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Ausserferrera liegt auf 1.316 Metern im Val Ferrera, am Averser Rhein, der auf Rätoromanisch Ragn da Ferrera heisst. Das Dorf besteht überwiegend aus alten Holzhäusern. Die Siedlung Cresta liegt auf einer Terrasse 350 Meter oberhalb des Dorfes und wird nur im Sommer bewohnt. Ausserferrera ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Ferrera im Kanton Graubünden; bis Ende 2007 war es eine selbständige Gemeinde.

Wanderungen mit unterschiedlichen Zielen

Eine Wanderung zur Alp Nursera und durch den Schwarzwald beginnt an der Postauto-Haltestelle Ausserferrera. Unterwegs kann ein Bergwerksstollen unter Führung besichtigt werden. Damit lässt sich eine Tour durch die Landschaft mit einem Einblick in den historischen Bergbau verbinden – wobei der Stollenbesuch an eine Führung gebunden ist.

Eine andere Wanderung führt von Ausserferrera nach Sufers. Sie verläuft über den Ragn da Ferrera, auch Averser Rhein genannt, und in Richtung Alp Nursera. Ihr höchster Punkt liegt auf gut 2.000 Metern; von dort reicht der Blick ins Val Schons bis zum Haldensteiner Calanda. Anschliessend führt die Route durch den Göriwald hinunter zum Sufnersee und endet in Sufers. Wer zwischen den beiden beschriebenen Touren wählt, kann sich so an ihren unterschiedlichen Schwerpunkten orientieren: Die eine verbindet den Weg zur Alp Nursera mit einem geführten Stollenbesuch, die andere führt über einen hohen Punkt bis zum See und nach Sufers.

Fels, Wald und alte Wege

Am Ragn da Ferrera liegt das vollständig im Wald gelegene Bouldergebiet Magic Wood. Es ist ungefähr 250 Meter breit und 500 Meter lang; der Zugang führt über eine Brücke. Die Felswände bei Ausserferrera bestehen aus penninischen Gesteinen der Suretta-Decke, insbesondere aus Rofna-Gneis, einem Porphyrgneis.

Auch die Alte Averserstrasse verbindet Wandern mit Baugeschichte: Sie wurde 1895 erbaut und in den letzten Jahren für Wandernde wieder begehbar gemacht. Auf dem Abschnitt nach Ausserferrera liegen sorgfältig restaurierte Natursteinbrücken. Die historische Strasse und die Route nach Sufers bieten damit verschiedene Einblicke in die Wege durch das Tal: Hier stehen die restaurierten Brücken und die frühere Strasse im Vordergrund, dort die Höhenroute mit Blick ins Val Schons und dem Abstieg zum Sufnersee.

Bergbau und Kirchenbau

Bei Ausserferrera liegt die historische Verhüttungsanlage Schmelzi. Die Anlage ist öffentlich zugänglich; die stillgelegten Minen und sichtbaren historischen Relikte sind dort erhalten. Wer sich für die Bergbaugeschichte interessiert, findet in Schmelzi einen eigenen Anlaufpunkt neben dem geführten Stollenbesuch auf der Wanderung zur Alp Nursera und durch den Schwarzwald. Die beiden Angebote unterscheiden sich darin, dass der Stollenbesuch unter Führung erfolgt, während Schmelzi öffentlich zugänglich ist.

Im Dorf Cresta steht eine alte, denkmalgeschützte Kirche in aussichtsreicher Lage. Die Evangelische Filialkirche Cresta wird von Erwin Poeschel aufgrund der gerade geschlossenen Lichtschlitze in der Apsis und der Kragung des Portalsturzes in die spätromanische Zeit nach 1200 datiert. Die Zuschreibung verbindet sichtbare Baumerkmale mit einer zeitlichen Einordnung und ergänzt den Blick auf die überwiegend alten Holzhäuser des Dorfes.

Anreise im Tal

Von Andeer aus sind sowohl Ausserferrera als auch Sufers mit dem Postauto erreichbar. Für die konkrete Anreise lohnt es sich, den Fahrplan vor der Abfahrt zu prüfen. So können Sie die Ankunft in Ausserferrera und den möglichen Ausgangspunkt an der Haltestelle in Ihre Wanderplanung einbeziehen, ohne eine direkte Postautoverbindung zwischen Ausserferrera und Sufers vorauszusetzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Scharans, Feldis, Pignia, Tartar, Masein, Portein, Sils Im Domleschg, Andeer.

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