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Niederurnen ist ein Industriedorf in einer Geländemulde am Ausgang des Niederurner Tälis. Das Täli erschließt ein Wandergebiet; am Hirzli reicht der Blick bis zum Zürichsee und zu den Glarner Alpen. Im Ort erzählen Kirche, Rebberg und Spuren der Industriegeschichte von weiteren Seiten des Dorfes. Bei der Wahl Ihrer Ferienwohnung können Sie überlegen, ob Wanderungen oder Ortsgeschichte den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bilden sollen.

Wandern, Aussicht und Wege im Täli

Die Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz bringt bis zu acht Personen in zehn Minuten ins Niederurner Täli und erschließt das Wandergebiet rund um das Tal. Da sich der Betriebsstatus ändern kann, prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Betriebsangaben.

Der Rast- und Aussichtspunkt Hirzli liegt nördlich der Bergstation. Von dort reicht der Blick über das Linthgebiet bis zum Zürichsee und auf die Glarner Alpen. Die Wanderung zum Aussichtspunkt dauert mit Kindern ungefähr drei Stunden. Die Wanderrouten im Niederurner Täli sind ausreichend ausgeschildert.

Seit 2002 gibt es den Skulpturen-Erlebnisweg im Niederurner Täli. Damit steht neben Aussicht und Wanderrouten auch ein Angebot rund um Skulpturen auf dem Programm. Wer sich für eine Biketour interessiert: Eine Route vom Glarnerland über Siebnen und die Rossweidhöchi führt mit einer langen Abfahrt durch das Niederurner Täli.

Eine andere Landschaft zeigt der Flüewald am hinteren Ende des Täli, der von Flachmooren umgeben ist. Moos und Zwergsträucher auf Felsblöcken geben ihm seine charakteristische Struktur. Die lange Abfahrt der Biketour und die ungefähr dreistündige Wanderung zum Hirzli bieten unterschiedliche Schwerpunkte für die Zeit im Tal.

Dorfgeschichte und Ortsbild

Niederurnen und Oberurnen gehörten ursprünglich zum Gaster und wurden 1386 von den Glarnern annektiert. Zu Niederurnen gehört auch Ziegelbrücke, das früher eine Umladestation für Linth-Frachtschiffe war. Ab 1830 siedelten sich in Niederurnen zahlreiche Industriebetriebe an. Zu den wichtigsten erhalten gebliebenen Unternehmen gehörten Eternit beim Bahnhof und die Firma Jenny in Ziegelbrücke.

Das Ortsbild gilt als regional bedeutsam: Dazu tragen die Lage am markanten Eingang zum Glarner Haupttal, die räumlichen Qualitäten im Dorfkern und bestimmte architekturhistorische Qualitäten bei. Die heutige reformierte Kirche ersetzte 1659 die Wendelinskapelle. An der südwestlichen Mauer des Kirchenschiffs erinnert eine Gedenktafel an ein Schiffsunglück von 1678.

Unterhalb des Schlösslis ist der Rebberg um 1640 erstmals urkundlich belegt. Gemeinsam mit der Burgruine Ober Windegg bildet er ein Wahrzeichen von Niederurnen und einen wichtigen Hintergrund des Ortsbilds. Auch das Dämmli verbindet einen früheren und einen heutigen Zweck: Es war Teil einer Schießanlage und wird heute zum Spazieren genutzt.

Anreise und weitere Möglichkeiten

Zur Luftseilbahn führt die Anreise mit dem Zug bis Ziegelbrücke. Von dort fahren die PostAuto-Linien 511 oder 512 in Richtung Mühlehorn/Mollis bis zur Haltestelle «Niederurnen, Ochsenplatz». Anschließend geht es zehn Minuten zu Fuß dem Dorfbach entlang. Linienführung und Fahrpläne können sich ändern; prüfen Sie die Verbindung vor der Reise.

Der Kinderskilift Bodenberg ist 260 Meter lang und während der Schulferien täglich in Betrieb. Ein Skibus bringt Skifahrerinnen und Skifahrer direkt von der Bergstation der Luftseilbahn zum Lift. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Betriebsangaben, besonders wenn Ihre Reise in die Schulferien fällt.

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