geführte Geowanderungen an. Auch Selberkäsen auf der Alp gehört zum Angebot. Prüfen Sie vor einer Buchung die aktuelle Verfügbarkeit.

Anfahrt

Für Obstalden führt die A3 zwischen Chur und Zürich über die Ausfahrt 47 Murg/Kerenzerberg.

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