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Feldis liegt auf einer Geländeterrasse am Hang der Stätzerhornkette und ist der nördlichste Ort innerhalb der Domleschger Bergdörfer. Die Hochlagen prägen Panoramablicke, artenreiche Flora und funkelnde Bergseen. Zwischen Dorfwegen, Blumenwiesen und Rundwanderungen lässt sich der Aufenthalt nach unterschiedlichen Interessen ausrichten: auf lokale Geschichte, eine leichte Wanderung oder Ausblicke in den Bergen.

Wanderwege mit verschiedenen Schwerpunkten

„Blumen und Gletscherspuren in Feldis (Flower Walk)“ ist eine leichte Route über 6,1 Kilometer; die Gehzeit beträgt etwa zwei Stunden. Zu den Besonderheiten am Flower Walk zählen ein erratischer Block, den der Albulagletscher während der letzten Eiszeit ablagerte, und der Aussichtspunkt Thusisblick. Von dort reicht der Blick über das Domleschg und bis nach Thusis. Am Aussichtspunkt gibt es außerdem einen Picknickplatz mit Brätelstelle; für deren Nutzung gelten die lokalen Sicherheitshinweise.

Der Blumenweg beginnt am Dorfrand von Feldis und führt durch artenreiche Halbtrockenwiesen. Eine andere Tour führt von Feldis über die Feldiser Alp zum Dreibündenstein. Dieser markiert den einzigen gemeinsamen Grenzpunkt der ehemaligen drei rätischen Bünde, die bis 1798 bestanden. So treffen bei dieser Wanderung Berglandschaft und ein konkreter Bezug zur Geschichte der Region zusammen, ohne dass dafür ein Rundweg im Dorf mit der längeren Tour gleichgesetzt werden muss.

Auch der Panorama-Rundwanderweg Mutta ist eine eigene Möglichkeit: Von der Bergstation des Sessellifts führt er an der Berghütte Raguta vorbei rund um den Tgom Aulta auf 2085 Metern Höhe und zurück zur Bergstation. Unterwegs öffnen sich Ausblicke auf den Piz Beverin, den Tödi und die Calanda-Gruppe. Wer sich lieber im Ort orientiert, kann den Spazierweg Feldis wählen. Der Rundweg verläuft durch das Dorf und umfasst elf geschichtsreiche Stationen.

Dorfgeschichte und Orientierung

Zu den historischen Orten in Feldis zählt Stizunetta / Milchzentrale. Das Gebäude wurde 1916 als Milchzentrale erbaut; die Bauern von Feldis konnten dort ihre eigene Milch und ihren Käse verkaufen. Von der Kirche St. Hippolytus wird angenommen, dass sie auf einem vorchristlichen Kultplatz steht. Das Gasthaus Wildenstein ist das älteste noch bestehende Gasthaus in Feldis. Diese Orte geben dem Spazierweg durch das Dorf einen anderen Schwerpunkt als die Panoramarouten in den Hochlagen.

Ein weiteres markantes Werk ist „Die Dreizehn“: eine Gruppe aus dreizehn hohen, schlanken Frauengestalten aus Feldiser Lärchenholz. Sie steht auf Mutta zwischen Feldis und dem Dreibündenstein. Für eine zusätzliche Orientierung liegt an der Bergstation der Luftseilbahn Rhäzüns-Feldis eine kostenlose MiniGuide-Broschüre aus. Sie vermittelt Informationen zu elf ausgewählten Standorten oder Objekten; für die Nutzung sind etwa 45 Minuten vorgesehen. Prüfen Sie die Verfügbarkeit vor der Anreise.

Winterangebote und Bergzugang

Der Schlittelweg von Mutta nach Feldis ist eine einfache Abfahrt über fünf Kilometer mit 504 Metern Höhendifferenz. Schnee- und Betriebsbedingungen wechseln saisonal. Zum Wintersportgebiet gehören außerdem Skifahren, drei bekannte Schlittelwege, Schneeschuhwandern und Langlauf. Die Skischule Feldis bietet Gruppenunterricht und Privatlektionen an; informieren Sie sich vor einer Winterreise über das aktuelle Programm.

Das Natureisfeld Alp Raguta misst 20 mal 44 Meter und liegt fünf Gehminuten von der Bergstation des Sessellifts Feldis-Mutta entfernt. Im Winter kann man dort Schlittschuhlaufen, Eisstockschießen und Curling spielen; vor Ort können Schlittschuhe gemietet werden. Da Eisfeld und Vermietung saisonabhängig sind, sollten Sie die Öffnungsbedingungen vor einem Besuch prüfen. In der Berghütte Alp Raguta gibt es während ihrer Betriebssaison Verpflegungsmöglichkeiten mit typischen Bündner Spezialitäten.

Feldis erreichen Sie mit der Luftseilbahn ab Rhäzüns oder mit dem PostAuto. Eine Bergstraße führt vom Domleschg her via Scheid. Die Luftseilbahn Rhäzüns-Feldis und der Sessellift Feldis-Mutta ermöglichen auch im Sommer den Zugang zu den Bergen; Betriebsdaten und Wetterbeschränkungen variieren. Prüfen Sie für die Planung die aktuellen Fahrpläne und Betriebsbedingungen. So können Sie Ihre Reisezeit an den gewünschten Schwerpunkt anpassen: an Wege und Geschichte im Dorf, an die Panoramarouten oder an saisonale Winteraktivitäten.

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